Kundenmeinungen
...ein Erfolg, der einen "schlafenden Riesen weckt"e, 16. September 2007
Es ist schon erstaunlich und genial, dass 1970 ein Film gemeinsam von 2 Staaten von höchst brisanter Kriegsgeschichte über die folgenreiche Tatsache gedreht wurde, dass am 7. Dezember 1941 japanische Flugzeuge eine vollkommen unvorbereitete US-Armee auf Hawaii erfolgreich angriffen. Mit Szenen, gedreht von der USA, und parallelen, gedreht von Japan, entstand so ein beeindruckender Film als zeitgeschichtliches Dokument mit einer präzisen Wiedergabe vieler Augenblicke und Inhalte der damaligen Tage und Stunden.
Der Film bemüht sich um einen möglichst dokumentarischen Inhalt und vermeidet bewusst jegliches Heldentum und emotionale Bindungen, Filmwerte, die normalerweise eingesetzt werden, um die Identifikation des Zuschauers mit den Helden und Opfern zu ermöglichen und ihn zu faszinieren. Besonders sehenswert macht den Film die Idee, ihn von Vertretern der zwei beteiligten Nationen drehen zu lassen. Beide versuchen sich deutlich in Selbstkritik ohne jedoch die Verbundenheit zum eigenen Land zu verheimlichen und ermöglichen es gerade dadurch, dem Betrachter die jeweiligen Handlungsweisen nachvollziehbar erleben zu lassen.
Alle, mit den damaligen Mitteln zu erzeugende Effekte wirken sensationell real und bedrohender und mitreißender als die in der "geschminkten" Neuversion Pearl Harbor. Die Schauspieler sind als wunderbar typisierte Charaktere dieses Kriegsgeschehen mehr als überzeugend, obwohl deutlich in den Dienst des Geschichtsablaufs gestellt.
Jenseits von blindem Patriotismus oder Selbstüberschätzung wurde diese pathosfreie und immer wieder sehenswerte Dokumentation erst mit der Zeit zu einem von Kritik und Filmfans gepriesenen Klassiker.
nb:
Die Dechiffriermaschine, mit deren Hilfe es die Amerikaner geschafft hatten, den Funkcode der Japaner zu knacken, hieß "Purple". Die Pazifikflotte wurde jedoch nicht mit diesem Gerät ausgestattet.
Zum besseren Verständnis, hier nochmals die Hauptakteure:
* Martin Balsam : Admiral Kimmel
* S Yamamura : Admiral Yamamoto
* Joseph Cotten : Henry Stimson
* Tatsuya Mihashi : Commander Genda
* E.G. Marshall : Lt. Colonel Bratton
* Takahiro Tamura : Lt. Commander Fuchida
* James Whitmore : Admiral Halsey
* Eijiiro Tono : Admiral Nagumo
* Jason Robards : General Short
* Wesley Addy : Lt. Commander Kramer
* Shogo Shimada : Botschafter Nomura
Genialer Film, 15. Januar 2007
Damals als der Film erschien war er ein finanzieller Fiasko. Gewinn warf er erst ab, als für den film "Midway" Szenen gekauft und in diesem eingebaut wurden (sind in Midway übrigens sehr gut zu erkennen). Der Film selber ist genial. Was mir vor allem gefällt ist, daß hier der amerikanische Patriotismus außen vor blieb. Hier sind die Amis nicht nur die guten sondern auch die Trottel. Die Verzweiflung von Yamamoto und seine Warnung vor dem Krieg sind auch sehr gut dargestellt. Wie die anderen schon ausgeführt haben, sind die englischen Untertitel bei den japanischen Szenen ein Manko. Davon mal abgesehen, daß diese von der Synchronisation total abweichen. Was stimmt jetzt? In der amerikanischen Fassung wurden die japanischen Szenen nicht synchronisiert sondern nur untertitelt. Das ist übrigens die einzige Parallele zu "Pearl Harbour" der diesem hier nicht im geringsten das Wasser reichen kann. Der Film zeigt die reinste Realität und ich glaube, daß es kaum einen besseren Kriegsfilm darstellt, der sich so stark an die tatsächlichen Umstände so real beschreibt. Für mich macht dies nur noch ein Film, nämlich der "Der längste Tag". Ich kann den Film nur jedem empfehlen, er besitzt Qualitäten die heute leider verloren gegangen sind.
besser als Pearl Harbor, 1. Mai 2006
Dieser Film ist weit besser als Pearl Harbor. Leider nervt extrem die in Filmmitte eingespielte Übersetzung bei offensichtlich nur japanisch gesprochenen Passagen. Wahrscheinlich ist hier das Geld für einen Dolmetscher ausgegangen. Schade drum. Ich würde allerdings dem verantwortlichen Filmverleih oder Synchronisationsbüro eine e-mail schreiben und mich für den dadurch entstandenen Mißklang bedanken. Wer weiss wo?
History at it's best!!!, 27. September 2005
Wer eine Liebesgeschichte mit ein wenig "Bumbum" drum herum mag, sollte bei dem Film Pearl Harbor mit Ben Affleck bleiben. Wer sich jedoch für die globalen Ereignisse rund um den Angriff der Japaner auf Pearl Harbor im Jahr 1941 interessiert, dem sei der Film Tora! Tora! Tora! aus dem Jahr 1970 wärmstens empfohlen.
Ausgezeichnet mit einem Oscar für die hervorragende Tricktechnik, schildert der Film die Planungen und die Reaktion der Militärs in dokumetarischer Offenheit. Gezeigt werden sowohl die amerikanische als auch die japanische Seite... und dies auf einer vollkommen neutralen Ebene, d.h. ohne den historischen Hintergrund ein einziges Mal einseitig zugunsten der amerikanischen Militärs zu verklären. Man erfährt, sehr nah an der historischen Wirklichkeit, welche teilweise abstrusen Versäumnisse auf beiden Seiten letzlich zur schlimmsten Demütigung der amerikanischen Nation im 20. Jahrhundert führten. Hätte Hollywood nicht im selben Jahr den Film Patton, in dem der amerikanische Weltkriegsgeneral (für meinen Geschmack zu sehr) heroisiert wird, in die Kinos gebracht, wären sicher einige der 8 an Patton vergebenen Oscars stattdessen an Tora! Tora! Tora! gegangen. Vielleicht war der Film für damalige Verhältnisse dem Oscar-Komitee zu wenig patriotisch... Der Film besticht durch eine hervorragende Bildqualität. Mit der Tonauswahl (Englisch 4.1 und Deutsch 2.0) muss man leider leben. Die Sonderausstattung findet praktisch überhaupt nicht statt. Aber das macht nichts, denn dafür entschädigt jede einzelne der 139 Minuten des superspannenden Hauptfilms. Deswegen trotzdem ganz eindeutig 5 Sterne!!!
Worth watching several times, 12. September 2005
"Tora! Tora! Tora!" (1970) is a recreation of the events leading up to and the Day of Infamy displayed from both sides of the attack on Pearl Harbor. Naturally there will always be people that are not satisfied with the accuracy of this recreation. There is a little controversy due to the collaboration between American and Japanese filmmakers causing some compromise of having both sides of the story in one film. Other than a will paced film that keeps your attention, the real surprise is all the DVD goodies. The most important is the running narrative. It does some of the explaining of the differences between this film and reality without making excuses. After watching first with out the narrative, then with the narrative, it is time to watch it again and notice the points made on how the scenes were shot, the people picked and how they attempted to make the bulk of the film comply with history as we remember. It does not make sense to repeat the narrative or the story in this review. Let's just say you will not be disappointed with the movie or all the DVD goodies.
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