Kundenmeinungen
... und doch gelungen !, 8. Dezember 2005
Die weltklasse Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter und der gute alte Elvis C. - kann das auch nur annähernd gutgehen ? Guselig mißlungene Vorlagen für eine solche "fachübergreifende" Zusammenarbeit gibt es leider massenhaft. Vorweg - Frau von Otter wird nie eine begnadete Pop- oder Jazz-Sängerin werden - war für diese Produktion auch gar nicht nötig. Elvis Costello hat für sie wunderschöne Songs arrangiert und produziert, zu denen in dieser Form die Stimme von A.S. von Otter genau paßt, ohne daß der berüchtigte Oh-Jeh-Effekt (Diva singt Pop-Songs, die Gläser klirren und die Katzen fallen tot um) eintritt. Beide werden und haben sicher von beiden Seiten (Pop u. Klassik) der Musikkritiker und -fans "Prügel" bezogen - immer eine Frage der Erwartungshaltung: Wer ein Album mit wunderschön gesungenen und begleiteten Songs hören möchte, ist hier allerbestens bedient, wer darüber grübeln und philosophieren möchte wie man denn als klassische Sängerin nur solch einen seichten Käse singen kann oder wie kann man so edle Juwelen der Pop-Kunst nur durch eine solche Stimme verhunzen kann, der sollte die Finger davon lassen. Ich jedenfalls höre die CD mit wachsendem Vergnügen und finde sie rundum gelungen - mein größter Respekt Frau v. Otter und Herr Costello für diese Produktion !
Selten so eine langweilige und altmodische Platte, 3. Juli 2005
gehört wie diese. Eine ausgebildete Stimme allein reicht halt nicht aus, um (gute) Popmusik zu machen. Elvis Costello reicht auch nicht aus. Die Songs sind verhunzt (Beatles, Tom Waits) und von solch mangelnder Inspiration, dass es fast ärgerlich ist, dass so etwas überhaupt angeboten wird. Wirklich sehr schwach!!!! Maximal 1 Stern!
Ein ruhiger erwachsener Genuss, 23. Juli 2004
Schwierig, über diese CD etwas zu sagen, denn "For the stars" wiedersetzt sich gängigen Kategorien. U-Musik, E-Musik? Etwas von beidem. In den USA wird man dieses Werk wohl im Regal "Adult contemporary music" finden, ich würde es vielleicht "Kammerpop" nennen. Nach dem Triumph "Painted from memories" mit Burt Bacharach scheint die Paarung mit dem weltberühmten Alt Anne-Sophie von Otter noch abwegiger zu sein.Die Songs sind zum Teil Neuinterpretationen von "Painted from memories", dazu kommen Cover-Versionen und neues Material. Die Musik ist von grosser Intimität und liegt äußerst dezent und minimalistisch hinter dem Gesang. Ein wenig Cello, eine Klavierlinie, ein wenig E-Piano, mehr nicht.Der Gesang dazu ist seltsam befremdlich. Man merkt Frau von Otter an, dass sie auf Biegen und brechen nicht nach Oper klingen will. So ist ihre Stimme sehr warm und vertraut, aber trotzdem seltsam steril und zurückgenommen. Jedes Tremolo wird vermieden, jeder Anflug von Volumen sofort wieder eingefangen. Anders als "Painted from memory" mit seiner mitreissenden Emotionalität bleibt man hier als Zuhörer unbeteiligt.Die gesamte Produktion wirkt, als hätten die Musiker Angst, bei jedem lauteren Ton würden die Nachbarn mit dem Besen an die Decke klopfen. Kein lauter Ton, keine sich entwickelnde Dynamik, alle Lieder im Tempo ähnlich. Nur wenn Elvis Costello wie ein Blecheimer dazwischensingt entstehen spannende Brüche im getupften Wohlklang."Baby plays around" wird hier zu einem wunderbar intimen Nachhall auf das Original, der Beatles song "For no one" mit seinen dezent elektronischen Sounds ist von vibrierender Schlichtheit, aber einige andere Songs sind schlicht langweilig und verkopft. So bleibt diese CD ein gemischtes Vergnügen - ein Experiment, dass nur in Teilen funktioniert.
Eine Frau mit Stimme und Tiefe, 10. Februar 2004
Wunderbar - mehr kann man dazu nicht sagen, gerade die Mischung macht es auch, die wunderbaren Texte mit dieser klaren, melanolischen, perfekten Stimme.
Vollkommener Hörgenuss, 1. Juli 2003
Elvis Costello hat schon seit längerem die Niederungen des Rock/Pop verlassen und versucht sich immer wieder erfolgreich und stilvoll am Crossover von Jazz und Pop. Für sein neuestes Werk konnte er die Sängerin von Otter gewinnen, die ebenso wie Costello eine Grenzgängerin zwischen den Genres ist und sich bislang nicht auf ihr Opernfach festlegen ließ. Mit den vorliegenden 18 Songs, die sowohl Klassiker der Beach Boys und der Beatles sowie Costellos eigene neue Stücke umfasst, ist den beiden eine großartiges Werk zwischen E- und U-Musik gelungen. Mit von Otters Stimme bekommen Costellos Produktion und Songs endlich die sensible stimmliche Umsetzung, die seiner Musik schon immer inne wohnte. Ihre klare, beherrschte Stimme schafft eine fast schon intim zu nennende Atmosphäre. Da das Album nur aus Balladen besteht, kann man es ohne weiteres an einem Stück durchhören, ohne durch aufdringliche Tempi oder überambitionierte Produktionen gestört zu werden. Einfach und zwanglos vorgetragen, benötigt man zu Titeln wie "Put Your Head On My Shoulder" oder "This House Is Empty Now" zum vollkommenen Hörgenuss nur noch Ruhe, eine einsame Bar oder ein offenes Kaminfeuer.
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