Kundenmeinungen
Der 2. Streich von Ritchie und seiner Candice, 31. Dezember 2007
"Under A Violet Moon" von 1999 ist das zweite Album von Blackmore`s Night. Auf die E-Gitarre verzichtete Ritchie hier fast vollständig. Aber ansonsten ist das Album der logische Nachfolger von "Shadow Of The Moon". Mittelalterlicher Pop, so will ich es mal nennen, wird uns hier von den zwei Liebenden geboten.Die ersten 4 Tracks finde ich richtig stark. Besonders das Titelstück ist wunderschön. `Avalon` und `Wind in the willows` gefallen mir nicht so gut. `Gone with the wind` ist wieder schöner. `Possum goes to Prague` und `Durch den Wald zum Bach Haus` sind schöne Instrumentals. `Beyond the sunset` und `Castles and dreams` laden zum träumen ein. Und `Self portrait` kennen wir doch noch von Rainbow."Under A Violet Moon" ist das vielleicht ruhigste Album von Blackmore`s Night ("Winter Carols" zähle ich jetzt mal nicht). Auf die E-Gitarre müssen wir fast vollständig verzichten. Das macht aber nichts, da Ritchie akustisch ganz stark unterwegs ist. "Shadow of the moon" finde ich einen Tick besser, aber auch "...violet moon" bekommt 5 Sterne. Fans von Jethro Tull z.B. sollten hier richtig liegen.
CD gut - live ein disaster!, 15. August 2006
Als früherer Hardrockfan habe ich Blackmore's Karriere als Gitarrist von 'Deep Purple' und Leader von 'Rainbow' aufmerksam verfolgt. In der Tat hat Blackmore Rockgeschichte geschrieben. Es spricht auch für einen Musiker, wenn er wandlungsfähig ist und sich von ausgetretenen Pfaden verabschieden kann. Diese aktuelle Studioproduktion ist für pop- und rockgeschwängerte Mittelalterfans sicher ein musikalischer Genuss. Als Musiker muss man jedoch auch erkennen, dass Mittelaltermusik gerade durch den Einsatz von Original-Instrumenten dieser Zeitepoche bereichert wird. Diese Sounds wird man auf dieser CD nur 'synthetisch' finden. Und so reichts halt nur für ein popiges Gewand alter Weisen. Blackmore 'live' sollte man sich allerdings verkneifen. Lust- und lieblos kommt er mit seiner Gefährdin 'Candice' daher. Und dass man ein Mittelalter-Flair in klassicher Rockbesetzung (Gitarre, Schlagzeit, Bass, Keyboards) nicht inszenieren kann, beweisen seine Livekonzerte, die er auch nach Lust und Laune einfach um 30 Minuten kürzt. An Arroganz hat Blackmore mit dem Alter nicht verloren... Cd ja, live nein.
Freude, Wehmut, Nostalgie, 2. Januar 2006
Ich will garnicht weiter auf die Vergangenheit des Herrn Blackmore eingehen, jeder weiss was der gute Mann vorher gemacht hat, und es spielt eigentlich keine Rolle, ob man seine Musik vorher gut fand oder nicht -- dieses sein (inzwischen nicht mehr so) neues Projekt ist gänzlich anders als alles vorher dagewesene.Vom harten Rock hat er sich nämlich abgewandt, und hin zu sanfteren Tönen. "Renaissance Musik" wird das häufig genannt, manch einer sagt auch Mittelalter.
Egal in welche Schublade man Blackmore's Night nun steckt, essentiell handelt es sich einfach nur um wunderschöne Stücke, begleitet von z.T. altertümlichen Instrumenten, und immer getragen von der himmlischen Stimme von Blackmores Partnerin Candice Night.Hört man sich Tracks wie "Castles And Dreams" oder "Morning Star" an, verfällt man leicht ins Träumen von vergangenen Zeiten, und so eignet sich diese Musik sowohl fürs Lagerfeuer wie auch für den gemütlichen Abend zu zweit.. Kaufen!
Richie Blackmore's Wandel - was würden Deep Puple dazu sagen, 8. April 2004
Es ist kaum zu glauben was aus Richie Blackmore geworden ist, mittelalterlich angehauchter Minnegesang, harmonische, fast honigsüße Melodien, aus jedem Song hört man traditionellen englischen Folk heraus. Vor dem geistigen Augen tauchen die Festungen von York oder die dörfliche Kulisse einer unter Pest und Ratten leidenden Ortschaft in Mittelengland auf. Diese Kulisse bietet auch das etwas kitschig geratene Cover.
Die Band wäre mit diesen Songs ein Gewinn für jedes Mittelalter-Spektakulum und findet dort sicher ein Publikum, für Hardrock-Fans ist das überhaupt nichts und Glover und Co. würden sich im Grabe umdrehen wären sie schon tot. Trotzdem, wer Runrig oder Mike Oldfields Maggie Reilley á la "Moonlight Shadow" mag kann hier zugreifen, ähnlich sind übrigens alle anderen Blackmore's Night Alben gestrickt.
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