Kundenmeinungen
Nick Cave's Meisterwerk - muss man haben!!!!, 24. Oktober 2008
Als Nick Cave im Duett mit Kylie Minogue weltweit die Charts anführte, war der bis dahin wohlgehütete Underground-Starruhm plötzlich Vergangenheit. "Where the wild Roses grow" und das kurz danach veröffentlichte und "blutrünstige" Album "Murder Ballads" hievten den wortgewaltigen Sänger mit einem Schlag ins Scheinwerferlicht. Ein Umstand, der Nick Cave Kopfzerbrechen verursacht. Auch "The Boatman's Call" (1997) erweiterte den Fankreis ungemein. Vier Jahre mussten die Fans auf das neue Album "No More Shall We Part" warten, das den auch als Schriftsteller ("Und die Eselin sah den Engel) tätigen Musiker in absoluter Höchstform zeigt. Man muss sich aber unbedingt Zeit nehmen, denn das opulente Werk wächst bei jedem weiteren Hören immer mehr. Cave's einzigartige Textdichtung geht einem unter die Haut und seine Band The Bad Seeds veredeln die Kurzgeschichten über das Schattendasein des Lebens einfach perfekt. Wohl keiner bringt Melancholie, Irrsinn und gescheiterte Liebe so auf den Punkt wie Nick Cave. Die ersten vier Tracks "As I sat sadly by her Side", "And no more shall we Part", "Hallelujah" und "Love Letter" begeistern ähnlich wie der Vorgänger "The Boatman's Call" mit ruhigen Klängen. Für manche liegt nach diesen Songs die Vermutung nahe, dass Cave musikalisch in eine Sackgasse gedriftet ist, doch "Fifteen Feet of pure White Snow" lässt dieses Vorurteil schnell vergessen: Die charismatische Stimme gepaart mit bedrohlichen Textzeilen ("I waved to my neighbour, my neigbour waved to me, but my neighbour is my enemy") führt zwar kurz zur Annahme, dass Cave wie bei seinem - im wahrsten Sinn des Wortes - Mörderalbum "Murder Ballads" sich wieder in blutrünstige Gefilde begibt, doch der Ausnahmemusiker versteht es gekonnt anstatt deftiger Vokabeln mit Metaphern und Aphorismen seine Geschichten zu präzisieren. Nach dem wieder beruhigendem "God is in the House" kommt mit "Oh my Lord" wieder ein musikalisches Kleinod der Superlative, das man einfach gehört haben muss. Danach verbreiten Nick Cave And The Bad Seeds mit melancholischen Meisterleistungen wie "The sorrowful Wife" oder "Gates to the Garden" wieder angenehme Düsternis. (Melomane)
Kombiniert mit einer Flasche Whiskey --> akute Suizidgefahr!, 29. Februar 2008
Für mich das emotionalste Album überhaupt! Manchmal möchte ich die Scheibe hören, lass es dann doch sein, da ich meinem Gemüt nicht schon wieder diese emotionale Maloche zumuten möchte! Caves Stimme und die Bad Seeds, die bei dem Album scheinbar mit ihren Instrumenten verschmelzen, schaffen es eine unglaubliche Atmosphäre zu schaffen! Künstlerische Perfektion wird von Emotionen geprägt und nicht von Einzelnen, die ihr Handwerk perfekt beherschen. Dieses Album ist dafür der beste Beweis. Individuelle Persönlichkeiten, die mit ihrem Medium zu einem Kunstwerk verschmelzen.
..., 12. November 2007
Musik - zeitlos - klar und "einfach" - tief und bewegend... Danke, Nick Cave!
Ein ungewöhnlich gutes Album, 30. Juni 2007
Schon beim ersten Hören wird einem klar: Dies ist kein gewöhnliches Nick Cave - Album. Es drängt sich eher der Vergleich zu dem von Mr. Cave verehrten Leonard Cohen auf; ein Mann und sein Piano stehen im Vordergrund und die vorherrschende Tonart ist Moll. Dabei werden vorzugsweise die leisen Töne angeschlagen, wie schon bei "The Boatman}s Call", nur klingt "No more shall we part" viel interessanter. Aber eingängig ist die ganze Sache nicht. Ich brauchte schon einige Durchgänge, bis sich mir die ganze Bandbreite dieses Albuns auftat.Nick Cave}s Gesang ist, wie immer, technisch vielleicht nicht perfekt, aber sehr gefühlvoll und immer passend. Die Bad Seeds halten sich, bis auf einige Ausnahmen, angenehm zurück, nur die Violine steht oft mit dem Piano im Vordergrund und hilft diese unglaublich dichte Athmosphäre zu weben, der man sich bis zum letzten Ton nur schwer entziehen kann. Unterstützt wird die Band hier ausnahmsweise von zwei Backgrundsängerinnen, den McGarrigle-Schwestern, deren Stimmen erstaunlich gut ins Konzept passen.Auch textlich ist "No more..." ein hochkarätiges Album. Es sind, neben Liebesliedern und religionslastigen, auch autobiografische Texte vertreten, die teilweise tief blicken lassen; beispielsweise das auch musikalisch interessante, bedrohlich anschwellende "Oh my Lord", in dem Herr Cave klipp und klar singt, was er von seiner eigenen Berühmtheit hält. Der Sinn mancher anderer Texte des Albums ist nicht so offensichtlich. Warum aber das Titellied, welches seine letzte, eigentlich doch glückliche Hochzeit thematisiert, ausgerechnet so klingt, als würde es zu einer Beerdigung gespielt, wird wohl das Geheimnis des Künstlers bleiben. "No more shall we part" ist kein Album zum nebenbei laufen lassen, und auch als Stimmungsaufheller ist es nicht zu gebrauchen. Aber es klingt besser und reifer als alles, was ich bis heute von Nick Cave and the Bad Seeds gehört habe, und es gehört zweifelsfrei zu den besten Alben meiner bescheidenen Sammlung.
15 feet unter weissem Schnee, 14. Februar 2007
Über die Einzigartigkeit dieser Musik sind Worte viel zu banal !Was sie so besonders macht, ist dieses nicht Greifbare. Man wird einfach hineingezogen und kommt nicht wieder los. Unter "15 feet of pure white snow" liegt man einfach; keine Fragen mehr; das Piano, überirdisch, nimmt dich einfach mit in eine bessere Welt und hört im Inneren auf zu sein. Wer je geliebt hat wird es verstehen. Mehr geht nicht! Wirklich nicht! Danke Nick, Danke für alles!
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