Kundenmeinungen
Malcolm X, 2. April 2008
ein sehr ernst zu nehmender Film mit erschreckenden und doch wahren Bildern. Malcolm setzt sich für das schwarze Volk unter uns Menschen ein und wird von den eigenen Leuten ermordet. Ein sehr anspruchsvoller Film mit einem sehr gutem Schauspieler als Malcolm X (Denzel Washington). Dieser Film ist auch was für die Allgemeinbildung. Man sollte ihn sich wenigstens einmal ansehen. Ich finde den Film sehr interessant und spannend und natürlich am Ende sehr traurig.
Sinnlose erste Stunde, 7. März 2008
Frustierend die 1. Stunde zog sich: ultralange Tanzszenen (ich dachte, ich wäre bei einer Dancing-Show auf irgendeinem Privatsender), primitive Dialoge (es ging um Frauen und Sex), usw. Nach etwa 70 Minuten, als Malcolm X im Gefängis seine Bekehrung widerfährt, kriegt der Film Farbe.Alles in allem: hatte mir mehr, viel viel mehr, erwartet.
Ein großes, anspruchsvolles und überaus wichtiges Biopic des bedeutendsten afroamerikanischen Filmemachers , 19. Dezember 2007
Nach langer Vorfreude habe ich nun endlich diesen großen, überaus wichtigen Film sehen können und ich bin schlicht sprachlos. Spike Lee gelingt eine unglaublich kraftvolles, auch ungewöhnliches Biopic über eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte. Er versucht dieser Person in allen Facetten gerecht zu werden, indem er wirklich versucht sein ganzes Leben und Wirken dem Zuschauer begreifbar zu machen. Der Film steigert sich kontinuierlich, man wohnt der Entwicklung dieses Charakters bei, der Wandel wird regelrecht spürbar und somit erstaunlich begreifbar. Hier muss man Lee Tribut zollen, denn vielen Regisseuren gelang es nicht, bedeutende Charaktere wahrhaftig deratig begreifbar zu machen. Einen großen Anteil daran hat selbstverständlich auch der geniale Denzel Washington, der mit seinem Charisma und seiner Überzeugungskraft die Vision seines Regisseurs meisterhaft unterstützt. Man merkt dem Film das Herzblut an, das Spike Lee geopfert hat. Das Attentat auf Malcolm X raubt dem Zuschauer die Worte, man ist wirklich zutiefst und aufrichtig erschüttert, nachdem man 3 Stunden diese Person begleitet hat. Spike Lee ist mit diesem leidenschaftlichen Werk ein wahrlich großer, wichtiger Wurf gelungen, der lange Zeit nachwirkt.
ganz nah an der Autobiographie , 18. November 2007
3 1/2 Stunden Filmlänge, und ich habe mich keine Minute gelangweilt. Exzellente Besetzung, tolle Filmmusik, spannende Umsetzung. Der Film hat alle Qualitäten, die man sich von einem guten Spielfilm erhofft, bleibt aber außerdem ganz nah an der Autobiographie von Malcolm X. Vieles, was mich bei dieser Lektüre beeindruckt und gefesselt hat, kommt im Film genauso rüber. Spike Lee verneigt sich gewissermaßen vor X's Integrität, seiner Unerbittlichkeit, seinem Mut, seiner Wortgewalt, seiner geistigen Schärfe wie vor seiner Spiritualität. Auch sein Sinneswandel nach der Pilgerfahrt nach Mekka wurde sehr gut dargestellt. Mich hat beeindruckt, wie ehrlich X mit sich und seinen Anhängern war, wie er unumwunden zugab, dass seine früheren Ideen zu sektiererisch gewesen sein könnten, und das niemals, um sein Ego zu streicheln oder sein Image zu reparieren, sondern immer mit den Gedanken daran, die SACHE voranzutreiben. Allein der erste Teil erscheint mir im Film etwas zu heiter. Im Buch ist die Beschreibung von Vergnügungssucht, Kriminalität und Drogensumpf ungleich härter, die Flucht vor abgrundtiefer Verzweiflung, offenen Verletzungen und Demütigungen, dem nicht verwundenen (weil nicht vergoltenen) Verlust der Eltern und die Perspektivlosigkeit noch viel trostloser und dichter. Geärgert hat mich der Auftritt Nelson Mandelas am Ende des Films. Ohne seine oder die Leistungen Martin Luther King's schmälern zu wollen, aber so zu tun, als hätte man ähnliche Ziele gehabt... Zu Lebzeiten haben sich andere Schwarzenführer von Malcolm X distanziert, weil er ihnen zu radikal (militant, unversöhnlich, rassistisch...) war, heute wollen dieselben Leute diese Radikalität für sich beanspruchen. Das finde ich unehrlich und anrüchig. Man mag es gutheißen oder nicht, aber ich denke, nur Malcolm X war zu seiner Zeit bereit, für seine Sache so weit zu gehen. Hat er nicht gesagt: "Wer nicht bereit ist, dafür zu sterben, sollte das Wort "Freiheit" aus seinem Vokabular streichen."?
ein wenig enttäuschend..., 28. Oktober 2007
...fand ich diesen film über malcolm x.gerade die zeit vor seiner konvertierung ist sehr lapidar dargestellt.zwar handelt der film vom ganzen leben des malcolm x, aber einiges aus der "vor nation of islam zeit" hätte man weglassen können.egal, der film ist trotzdem sehr aufwühlend und stimmt nachdenklich.eine aussage des film z.b. ist: warum prangert man die apartheid in südafrika an, aber nicht den rassismus in den vereinigten staaten??eine gute frage, zu jener zeit, wie ich finde.es wird aber auch gezeigt, das der weg den die black muslims letztendlich einschlugen der falsche war, und gewaltloser wiederstand immer noch am wirkungsvollsten ist.auch wenn das erst durch den tod von malcolm x deutlich wird, der durch seine einstigen mitstreiter der n.o.i. herbeigeführt wurde.alles in allem hat dieser film das prädikat besonders wertvoll verdient, beschreibt er doch einen der grössten männer seiner zeit.
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