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Bob Marley: Natty Dread

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Natty Dread

Bob Marley

Island (Universal)

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05/Sep/2008 - 08:23




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Rebel Music, 25. Dezember 2005

Anfang 1974: Peter Tosh und Bunny Wailer haben die Band nach 12 Jahren verlassen. Die Wailers waren eine sehr schwierige Band. Anders als bei anderen Bands gab es keine Symbiose, sondern stets verschiedene Interessen. Und diese in Einklang zu bringen war schier unmöglich und brachte Island Records Besitzer Chris Blackwell fast in den Wahnsinn. Doch von nun an war Bob Marley Solokünstler. Für Chris Blackwell wenig überraschend und enttäuschend. Sein Hauptinteresse galt eh nur Bob Marley. Das Marley Solo arbeiten konnte machte Vieles einfacher. Chris Blackwell wusste: Bob Marley als Solokünstler kann die Welt erobern und so war die Natty Dread als erster Schritt in Richtung "Bob Marley - the Third World Superstar" zu verstehen

Die meisten Songs hatte Marley schon während der Wailers Zeit geschrieben und konnte noch im selben Jahr der Trennung das Album "Natty Dread" zusammengestellen. Obwohl das Booklet andere Songschreiber ausweist, ist es mehr oder weniger klar geworden, dass Marley selber die Songs schrieb. Warum sind dann die Angaben falsch mag man sich fragen? Nun es rührt daher, dass Marley bis 1976 bei der Firma Cayman unfreiwillig gebunden war. Dass bedeutete alle Songs die er bis einschließlich 1976 schreiben würde, würde die Firma Cayman veröffentlichen. Da ließ sich der Fuchs Marley etwas einfallen: Er machte falsche Angaben bei den Songschreiber Credits und so konnte er sie unter seiner eigenen Firma Bob Marley Music veröffentlichen. Ein gewiefter Schachzug, hinter den Cayman Besitzer Danny Sims hinterkam und Bob Marley im Jahre 1980 drauf angesprochen haben soll. Nach Marley's Tod klagte Danny Sims gegen die Marley Erben, verlor aber die Klage nach einem langwierigen Prozess aus Mangel an Beweisen.

Man braucht aber kein Genie zu sein um zu hören, das No Woman, No Cry z.B. (der Welthit schlechthin, hätte Danny Sims Reich gemacht)aus der Feder des Meisters stammt. Ein autobiographischer Song aus dem Ghetto von Trenchtown und eine Ode an die Frauen im Ghetto. Möglicherweise hat Marley den Song für Rita (seiner Ehefrau) geschrieben. Wie so häufig fallen in seinen Lovesongs in den 70ern kaum Frauennamen. Das hatte einen Vorteil. So konnte sich fast jede Frau angesprochen fühlen und nicht explizit nur eine bestimmte Person. Manchmal auch Vorteilhaft für ihn, denn er hatte etliche Affären mit verschiedenen Frauen. Frauennamen fallen hier nicht, aber dafür "Georgie" einer der Mitbewohner im Sozialbau von Trenchtown, der hier im Song das offene Feuer entfachte, wo letztendlich das Essen zubereitete wird. Faszinierend ist, dass Marley die schweren Umstände im Ghetto aufzeigt aber auch mit einem wehmütigen Blick zurückblickt. Die Szene dieser Romantik wo Georgie das Feuer entfacht und das Essen dort zu bereitet wird und Marley dass Essen mit seiner Herzdame teilt ist hoch romantisch. Wichtig ist zu sagen, dass No Woman, No Cry ein jamaikanischer Dialekt ist und heißt NICHT übersetzt: Keine Frau, kein Geschrei sondern Nein Frau, weine nicht. Dies ist hier die Studio Version und ich kannte bisher noch keinen, der die Version überhaupt kennt. Sie unterscheidet sich sehr von der viel bekannteren Live At The Lyceum Version. Marley singt sie nicht sanft wie auf dem genannten Live Version, sondern er passt sich der Melodie an, die sehr schnell ist. Die Version könnte fast als Demotape durchgehen. Nichts desto trotz ein Knaller Tune und eine wunderschöne Alternative zu der Live At The Lyceum Version. Wundervoll ist auch der Tune Rebel Music. Immer wieder dieser helle Aufschrei Marleys und dann der entspannte Satz "I'm glad to say, dis a rebel music" Die I-Threes (Backingvocals) leisten hier ganze Arbeit. Dann das heftige Orgelsolo in der Mitte des Songs, traumhaft und unbeschreiblich schön. Marley nimmt die Jamaikanische Polizei ins Visier und verhöhnt sie. "Hey Mr. Cop" Der Cop hält Marley und 2 seiner Freunde während eine Ausgangssperre (in Jamaica sehr häufig) an und verlangt von ihm absurderweise die Geburtsurkunde. Dieser trägt natürlich nicht die Geburtsurkunde ständig mit sich. Marley nimmt das Gesetz nicht Ernst und spottet über diesen mickrigen Polizisten und äfft ihn sogar nach "what you saying down there?" birth cerTificate spricht er absichtlich falsch birth cerFiticate um sich vom widerlichen Babylon System zu distanzieren. Der Song "Revolution" geht absolut in die Magengrube von Mr. Michael Manley. PNP Parteivorsitzender und Premierminister Jamaikas. Dieser habe versprochen, Jamaika zu einem besseren und sozialern Ort zu machen. Und häufig erwähnte er, es sei eine Revolution erforderlich. Marley untersützte bis 1972 die PNP Partei, war aber enttäuscht als Manley wirklich gar nichts änderte und die Situation teilweise noch viel schlechter war als zuvor. Marley fordert ebenfalls eine Revolution, aber nicht die eines Michael Manleys, sondern die von Jah (Gott), der Donner, Blitz und Schwefel über die Jenigen bringen wird, die für Unrecht auf Erden sorgen. "Never make a politician grant you a favour". Das ist sehr deutlich und zeigt die Differenz zwischen Marley und Jamaikas Politiker, die sehr drauf aus waren, Marley für sich zu gewinnen. Das herrlich relaxte "So Jah Seh" wo Marley seine Brüder fragt "what's wrong with loving one another" Und das "Natty Dread" wo er den legendären Marsch von der 1st Street zu der 7th Street enlang läuft und seine Eindrück in dem Song fest bannt. Mit voller Stolz geht der die Straße als Natty Dread (Natty Dread = Rastaman)entlang und verkörpert den Rastaman im Ghetto mit all seiner Würde. Kein einfaches Unterfangen, wenn man weiß, dass Rastas in Jamaika für Gesetz und Polizei als menschlicher Müll gesehen wird. Marley hat den Begriff Natty Dread zwar nicht erfunden aber weltbekannt gemacht. Einzig und allein ist es der Song "Bend Down Low" der von der Qualität etwas abfällt und auch dem Album nicht unbedingt gut tut. Irgendwie passt er von der Stimmung nicht drauf. Die alter Wailers Rocksteady Version aus dem Jahre 1967 ist deutlich besser. Das originale Natty Dread Album hatte auch nicht den Song "Am-A-Do" drauf. Auch nicht grad der Knallertune. Aber das Album ist der Killer schlechthin


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Jah! Rastafari!, 26. März 2005

Auf dem Album ist die Studioversion von No Woman No Cry drauf! Einfach eine Rarität, sonst gibts das Lied auf anderen Alben nur live!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Jah Live, 15. Dezember 2001

Wer dieses Album nicht hat, verpasst einge der besten Reggaelieder, die es gibt. Them belly full, So Jah seh und Natty Dread zählen auch nach Jahren noch zu meinen Lieblingslieder.
FAZIT: Eine der besten Bob Marley Platten!!!! (Wenn man das überhaupt sagen kann)




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