Kundenmeinungen
Hollywood vom feinsten, 7. Oktober 2007
Woran erkennt man deutsche Offiziere in Hollywoodfilmen? Es erfolgt eine Explosion, alle rufen gleichzeitig wilde Befehle durcheinander, Soldaten, die links im Bild standen rennen nach rechts und Soldaten, die rechts im Bild standen, rennen nach links... ;-).African Queen war der Höhepunkt des stereotypen deutschen Offiziers und wahrscheinlich unbeabsichtigt hat sich Hollywood damit selber auf die Schippe genommen. Auch heute noch Kultverdächtig.Höhepunkt des Filmes ist natürlich das Gespann Bogart/Hepburn, und wer das Glück hat, Bogeys Akzent im Original zu verstehen, sollte den Film unbedingt in der englischen Tonspur ansehen!
Sehenswert - ruhiger Klassiker mit Tiefgang, 23. Februar 2007
Humphrey Bogart könnte wohl aus dem Telefonbuch vorlesen und es wäre immer noch spannend und faszinierend! Dieser Film ist mit wenig Aufwand gedreht, gut anzuschauen, spannende Geschichte, die sich ganz auf die aufkeimende Liebesbeziehung zwischen "Ihm und Ihr" konzentriert, sehr feinfühlig, mitreissend:Herrlich "harmlos", wenn verglichen mit modernen Filmwerken!Empfehlenswert - gute Unterhaltung
Kultfilm!, 24. November 2006
Ein herrliches Zusammentreffen des trinkfesten Flußbootkapitäns und der bibel- und glaubensfesten Missionarin! Katharine Hepburn und Humphrey Bogart spielen die unterschiedlichen Charaktere wunderbar aus. Sehenswert, wie sich das Ganze von mühsam unterdrückter Abneigung bis hin zum Happy-End wandelt. Ein Paradestück zweier ganz, ganz großer Schauspieler!
John Huston mal anders als gewohnt, 16. Februar 2006
Nach den ersten 8 Minuten des Films fragte ich mich, wie er wohl auf Schwarzafrikaner wirken würde. In der ersten Szene wird in der Missionskirche ein evangelischer Gottesdienst gefeiert. Man sieht den Missionar und seine Schwester auf einem Podest stehen und Choräle singen. Davor etliche Schwarze, die scheinbar auch singen. Tatsächlich hört man aber keinen Chorgesang sondern ein dröhnendes Geräusch, das ab und zu vom Gesang der beiden Weißen übertönt wird. Dann schwenkt die Kamera herum und gleitet über die Gesichter der Schwarzen. Lauter ausdruckslose, zombiehafte Gesichter, kaum als menschlich zu bezeichnen.
Dann tuckert Bogard mit seinem Boot heran, läßt sich eine Zigarre anstecken, steigt aus und bewegt sich in Richtung Kirche. Einige Meter vor der Kirche sitzt eine Gruppe Schwarzer auf dem Boden. Bogard grinst und läßt seine Zigarre auf den Boden fallen. Wie eine Horde wilder Tiere springen die Schwarzen auf und werfen sich auf die Kippe. Der aufkeimende Lärm veranlaßt etliche Schwarze in der Kirche, den Gottesdienst zu verlassen und sich draußen an der Balgerei zu beteiligen. Nun wissen die Missionare, daß sie Besuch bekommen haben. Vor 50 Jahren hätte diese Szene, die von Rassismus nur so trieft, wohl niemanden vom Hocker gerissen. Durch den gewöhnlichen täglichen Rassismus, der uns permanent in kleinen Dosierungen beigebracht wurde, war es nichts ungewöhnliches, wie uns von John Huston die Überlegenheit der weißen Rasse demonstriert wird. Heutzutage sollten wir solche Filme allerdings etwas kritischer bewerten. Ich muß sagen, daß mir nach dieser Einleitung der Film so vergällt war, daß ich auf ein Weitersehen keine Lust mehr verspürte. Nach einem Mitschnitt vom WDR-Fernsehen habe ich auf das Brennen einer DVD verzichtet und ihn von der Festplatte gelöscht. Mich würde interessieren, welchen Eindruck diese Szenen auf andere Cineasten gemacht haben.
Nur ganz kurz:, 21. Oktober 2005
Einer meiner Lieblingsfilme - eine wunderschöne Liebesgeschichte, mit der herrlichen Katherine Hepburn und einem ganz und gar ungewöhnlichen Humphrey Borgart - aber diese dvd bekommt trotzdem nur 3 Punkte von mir: die "nicht ausblendbaren" deutschen Untertitel der englischen Version finde ich unendlich nervig. Gibt es dafür eine wirklich einleuchtende technische Erklärung?
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