Beschreibung
Dieser Film, einer der besten der 90er Jahre, ist einer dieser ganz seltenen großen Kassenknüller, der jedes Lob und alle Preise, die er bekommen hat, auch verdient hat. Die jungen Stars Matt Damon und Ben Affleck verdienten den Oscar für ihr treffend und witzig geschriebenes Drehbuch. Damon spielt einen Hausmeistergehilfen am MIT (Massachusetts Institute of Technology), der ein besonders talentierter Mathematiker ist. Die Professoren bringen diesen zornigen und gestörten jungen Mann zu einem Psychiater, gespielt von Robin Williams, in der Hoffnung, dass Damon wieder soweit geheilt wird, dass er seine Ausbildung vertiefen kann. (Williams bekam einen Oscar für seine tief empfundene Darstellung). Der Regisseur Gus van Sant verzichtet diesmal auf seine sonst eher manipulierenden Kameratricks und lässt die Geschichte sich selbst erzählen. Daran hat er gut getan, da sie bewegend und gut gespielt ist. Verschiedene Handlungsstränge -- eingeschlossen ist eine kleine Romanze zwischen Damon und Minnie Driver -- sind sorgfältig in dieses vielschichtige Drama eingearbeitet. Freundschaft, gesellschaftliche Erwartungen und die Spätschäden einer verdorbenen Kindheit sind so feinfühlig dargestellt, dass die Geschichte niemals schwerfällig wirkt. Der Film ist so außerordentlich optimistisch, dass er den Zuschauer nicht nur mit gehobener Stimmung entlässt, sondern ihm auch Stoff zum Nachdenken mitgibt. --Rochelle O'Gorman
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Kundenmeinungen
...fragile Strukturen auf dünnem Eis, 17. Januar 2008
Es ist die geniale Regie von Gus van Sant, die Gefühle und Verletzungen von Jugendlichen und auch Erwachsenen, versteckt hinter roboterhaften und teils abweisenden Fassaden, mit einer fast gnadenlosen Besessenheit zu suchen und grandios offen zu legen. Alle Rollen sind hervorragend, sozusagen ideal besetzt, und vor allem Damon und Williams glänzen immer wieder durch Darstellungen von ergreifenden Emotionen bei gleichzeitiger Verhaltenheit.
Gekonnt und subtil wird der Bogen zwischen Forderung und Anforderung von Genialität und Wirtschaft auf der einen und den Sorgen und Bedingungen von Normalität und Alltag auf der anderen Seite gespannt und ausgerichtet auf das siebende Gitter von sozialen Strukturen und Systemen im Zeichen von IQ, Wissen und Erfolg sowie auf eine menschliche Persönlichkeit, definiert durch persönliche Erfahrungen und Erlebnisse und nicht allein durch Wissen.
...ein gelungener, sehenswerter und auch unterhaltsamer Film über einen nicht so ganz realistischen, sozialen Aufstieg eines Underdogs auf Grund seiner nicht alltäglichen und gesellschaftlich höchst interessanten Begabung.
nb:
Die Ausstattung der DVD ist absolut Null und entspricht keineswegs dem heutigen Standard. Die audiovisuellen Komponenten des Films sind gut.
Der Gute Film , 4. Juli 2007
Der Inhalt:
Good Will Hunting handelt von einem jungen Mann (Matt Damon), dessen liebstes Hobby es ist mit den Freunden Bierchen zu trinken oder Baseball zu schauen. Er ist zudem außerordentlich talentiert in Sachen Mathematik, jedoch studiert er nicht, sondern putzt die Flure der Universität. Das faszinierende an der Arbeit ist, dass eine Tafel vor einem Hörsaal hängt, auf der einige komplizierte Aufgaben des Professors eingetragen wurden. Will löst sie jedes Mal in völliger Anonymität. Der Professor entdeckt ihn und fördert ihn. Will lernt zudem eine junge Studentin namens Skylar kennen.
Wie wirkt der Film?
Als ich die ersten Sequenzen des Filmes sah, dachte ich, dass ich hier eine Adaption an A beautiful mind sah, da etliche Merkmale jenes Films sich wiederholten. Glücklicherweise war es keine. Dieser Film wirkt lockerleicht und schmerzt bis zur Trennung von Will und Skylar absolut nicht. Will, der von Matt Damon gespielt wird, profiliert sich sehr schnell und dem Zuschauer ermöglich er, sich recht zügig in den Film einzufühlen. Robin Williams, der Wills Psychotherapeuten spielt, überragt und überzeugt, denn die schauspielerischen Fähigkeiten gepaart mit einer seriösen Rolle und emotionalen Ausbrüchen erobern die Herzen aller Zuschauer. Damon überzeugt sowieso.
Der Film als Ganzes überzeugt, denn er hat etwas Idyllisches, etwas Utopisches, etwas, was das Herz an einem Abend höher leben lässt. Er verträgt sich einfach, er rebelliert nicht. Es ist ein Film, mit vielen versteckten Kritiken und verschiedenen Charakteren, deren Differenz die Summe des Erfolges zu sein scheint.
Fazit: Ein aufheiternder und amüsanter Film. 5 Sterne!
Eine sensible Hinführung zur Menschlichkeit, 13. Mai 2007
"Good Will Hunting" zeichnet das Bild eines tief sensiblen und hochbegabten jungen Mannes, der aus Angst, seiner eigenen Leidensgeschichte ins Auge sehen zu müssen, da verharrt, wo anscheinend keine Gefahr droht: Im Umfeld, das er von Kindesbeinen an gewohnt ist. Dort kann er den unverwundbaren Macho spielen und den dunklen Seiten seiner Seele erfolgreich aus dem Weg gehen.
All das ändert sich, als Will, gerade beschäftigt als Gebäudereiniger in der Universität, auf dem schwarzen Brett der mathematischen Fakultät Formeln findet, die auch der Professor nur schwerlich lösen kann. Will hingegen löst sie im Heimlichen korrekt und wird schließlich als Urheber auch identifiziert. Der Mathematikprofessor Lambeau (genial unsympathisch: Stellan Skarsgard) will ihn unbedingt in sein Team holen, denn Will könnte eine wichtige Mathematik-Auszeichnung holen, die ihm selbst versagt geblieben ist.
Will, dem wegen diverser Delikte noch eine Strafe droht, hat nun die Wahl: Therapie oder Knast. Er entscheidet sich für die Therapie, ohne diese allerdings recht ernst zu nehmen. Nachdem er ein halbes Dutzend Therapeuten verschlissen hat, bleibt nur noch ein alter Bekannter Lambeaus übrig: Der eigensinnige und etwas verschrobene Psychiater Sean McGuire (Robin Williams). Allein dieser hat das Durchhaltevermögen, Will die Stirn zu bieten und ihn langsam an sein Trauma heranzuführen.
Mein Fazit:
"Good Will Hunting" gibt überzeugend wieder, wie ein seelischer Schmerz einen Menschen veranlassen kann, vor allem eines zu tun: im Leben zu versagen. Alles Neue könnte Angst wecken und die urprüngliche Verletzung wieder aufbrechen lassen. Deswegen verharrt man auch in einem verfestigten Zustand und baut seine Mauern immer höher. Diese trügerische Sicherheit macht das Leben, wenn nicht befriedigend, doch immerhin erträglich.
Die eigentliche "Therapie" wird aber doch sehr oberflächlich dargestellt, denn ganz so einfach und schnell geht es dann meist doch nicht. Will ist am Ende des Films tatsächlich auch "geheilt", ob dieser Zustand tatsächlich ein anstrebenswerter ist, oder ob man sich in den meisten Fällen vielleicht damit zufrieden geben sollte, wenigstens ETWAS in sich zu verändern, sei hier einmal dahingestellt.
Will selbst wird mir etwas zu plakativ vorgestellt. Er ist ein Mathematikgenie, o.k., hat aber auf der anderen Seite auch noch ein photographisches Gedächtnis. Nun hat das eine mit dem anderen eigentlich herzlich wenig zu tun, da kommt doch etwas viel angebliche Genialität zusammen.
Robin Williams hingegen spielt endlich einmal einen Psychiater, der wohltuend "normal" und menschlich ist, keinen Fachidioten, der sich hinter Nickelbrille und Rollkragenpulli versteckt. So ist er für mich auch der heimliche Gewinner dieses Films.
Zur Bewertung: Wegen der wenigen angesprochenen Schwächen müsste ich einen halben Punkt abziehen. Da das nicht geht, runde ich 4,5 wieder auf und komme dann doch noch auf 5 Sterne.
Eingliederung der Hochbegabten in die Welt des Durchschnitts , 7. Mai 2007
Ein hochbegabter junger Mann (Matt Damon), verdingt sich in einfachster Arbeit als Bauarbeiter, verstrickt sich immer wieder in Streitereien, reinigt die Räumlichkeiten der Universität. Seinem natürlichen Drang folgend löst er so nebenbei ein mathematisches Problem das nur eine Hand voll Menschen auf dieser Erde gelöst haben. Jetzt beginnt die Sache mit dem Thema Talente und Begabungen, gegen pauken und gesellschaftliches Punkte einholen. Robin Williams ein Psychotherapeut der Oberklasse und super in seiner Rolle nimmt sich der Herausforderung der "Sozialisierung" von Matt Demon an. Viele Hochs und viele Tiefs werden durchschritten.
Fazit: ein super Film, die Herausforderung Begabung, Freundschaft, Liebe und Psychologie werden uns an einem herausragenden Matt Damon vor Augen geführt.
Kurzweilig, ergreifend, nachvollziehbar, das Leben
Ein Meisterwerk in seinem Genre, 11. Februar 2007
Um es auf den Punkt zu bringen. Dieser Film bietet ganz großes Kino! Von Beginn an fügen sich die Charaktere in die Szenerie ein und die Storyline ist unglaublich intelligent strukturiert. Man könnte zahlreiche Aspekte erwähnen, darunter die Tatsache das der Film völlig zurecht mit zahlreichen Awards (Oscar für das Originaldrehbuch und den besten Nebendarsteller) ausgepriesen wurde, aber das alleine würde dem Film nicht gerecht werden. Eine Rezension kann die Facetten dieses Filmes nicht erfassen. Stattdessen wird eine subjektive Bewertung abgegeben und jeder Leser ist dazu angehalten sich den Film selbst anzusehen um sich seine eigene Meinung zu bilden. Für mich ist es ein toller Film der sich durch Intelligenz, Charme und Emotion wohltuend vom Hollywood mainstream abhebt und den jeder gesehen haben sollte.
Die Qualität der DVD selbst ist ausreichend und für den Preis auch ein faires Angebot. Insgesamt ein must-have für jede DVD Sammlung!
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