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Opeth: My Arms Your Hearse

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My Arms Your Hearse

Opeth

Plastic Hd (Soulfood Music)

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08/Jän/2009 - 20:38

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Erstes Konzeptalbum von Opeth - und was für eins!, 30. Januar 2007

Auch wenn "Orchid" und "Morningrise" - vor allem, wenn man sich überlegt, dass sie die beiden ersten Alben der Band waren - sehr gute Scheiben sind und mit ihrer Naturverbundenheit und der verspielten folkigen Attitüde durchaus ihren Reiz haben, hat man doch irgendwie erst bei "My Arms Your Hearse" den "richtigen" Opeth-Sound. Mikael Akerfeldts Growling hat sich stark verbessert und er geht seltener in Black-Metal-mäßige Kreischregionen.Allerdings klingt die gesamte Produktion plötzlich viel fetter und die Gitarren knallen wesentlich mehr im Vordergrund. Dieser Schritt liegt sicherlich auch darin begründet, dass wir ein vollkommen anderes Album vorliegen haben, als es die Vorgänger waren. Wesentlich härter und düsterer, weniger Akustikpassagen und außerdem zum ersten Mal einem Konzept folgend: Ein verstorbener Mann, der als Geist ein untotes Dasein fristet, will seine (noch lebende) Frau in seine Welt holen und fühlt sich betrogen, als er erkennt, dass sie inzwischen einen anderen Mann kennengelernt hat. Dass die Geschichte - wie auch beim Nachfolger "Still Life" - kein gutes Ende nimmt, dürfte bei Opeth wohl niemanden ernsthaft überraschen...Obwohl das Konzept allein schon wegen der fließenden Übergänge der Songs und teils vorhandener motivischer Arbeit eindeutiger erkennbar ist als bei "Still Life", kann man sicherlich schon ein paar Highlights einzeln herausstellen: "April Ethereal" zum Beispiel, wo man, falls man zuvor nur "Orchid" und "Morningrise" kannte, gleich eine Kostprobe des neuen Opeth-Sounds bekommt. Einfach Wahnsinn, wie dieses Riffgewitter über einem einschlägt, nachdem Regen und ein paar sanfte Pianoklänge das dritte Studiowerk der Schweden passend eingeleitet haben.Den absoluten Hammer allerdings stellt für mich das darauffolgende "When" dar - vom Songwriting einfach grandios, die Riffs, die Melodien und der harmonische Clean-Gesang in der Mitte suchen ihresgleichen.Sehr headbang-kompatibel ist auf jeden Fall auch das brachiale "Demon Of The Fall", das man des öfteren (genau wie "When") auf Konzerten zu Ohren bekommt und das saugeile End-Riffing von "Karma". Sehr schön auch das ruhige "Credence", das es erlaubt, zwischendurch auch mal etwas durchzupusten.Dennoch sollte man gerade bei diesem Album natürlich alle Tracks hintereinander hören - Langeweile kommt ohnehin zu keiner Sekunde auf.Als Bonus gibt es dann mit "Circle Of The Tyrant" und "Remember Tomorrow" noch ein Celtic-Frost- bzw. Iron-Maiden-Cover. Auf jeden Fall ein ganz netter Zusatz.Das einzige, was man als Kritik anmerken könnte, ist vielleicht, die Lyrics alle quer über zwei Seiten zu schreiben - man verrutscht doch leicht in den Zeilen.Aber was soll's - geschenkt!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Unübertroffen genial!, 19. Dezember 2002

Mit gut fünfzig Minuten Spielzeit (Die Bonustracks des Re-Release nicht mit eingerechnet) ist My Arms, Your Hearse das bisher kürzeste Opeth-Album - was nichts daran ändert, dass es eines der größten Meisterwerke ist, die je meine Ohren umschmeichelt haben. Trotzdem haben sich - was ich nicht verstehen kann - mit diesem Album einige alte Fans von der Band abgewandt, da sie hiermit einen gewissen Stilwandel erfahren hat, ohne jedoch etwas von ihrer Genialität einzubüßen; das Gitarrenspiel ist damals generalüberholt worden und klingt seitdem tiefer und einfach anders als auf den ersten beiden Alben. Auch Mikaels Gesangsstimme hat sich stark verändert und klingt jetzt insgesamt viel besser; die Growls sind tiefer und deutlicher artikuliert, während sich die Cleanvocals klarer und mitreißender präsentieren.My Arms, Your Hearse hat aber nicht nur in der Beziehung eine Sonderposition in der Diskographie von Opeth, sondern auch aus einigen weiteren Gründen: Das Line-Up hat sich geändert, es handelt sich um ein Konzeptalbum und noch dazu ist es noch bis heute das wohl härteste Album, das die Schweden je aufgenommen haben. Die Akustik- und cleanen Passagen kommen lange nicht so häufig vor wie im Nachfolger Still Life, aber wenn sie auftauchen, dann auch richtig. Die Melodien sind dann unübertroffen schön und melancholisch, und man kann die darin steckende Inspiration und Begeisterung deutlich heraushören; der Song „Credence" gehört damit zu den besten Akustiksongs, die ich je gehört habe, und ist zudem ein perfekter Song zum Mitsingen. Der Hauptaspekt dieses Albums - die härteren Riffs - überzeugen dann erst recht auf ganzer Linie; geballte Aggression schließt sehr progressive, komplexe und meist düstere Melodieführungen hier kein einziges Mal aus, und diese Aggression wird niemals bis ins Unangenehme hochgeschraubt, sondern bleibt stets faszinierend. Wie bei allen Opeth-Alben, so macht auch hier der stetige Wechsel von einem Riff zum anderen, dann wieder in eine ruhigere Akustikpassage usw. die perfekte Mischung aus, die das Ganze so unwiderstehlich genial macht. So reagiert man sich zunächst ab, und das auf die genialste Art und Weise, um danach von einem großartigen Übergang in pure, wunderschöne Melancholie überführt zu werden. Fesselnder kann eine Geschichte musikalisch kaum erzählt werden. Zur Geschichte des Konzeptalbums selbst sei an dieser Stelle nichts verraten, die Spannung soll ja schließlich erhalten bleiben.Auffällig ist die unglaubliche Stimmigkeit unter den Songs; nichts scheint unpassend, nirgends geht die Motivation auch nur ansatzweise in den Keller. Im Gegenteil - Gleich zu Anfang wird die Motivation bereits in ungeahnte Höhen getrieben. Während man noch, begleitet von Regengeräuschen und einem sanften Klavier, den Text des „Prologue" liest (denn selbst die Instrumentals haben auf diesem Album Lyrics), baut sich eine ungeheure Spannung auf; es folgt ein langgezogener Ton von Harmony-Vocals, der dann im ersten und sofort treibenden Riff von „April Ethereal" mündet und die Spannung auflöst. Wenn Mikael dann mit an dieser Stelle etwas Blackmetal-angehauchtem Gesang loslegt, verschlägt es einem glatt den Atem: „And she was swathed in soorroooow...". Derart geniale Übergänge zwischen den Songs ziehen sich durch das gesamte Konzept; wenn man von den Bonustracks absieht, welche man beim Studium des Konzeptalbums ohnehin zunächst außen vor lassen sollte, gibt es auf der ganzen Scheibe nur eine einzige Pause, und die befindet sich vor dem Epilog. Alle anderen Tracks gehen nahtlos ineinander über. Nur an zwei Stellen gestaltet sich das Einsetzen des nächsten Tracks etwas abrupt, nämlich wenn bei „The Amen Corner" bzw. „Credence" das letzte melodische Akustikriff noch nicht ganz ausgeklungen ist und dann plötzlich der nächste Song auf den Hörer einballert; dies fällt aber später, wenn man das Album einigermaßen kennt und sich somit an diesen Stellen nicht mehr halb zu Tode erschreckt, gar nicht mehr auf und kann das Bild ohnehin nicht trüben, zumal mit dieser einen Kleinigkeit die Liste der Kritikpunkte eigentlich auch schon vollendet ist. Ich könnte jetzt noch sagen, dass „Epilogue" ein wenig langatmig ist, da der ganze Song im Prinzip nur aus einer ständig wiederholten Melodie besteht, aber auch das ist nicht weiter schlimm, denn es passt einfach perfekt.In punkto Aggression, aber auch Melodik, findet der Opeth-Fan auf diesem Album die größten Höhepunkte - Für ihn ist My Arms, Your Hearse absolute Pflicht. Alle anderen Freunde progressiver, düsterer Metalopern dürfen sich dieses Meisterwerk aber ebenso wenig entgehen lassen; Wer hier nicht zugreift, ist selber schuld! Anspieltipps herauszusuchen ist schier unmöglich, da die Songs alle sehr stark in das Konzept eingebunden sind; am besten einfach einmal durchhören. Der Song „Demon Of The Fall" ist noch am ehesten herauszugreifen, da dieser nicht ganz so stark vom Konzept abhängt und auch für sich ziemlich geil ist, allerdings vermag er alleine keineswegs die vielen mannigfaltigen Facetten dieses Albums wiederzugeben. Also: Statt noch groß zu überlegen, sollte man hier besser gleich zugreifen.

Klangqualität: 10/10Eingängigkeit: 4/10Innovation: 10/10Wiederspielwert: 10/10Stimmigkeit: 9,5/10----------------------------Kaufempfehlung: 10/10


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  andere welten, 3. Juni 2002

Opeth sind eine band, deren musik es ermöglicht binnen minuten in fremde, nostalgisch/melancholische welten zu entfliehen. deshalb mag ich sie so.mann kann wunderbar träumen und die seele baumeln lassen.die melodien - mal düster, mal agressiv, mal zum weinen schön - verbinden sich mit dem einzigartigen gesang mikael akerfeldts und bilden einen soundwall, der auch beim 100. durchgang im cd player immer wieder neue details eröffnet!!




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