Kundenmeinungen
7 Sterne mindestens !!!, 11. Januar 2008
Ein wahres Meisterstück, die Oscars sind alle berechtigt bzw. waren Pflicht.
Ein Vorzeige-Film zum Thema Menschlichkeit bzw. echtes Menschsein. Der Plot ist genial - Begnini spielt einen lebensbejahenden Mann, typisch Begnini, der es schafft mit seiner Art die bereits verlobte Frau seines Herzens zu überzeugen, mit ihm zu leben. Allein dieser Teil ist so leicht, sprühend vor Lebensfreude, teilweise skurril, aber herrlich.
Die folgende Deportation und das Leben im KZ lassen den Zuschauer emotional zerreißen, eigentlich ist man im seelischen Dauerstress - eigentlich lustige Szenen überschattet von den ständig präsenten Greueltaten der Nazis.
Man lebte als Zuschauer in der ständigen Angst, wann dieses Luftschloss, was der Vater dem Sohn dort gesponnen hat platzt und beide nur noch die KZ-Realität leben, so wie alle anderen.
Die letzte Szene des "Papo" war allerdings der emotionale Supergau ...
Ich kann für mich sagen, in keinen anderen Film sind einem die Nazis widerwärtiger und unmenschlicher vorgekommen, obwohl filmisch gar nicht dahin agiert wurde!
Einfach ein unglaublicher großartiger Film!
Ein bewegender Film..., 18. Dezember 2007
Ein ergreifender Film mit spürbarer Atmosphäre und Nachhalleffekt. Der Zuschauer bekommt das Gefühl inmitten dieser Handlung zu sein.
Das Leben ist unerträglich - es sei denn, Du kannst noch lachen, 10. September 2007
Im KZ, wo dieser Film spielt, wurden zahllose Witze von den Häftlingen erfunden und erzählt. George Tabori, der große Autor und Regisseur, hat davon berichtet. Aber richtiges Lachen will sich in diesem Film nicht einstellen. Das maßlose Grauen, das gezeigt wird, wird nur wenig abgeschwächt dadurch, daß das Leben dort auch komische Seiten zu haben scheint. Nur: der Schein trügt. Einige Sekunden später trifft Dich die Erkenntnis des Elends und der Hoffnungslosigkeit umso härter und Du kämpfst mit den Tränen. Was bleibt, ist die Erfahrung, daß das Lachen der Opfer die einzige Möglichkeit war, noch ein wenig Mut zu zeigen. Der Film macht nicht nur unendlich traurig, aber Du mußt selbst herausfinden, was er Dir bedeuten kann.
Prädikat: Sehr wertvoll!!, 27. März 2007
Mittlerweile gibt es viele Filme über den Holocaust - von Schindlers Liste angefangen bis zu Hitlerjunge Salome - alle behandeln ein sehr sensibles Thema, das möglichst objektiv fast schon dokumentarisch dargestellet wird.
"Das Leben ist schön" hat es als einziger Film bisher geschafft, den Zuschauer mitzunehmen, mitzureißen!
Das Wichtigste im Film: DER HUMOR.
Schaut man sich den jüdischen Humor an (z.B. in dem Buch von Salcia Landmann: "Der jüdische Witz"), so versteht man zunehmend mehr, was für ein Genie der Regisseur und Roberto Benigni sind. Der Humor hilft, diese tragische Situation zu überstehen - daher sind auch so viele jüdische Witze während des Holocaust und auch während der gesamten jüdischen Verfolgung der letzten 2000 Jahre durch das jüdische Volk entstanden.
Durch den Humor schafft es so auch der Zuschauer, die packende und vor allem tragische Geschichte durchzustehen. Der Zuschauer ist während des Films in einer Art "Dilemma-Situation": Wie gut kann man den Vater verstehen, der sein Kind so sehr liebt, dass er ihm die Wahrheit verschweigt - und das bis zum bitteren Ende. Und wie gerne würde man als außenstehende dazwischenschreiten und dem Sohn sagen, dass sein Vater hier kein Spiel spielt; dass sein Vater am Ende seines Lebens - im KZ - ist. Die Aufopferung des Vaters ist sehr schwer nachzuvollziehen - denn wahrscheinlich hätte keiner diese Kraft, in solch einer Situation eine so große Liebe seinem Sohn gegenüber zu zeigen. Deshalb ist es einer der berührendsten Filme des letzten Jahrhunderts!
Pflicht!, 19. März 2007
Ich möchte und werde mich hier nicht über den Inhalt dieses Films auslassen, denn dies ist im Vorfeld sicherlich schon zur Genüge getan worden. Dennoch sei dieser Film all Jenen sehr ans Herz gelegt, die zwei Stunden ihres Lebens beinahe jede mögliche Emotion bis zur Neige auskosten wollen. Wie schon erwähnt wurde, ist hier das sprichwörtliche Wechselbad der Gefühle traumhaft, einzigartig und sehr ergreifend realisiert worden. Auch nach 10 Jahren berührt mich dieser Film immer noch so sehr, wie kein anderer und sollte Pflichtprogramm für JEDEN sein. Ein solcher Spagat zwischen Grauen, Liebe, Aufopferung und Humor ist seitdem nie wieder einem Regisseur gelungen und wird es auch niemals wieder werden. Zauberhaft... einer der besten Filme aller Zeiten und jeder, der ihn sah, verstand und liebt, ist WIRKLICH reich.
Prädikat: sehr, sehr wertvoll
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