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Universal/Music/DVD: Verdi - Il Trovatore (NTSC)

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Verdi - Il Trovatore (NTSC)

mit Metropolitan Opera Orchestra Metropolitan Opera Chorus Sherrill Milnes

Universal/Music/DVD

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08/Okt/2008 - 06:43


Beschreibung

Als der Conte di Luna, ein aragonischer Edelmann, den Troubadour Manrico hinrichten lässt, ahnt er nicht, dass er den eigenen, tot geglaubten Bruder verurteilt hat. Dieser war als Kind von einer Zigeunerin entführt worden und angeblich bei einem Brand umgekommen. Als der Verschollene, inzwischen erwachsen, zurückkehrt, erkennen sich die Brüder nicht und beginnen einen Streit, weil sich dummerweise beide in Leonora, eine Hofdame und Gräfin von Sargasto, verliebt haben. Die Streithähne duellieren sich, Manrico gewinnt, schenkt dem Widersacher jedoch das Leben. Damit ist die Fehde freilich noch nicht zu Ende. Der Graf nimmt auf furchtbare Weise Rache: Er verhaftet den Troubadour und will ihn dem Henker überantworten. Leonora bietet daraufhin im Austausch gegen den Gefangenen ihr eigenes Leben an -- und begeht im Kerker Selbstmord mit Gift. Als der Conte das sieht, veranlasst er im Zorn die sofortige Exekution Manricos und erfährt erst kurz danach, dass er den leiblichen Bruder auf dem Gewissen hat. Vorhang. Ende.

Was sich schon in der gerafften Kurzfassung reichlich verwirrend liest, ist in der abendfüllenden Vollversion gänzlich unverständlich. Der Story nach dem spanischen Drama Il Trovadore von Antonio Garcia Gutierrez, die Verdi 1853 zu einer Oper in vier Akten (bzw. acht Bildern) vertonte, ist nur mit viel Mühe und Konzentration zu folgen. Allzu verknäuelt sind die Irrungen und Wirrungen, die Intrigen und Ränkespiele, Verwicklungen und Sprünge der Handlung. All das stört allerdings nicht weiter, sobald man Giuseppe Verdis herrliche Musik vernimmt. Der italienische Komponist hat für das krude und schwer fassliche Libretto von Salvatore Cammarano (Akt eins bis drei) bzw. Leone Emanuelle Bardere (vierter Akt) eine spannungsgeladene Partitur voll von überraschenden Wendungen geschrieben.

In der Aufführung der Metropolitan Opera entfaltete Il Trovadore im Oktober 1988 seine ganze klangliche Pracht. Ein Starensemble machte aus dem Bühnenwerk, das im nordspanischen Biscaya und Aragonien zu Beginn des 15. Jahrhunderts angesiedelt ist, ein unvergessliches Topereignis. Eva Marton, Luciano Pavarotti, Dolora Zajick und Sherrill Milnes ließen kunstvoll ihre Stimmbänder erzittern, das Orchester der New Yorker Met interpretierte mit James Levine an der Spitze Verdis Musik farbenprächtig und mitreißend. Da waren die dramaturgischen Schwächen des Librettos schnell vergessen. --Harald Kepler





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  sehr gut, 9. August 2006

Verdis Il trovatore" in der Inszenierung von Fabrizio Melano aus dem Jahre 1988. Die fast zum Standard gewordene Inszenierung besticht durch teils effektvolle Bilder und Requisiten wie es an der Met allgemein üblich ist. Melano tat sein Bestes, aber der Inhalt der Oper ist schlichtweg zu undurchschaubar. Da passieren Affektänderungen von einem Moment auf den anderen, die Reizwechseldramaturgie mag durch die Librettisten Cammarano und Bardare durchaus gewollt sein, wiewohl sie die Zuschauer an manchen Stellen - namentlich vor allem am Schluss, wenn Azucena enthüllt, er habe gerade seinen Bruder hinrichten lassen - verwirrt sitzen lassen.James Levine führt die New York Philharmonics gewohnt sicher und verleiht ihnen an den richtigen Stellen die nötige Strahlkraft. In prächtiger Form erweist sich Luciano Pavarotti in der Hauptrolle. In den Nummern mit Dolora Zajick (Azucena) und Eva Marton (Leonora) vermag er es, in seiner Rolle voll aufzugehen und mitzureißen. Eva Marton hält die ihrer Rolle gestellten Koloraturen mit Routine, so dass sie den anspruchsvollen Part an des Troubadours Seite mehr als gewachsen ist. Dolora Zajick gibt eine perfide, undurchschaubare Azucena, und verleiht so ihrem Charakter auch im gesanglichen Duktus die erforderte Charakteristik. Zu erwähnen sei noch Sherrill Millnes, der einen manchmal viel zu wenig herrischen Conte abgibt, in seiner stimmlichen Ausprägung dessen ungeachtet den übrigen Sängern in nichts hinterher steht.Rechter Applaus für die Sänger und Orchester.(Manuel Auer)


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ausgezeichnete Aufnahme, sehr empfehlenswert!!!, 11. November 2005

Bei der vorliegenden Liveaufnahme aus der MET von 1988 handelt es sich um eine der besten Trovatoreaufnahmen überhaupt. Schon Verdi hatte treffend zu den Besetzungsanforderungen an seine Oper gesagt, dass dies eine der einfachsten Aufgaben sei: Man nehme einfach den besten Tenor, den besten Bariton, den besten Sopran und den besten Mezzosopran seiner Zeit...

Mit Luciano Pavarotti, Eva Marton, Dolora Zajick und Sherill Milnes treten hier vier ausgezeichnete Interpreten ihrer Zeit an. Pavarotti hier nicht nur stimmlich gut in Form, sondern auch körperlich sehr agil gibt einen ausgezeichneten Manrico. Die Leonore von Eva Marton ist erstaunlich feinfühlig und diffenrenziert. Dolora Zajick als Azucena ist unglaublich. Sherill Milnes gibt einen ausgesprochen noblen Grafen.

Alles in einem eine klare Empfehlung: 5 Sterne!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Mühsam, 17. März 2001

kommt diese Produktion daher. Irgendwie hat Pavarotti das Feuer für Manrico verloren. Alle anderen Sänger mogeln sich auch nur durch ihre Partien, und die riesige, dunkle Bühne der MET läßt die Düsternis noch dräuender scheinen. Die Produktion wurde wahrscheinlich im NTSC-Format aufgenommen und dann schlecht umgewandelt, aber der große Wurf ist dieser Troubadour auch musikalisch nicht. Besser ist die Laserdisc aus der Arena von Verona mit Herrn Bonisolli, der singt, als ginge es um sein Leben. So wünscht man sich das.




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