Kundenmeinungen
The Fragile deconstructed, 13. August 2008
Was zerbrechlich ist, zerfällt leicht in tausend Stücke und mancher mag versuchen den Scherben die alte Form aufzuzwingen. Diese Wiederaufarbeitung von The Fragile" wirkt fast noch verstörender als "Fixed" oder "Further down the spiral". Der einstmals auf zwei CDs verteilte Entwurf eines genialischen Soundtüftlers wurde nun durch die Schrottpresse gejagt und bis auf seinen Kern entblättert.In "The great collapse" sägen Disharmonien fortwährend am Verstand. "Slipping away" hingegen ist ein aus dem Nichts zurückgekehrtes "Into the void". Als Souvenir brachte es dabei scheppernden Funk und depressive Celli mit. Diese übernehmen auf der Bearbeitung von "The frail" gleich die Hauptrolle. Voller Sehnsucht streicht die Melodie an scharfkantigen Rändern entlang. An "Starfuckers, Inc.", auf "The fragile" nur Fußnote, wird gleich drei Mal Hand angelegt. Überall piept und flirrt es, bis man jegliches Gefühl unter den Füßen verliert. Treibende Beats und verstörende Effekte ringen miteinander in einer von Stroboskopen ausgeleuchteten Zelle. Charlie Clouser führt Reznors beißenden Spott aus dem Fegefeuer in gänzlich andere Gefilde. Dumpfe Wirklichkeiten und wild zuckende Paranoia, stotternde Befehle werden gebellt und wirre Klänge die in einer Krachorgie übereinander herfallen.Die Zerbrechlichkeit, die das Original zeigte, taucht in der Fälschung nur gelegentlich auf. In "Where is everybody?" finden die gequälte Stimmen Zuflucht in weichen Klangwolken, die auf den Namen Melancholie hören. Metallisches Donnern kündigt sich an. "Metal", ein Klassiker von Gary Numan kommt als Glamrock-Gewitter. Die Blitze zucken und spucken verstörende Gitarren aus. "10 miles high" plätschert anfangs dahin, bis sich Reznors "I wanna get so high" zu einem Mantra versteigt. Das Echo durchdringt den Himmel und hinterläßt eine verstörte Atmosphäre
Sehr empfehlenswert, 30. März 2008
Zum Meilensteinalbum "The Fragile" könnte ich stundenlang beim Kaffeetrinken plaudern, aber hier mach ich es doch kurz. Remixalben sind keine einfachen Angelegenheiten. Es ist schwer genügend Saft aus dem Original zu pressen, um das übrige Material für eine Neuinterprätation zu verwenden. Zum Glück ist das in dem Falle größtenteils gelungen. Dafür stehen schon mal die ersten 2 Lieder der Scheibe, für mich die sog. "Opener", bei denen Trent am Mischpult saß. Der Sound knüpft nahtlos an "The Fragile" an und es werden diese spezifischen NIN-Spannungsbögen aufgebaut, die sooft in krassen Geräuschlandschaften enden. Es ist halt die typische NIN Atmospäre, die uns allen Gänsehaut verpasst. Ebenfalls sehr gelungen ist der Benelli Mix von "The Frail". Das Stück wird in einer Streicherbesetzung neu ins Leben gerufen und erfreut sich einer experimentellen Geräuschcollage. Genauso experimentell wirkt die Remix Version von "Where is Everybody", die auf der IDM Schiene mit Vollgas durchtuckert.Jetzt zum Grund, warum ich dem Album nur 4 Sterne gebe: Keine Starfuckers Version ist wirklich gelungen, außer der von Charlie Clouser, die sich am wenigsten an das Original hält. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb kommt das Stück frisch und innovativ daher."Things Falling Apart" ist den Kauf wert. Schon wegen dem Song "10 Miles High", dessen Existenz bereits auf the Fragile vorausgedeutet wurde (Schlusssequenz von "The Mark Has Been Made")und sich als bombastischer Knaller entpuppt.
es gibt bessere Remix Alben von NIN, 24. August 2007
Das muß man mal so sagen , denn schon das Vorgänger Stduio Album "The Fragile" war ein kleiner Fehltritt der Band und nun versuchte sie diesen etwas mit diesem Remix Album auszumerzen.Nun , für NIN Gelegenheitshörer ist dieses remix Album eh nicht zu emphelen sondern letztendlich nur für die richtigen Fans - so wie alle bisherigen Remix Alben dieser genialen Band - aber dieses remix Album reizt nicht alles aus!Es gibt mit dem Opener "Slippin Away" einen tollen Remix zu "Into the Void" , tanzbar und typisch NIN und sogar einen neuen Song (zumindestens war er 2000 noch neu) und zwar die wirklich gelungene Coverversion des Gary Numan Klassikers "Metal" , aber das wars schon!Der rest dümpelt leider ohrenbetäubend und ziemlich inspirationslos daher und das war ich bis dato von NIN nicht geohnt.Aber nach dem etwas enttäuschenden "The Fragile" Album und dieser ebenfalls enttäuschenden Remix Odissey haben sie sich ja mit ihren beiden Alben "With Teeth" und den aktuellen "Year Zero" uneingeschränkt genial zurückgemeldet!
Nur der eine "Starfucker" stört !, 1. November 2001
Dieses Remix-Album ist jedem NIN-Fan wärmstens zu empfehlen. Die Highlights sind der Opener "Slipping Away"(typischer 1a-Reznor'scher Spannungsaufbau!), "The Frail"(emotionaler als die piano-album-version; lasst euch nicht von den spielereien am Ende stören, dass gehört zum inhalt des stücks, denn Frail=Puppe!), der Ogilvie-"Starfucker"-Remix(coole tanzschuppen-nummer!) und das mehr als gelungene Numan-Cover "Metal"(wieder Spannungsbogen+Gänsehaut-Vocals a la Reznor!). 5 Sterne hätte es gegeben, wäre da nur nicht dieser Sherwood-"Starfucker"-Remix, der doch ziemlich peinlich daherkommt(das soll wohl angsteinflößend sein, diese billigen "Starfucker"-Rufe im Hintergrund ?!)
Fazit:"Things Falling Apart" ist nur dann hörenswert, wenn man das geniale Meisterwerk "The Fragile kennt. Anders ausgedrückt: "The Fragile" war der Kuchen und "Things..." ist das Sahnehäubchen. Lasst's euch schmecken !
Wahrscheinlich nur für "wirkliche" Nine Inch Nail Fans...., 23. November 2000
Eigentlich habe ich von der Platte ein bisschen mehr Abwechslung erwartet,wurde jedoch mit ziemlich monotonen Reznor typischen Elektosounds immer gelangweilter. Sicherlich der typische NIN Sound, auf den man sich bei dieser Platte gefasst machen muß (also geht schon ziemlich ab !!), aber etwas kreativer haetten sie sein können.
Trotzdem "Als NIN-Fan sehr zu empfehlen", aber wenn man nicht weiß, worauf man sich einläßt, sicherlich etwas enttäuschend.....
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