Kundenmeinungen
"Wir sind gekommen, um zu bleiben!" , 11. Juli 2007
Die Geschichte ist so einfach, wie die Ausführung genial ist!
Zur Handlung:
Eine ganz gewöhnliche Verlegungsfahrt aus einer psychiatrischen Einrichtung erfährt durch den "Herzkasper" des Busfahrers eine "leichte" Änderung.... Die von dieser Änderung betroffenen "Drei Herren" aus der Psychiatrie stranden in einem verschlafenen Nest - irgendwo in Österreich - dort angekommen brennen sie ein Feuerwerk der unfreiwilligen Situationskomik ab und mischen das Dorfleben auf.
Herrlicher Film - bin per Zufall im TV über diese Komödie gestolpert und kann sie wirklich nur weiterempfehlen - nicht zuletzt weil dieser Film beweist, dass echte Unterhaltung in ihrer Entwicklung keine riesigen Summen verschlingen muss.
Dieser Film ist übrigens der einzige "Stummfilm" des Ottfried Fischer !
Dass der deutsche Schauspieler Ottfried Fischer mit einer ausdrucksstarken Mimik und einem schlagfertigen Mundwerk gesegnet ist, wissen sicherlich nicht nur die eingefleischten Fans seiner Kabarettprogramme oder die Zuschauer der erfolgreichen TV-Serien "Der Bulle von Tölz", "Pfarrer Braun" usw. - hier, in diesem schrägen Streifen füllt Ottfried Fischer seine Rolle völlig ohne Text aus und stellt sein schauspielerisches Talent unter Beweis.
Herrlich absurd - herrlich genial, 3. September 2005
Schade, dass dieser Film so wenig bekannt ist. Die Story ist so absurd wie genial: 3 Patienten einer psychiatrischen Klinik kommen bei einem Ausflug aufs Land nach einem (ebenfalls ziemlich absurden) Unfall auf freien Fuß und schließen sich einfach so und ganz normal einer Dorfgemeinschaft an. Da dort auch sehr viele merkwürdige Typen leben, fallen die 3 Herren dort gar nicht auf. Als im Dorf bekannt wird, dass aus der Anstalt "3 Verrückte" ausgebüxt sind, macht sich das ganze Dorf auf die suche nach diesen vermeintlich Irren. Allerdings sind bei dieser groß angelegten verrückten Suche nach den Verrückten die 3 ganz vorne mit dabei. Schauspielerisch genial: Ottfried Fischer. Man kennt ihn eigentlich nur, wie er mit ziemlich versteinertem Gesichtsausdruck seine Texte herunterleiert. Aber bei diesem Film spricht er nur ein einziges Wort am Ende des Filmes. Ansonsten besticht er allein durch großartige stumme Mimik! Meine Empfehlung: Unbedingt ansehen!
Wer ist schon normal?, 22. Juni 2003
Gegenfrage: Wer ist eigentlich unnormal und wer unterscheidet zwischen normal und unnormal? Die drei Herren, "Patienten" einer psychiatrischen Klinik, fallen jedenfalls nicht großartig auf, als sie eher zufällig bei einem Ausflug abhanden kommen und sich spielend leicht in eine Dorfgemeinschaft irgendwo in der Provinz integrieren. Die drei Herren, hinreißend gespielt u.a. von Otfried Fischer, lassen souverän jeden Unterschied zwischen "drinnen und draußen" vergessen. Die Moral von der G'schicht:Das Absonderliche wird täglich Realität. Ein besonderes Lob für die Filmmusik von Hans-Jürgen Buchner, besser bekannt als "Haindling". Mit Bayern verwachsen, macht er seit über zwanzig Jahren die Klänge Bayerns und der Welt auf unvergleichliche Weise hörbar. Haindlings Klangwelt ist vielleicht noch nie so toll auch "sichtbar" gewesen wie in "Die drei Herren". Wunderbar!
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