Kundenmeinungen
Hohe Kunst???, 11. August 2007
Eine dunkelbunte Mischung aus Drogen, Sex und möchtegern-künstlerischer Fotografie. Bedrückende Stimmung, kein richtiger Spannungsbogen, die angedeuteten Sex-Szenen machen auch nicht grad Lust auf mehr. Keine hohe Kunst - oder zu hoch für Normalsterbliche, an mir ist die künstlerische Aussage komplett vorbeigegangen.
Wie Schiffe in der Nacht., 3. August 2007
Bei der Journalistin Syd tropft es im Badezimmer von der Decke. Als sie mit ihrer Nachbarin über ihr das feuchte Problem zu lösen versucht, stellt sie mit geübtem Auge fest, das hier eine professionelle Fotografin wohnt. Genau so etwas sucht ihr Magazin ständig. Syd spricht mit ihrer Nachbarin Lucy über ihre Arbeit und erfährt das diese sich vor zehn Jahren aus dem erfolgreichen Berufsleben zurückzog. Seitdem lebt sie mit ihrer verrückten Freundin in verschiedenen Städten. Nach Rücksprache mit der Redaktion und einigen Gesprächen mit Lucy hat Syd Erfolg. Sie darf eine Artikel mit Lucy entwickeln. Voraussetzung Lucy soll dazu aktuelle Bilder liefern.
Inzwischen sind sich Syd und Lucy nähergekommen. Die Beziehungen zu ihren bisherigen Partnern leiden darunter. Lucy macht eindeutige Bilder von Syd und als der Abgabetermin näher rückt, sind das die einzigen aktuellen Bilder die Lucy anzubieten hat. Syd steht vor der Wahl sich selbst zu Markte zu tragen oder auf den Artikel zu verzichten.
Die Liebesgeschichte zweier Frauen mit ähnlichen Interessen und Neigungen wird authentisch erzählt. Zahlreiche Dialoge untereinander, mit ihren Partnern und auch mit Lucys Mutter zeigen Gedankengänge und Hintergründe. Ein interessanter Film jenseits der bekannten Klischees.
Wunderschöner Film, 20. April 2007
Ein Must-see, nicht nur für lesbisches Publikum. Der Film spricht Probleme an, die jede(n) treffen können. Liebe, Zweifel, Verlust...
Großartige Schauspielerinnen und wunderbare Bilder. Beides Gründe, diesen Film nicht nur einmal anzusehen!
Ein Film, den man nie vergessen wird und über dessen Ende man sich nicht einig wird, 23. August 2006
Ich hab den Film auf dem Hamburger Filmfest direkt nach dem Erscheinen (1998?) geschaut, anschließend allein auf dem Klo Rotz und Wasser geheult und mit einem doppelten Wodka gespült. Lust zu reden hatte ich nicht, und schon gar nicht mit Plapperern. Und schon gar nicht wollte ich mit irgendjemanden über diesen Film, der mir ganz allein gehören sollte, reden...
Einmal sah ich Ausschnitte dieses Films im Fernsehen, viele Jahre später, und trotzdem hätte ich jede einzelne Folge-Szene beschreiben können. Ich brauchte ihn gar nicht noch einmal zu schauen, ich kannte ihn, Szene für Szene (und freute mich nach so langen Jahren auf Greta im Original: die göttlichste Stimme überhaupt).
Der Film bleibt einfach ganz nah. Ganz und gar wunderbar.
feinfühliges drama..., 28. März 2006
ally sheedy, bekannt auch aus 'the breakfast club und radha mitchell, bekannt aus 'neighbours' oder 'melinda and melinda' in einem wundervollen film von lisa cholodenko.
die ehrgeizige sid ist redakteurin eines prominenten foto-magazins. durch zufall lernt sie ihre nachbarin von oben kennen und betritt eine neue welt: lucy, eine ehemals erfolgreiche, drogensüchtige fotografin, ist das herz einer szene-wg. sie lebt mit ihrer geliebten greta und arnie zusammen. sid fühlt sich von lucy angezogen, taucht in ihre welt ein und versucht lucy zu überzeugen, für ihr magazin zu fotografieren. die chemie zwischen den beiden dasrtellerinnen stimmt einfach, was nicht oft vorkommt in solchen filmen, so spürt man schon die anziehung zwischen beiden ab der ersten szene. das ist neben den hervorragenden schauspielern wohl auch die hauptstärke dieses filmes, dessen hauptinhalt die gegenseitige faszination von lucy und syd ist. auch wenn drogen eine große rolle spielen ist high art sicher kein drogenfilm im üblichen sinne, sondern zeigt mehr die bestandsaufnahme einer künstlerclique und deren versuch aus dem langweiligen alltagsleben zu entfliehen. es ist ein vielfach ausgezeichnetes drama (u.a. sundance filmfestival) um eine frau, die sich von der welt einer drogensüchtigen lesbe angezogen fühlt. aufgrund seines tragischen endes ist er sicher kein gute laune film, aber dafür einer, der den zuschauer auch noch nach dem ende des films weiterbeschäftigt. Und dazu, dass der film auch in omu ist, kommt der film noch realistischer und überzeugender rüber. fazit: ein genialer film mit schauspierlern, die in ihrer rolle einfach überzeugen. ich hab nie zuvor in einem film so ein anrührendes coming-out gesehen.
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