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Alan LeMay: Der Schwarze Falke

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Der Schwarze Falke

von Alan LeMay

mit John Wayne Jeffrey Hunter Vera Miles

Regie: John Ford

Warner Home Video - DVD

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08/Okt/2008 - 06:37


Beschreibung

John Fords Der schwarze Falke zählt zu den Lieblingsfilmen einiger der berühmtesten Filmemacher der Welt wie etwa Martin Scorsese und Steven Spielberg. Er hat sich seinen Platz im Vermächtnis des großen amerikanischen Films mit einer Reihe von Qualitäten verdient. Am augenscheinlichsten dieser Punkte ist vielleicht die Rolle, die John Wayne (Ringo, Der Teufelshauptmann) als Ikone des klassischen Western-Filmes spielt: der Held (oder Anti-Held), der allein gegen das ungeschriebene Gesetz des Wilden Westens antreten muss.

Die Geschichte spielt im Jahr 1868 in Texas; Wayne verkörpert die Rolle des Bürgerkriegsveteranen Ethan Edwards, der seinen Bruder und dessen Frau besuchen will. Die Ranch wird von Komantschen angegriffen und Edwards Verwandte getötet. Die Suche nach seiner überlebenden Nichte (dargestellt von der jungen Natalie Wood (West Side Story, Das große Rennen rund um die Welt) wird für ihn zu einer Aufgabe, die er mit verzehrender Besessenheit verfolgt. Mit der Hilfe eines Freundes der Familie (Jeffrey Hunter, König der Könige, Der längste Tag), welcher selbst zur Hälfte Cherokee-Blut in sich trägt, beginnt Ethan seine fünf Jahre andauernde Irrfahrt, um Vergeltung zu üben.

Regisseur John Ford (Trommeln am Mohawk, Rio Grande) stand 1956 auf dem Höhepunkt seines talentierten Schaffens und formte die klassische Rache-Geschichte zu einem bitteren Lehrstück über Rassismus und blinden Hass. Damit schaffte er es, John Wayne zu einer der besten Darstellungen seiner Karriere anzuspornen.

Wie viele von Fords klassischen Western muss auch Der schwarze Falke in der Rückschau mit dem Vorwurf ringen, die "wilden" amerikanischen Ureinwohner stereotypisch dargestellt zu haben. Die optische Schönheit des Films -- die letzte Einstellung zählt zu den bekanntesten Bildern des Western-Genres -- wird leider durch einige unausgeglichene Darstellungen und gespreizte Dialoge relativiert. Dennoch bleibt Der schwarze Falke unwidersprochen einer der größten Western, die je gedreht wurden. --Jeff Shannon





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  John Wayne und The Searches, 11. Juni 2007

Ein einzelner Mann reitet am Anfang des Films durch die Prärie, Ethan Edwards(J. Wayne), er kehrt aus dem Krieg heim, er hat viel gesehen und erlebt.
Als seine Familie(sein Bruder,dessen Frau(in die er heimlich verliebt ist)und sein Neffe ermordet werden) und 2 Nichten von Komantschen entführt werden beginnt er mit dem Mündel der Familie(Jeffrey Hunter) eine brutale Jagd auf die Indianer. Die Weise wie John Wayne Edwards darstellt ist einer seiner besten schauspielerischen Leistungen. Dafür hätte es eigentlich einen Oscar geben müssen. Genauso hat der Meister John Ford wieder alle anderen Rollen perfekt besetzt. Natalie Wood, Vera Miles, Jeffrey Hunter und Ward Bond. Der film zeigt außerdem wunderschön das Monument Valley in Amerika. Dieser Film ist ein Meilenstein in der Filmgeschichte den ich jedem empfehlen kann.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Der vielleicht beste John Wayne, 12. Mai 2007

"Der schwarze Falke" gilt als der beste Western von John Ford und als einer der besten Western überhaupt. Er erzählt die Geschichte zweier Männer - John Wayne und Jeffrey Hunter - , die über Jahre hinweg einen Komantschenstamm verfolgen, die ein kleines Mädchen verschleppt haben, nachdem sie den Bruder und dessen Frau von Wayne getötet haben.

Die Rolle des Indianershassers Ethan Edwards schien John Wayne auf den Leib geschrieben zu sein, jedenfalls ist es für mich seine beste Darstellung, denn Wayne ist natürlich kein Bösewicht, aber er hat einige Züge, die abstoßend sind. So sind Indianer und speziell Komantschen für ihn keine Menschen: "Ein Mensch reitet ein Pferd, bis es zusammenbricht, dann geht er zu Fuß weiter. Dann kommt ein Komantsche vorbei. Er nimmt das Pferd, reitet noch zwanzig Meilen auf ihm, dann frisst er es auf." Sein Hass auf Indianer geht soweit, dass er sogar die (inzwischen halbwüchsige) entführte Debbie erschießen will, weil er meint, dass sie keine Weiße mehr sei, sondern eine Komantschin.

Trotzdem ist dieser Ethan Edwards kein eindimensionaler Charakter. Man spürt seinen Schmerz, als er seine Schwägerin tot auffindet (der Film macht keinen Hehl daraus, dass er in sie verliebt war) und so nach und nach hat er Zuneigung für Jeffrey Hunter, dessen Figur immerhin "ein Achtel Cherokee" ist. Es ist nicht zuletzt Hunter zu verdanken, dass Wayne Debbie (gespielt von Natalie Wood) zum Schluss in die Arme nimmt.

Überhaupt gibt es in "Der schwarze Falke" kaum eine eindimensionale Figur. Fast jede hat mindestens zwei Seiten. Am deutlichtsten ist das zu sehen in der Figur des Priesters (Ward Bond), der gleichzeitig Chef der Bürgermiliz ist.

"Der schwarze Falke" hat unglaublich starke Szenen. Berühmt wurde die Anfangs- und Schlusssequenz, bei der sich eine Tür öffnet bzw. schließt und der Zuschauer durch diese Tür ins Freie blickt. Wayne ist in diesen Momenten jeweils außerhalb der Tür, eine Metapher dafür, dass er ein Außenseiter ist. Ebenso spricht der Blick Waynes Bände, als er nicht sofort zur Farm zurückreitet, weil er weiß, dass sein Pferd das nicht mehr schaffen wird, ohne zusammen zu brechen. Sein Blick zeigt, dass er genauso gut weiß, was nun mit seinem Bruder und dessen Frau passiert. Dabei ist auch ein für alle Mal die Behauptung widerlegt, dass Wayne eigentlich nie ein Schauspieler gewesen sei.

Warum vergebe ich trotzdem nur vier Sterne? Nun, für meinen Teil hängt der Film in der Mitte durch. John Ford musste einen Zeitraum von mehreren Jahren überbrücken und benutzte dazu den Kunstgriff, die Geliebte von Jeffrey Hunter einen Brief vorlesen zu lassen, in dem dieser die zurückliegenden Ereignisse erzählt. Hier kommt für meinen Teil das Tempo des Films ins Stottern. Das mag nicht mal am Film selbst liegen, sondern an der deutschen Synchronisation, die teilweise fürchterlich statisch ist. Schlimmer noch, sie verfälscht an manchen Stellen. Das fängt schon beim Titel an. Sicher lässt sich der Originaltitel "The Searchers" schlecht eins zu eins in "Die Sucher" oder "Die Suchenden" übersetzen, aber "Der schwarze Falke", der sich auf den Komantschenhäuptling bezieht, ist einfach falsch, denn er macht zumindestens eine Textzeile unverständlich. Als Wayne und der Häuptling sich erstmals gegenüber stehen, macht Wayne eine Bemerkung zu dessen Namen und der Häuptling greift sich ins Gesicht. Das macht aber nur im Original Sinn, denn im Original ist der Name des Häuptling Scar (Narbe). Bei der DVD, die ich habe, wird "The Searchers" beim Bonusmaterial in den Untertiteln mit "Die Verfolgung" übersetzt, was sicherlich nicht gerade ein reißerischer Titel ist, aber immerhin einen wesentlichen Punkt trifft.

Ein weiteres Mal schafft es die Synchronisation dann auch noch, einen Charakterzug Waynes zu verheimlichen. Wayne, Hunter, Bond und einige andere finden einen toten Komantschen und Wayne schießt ihm die Augen aus, weil der dann nicht in die ewigen Jagdgründe zurückkehren kann, sondern ewig zwischen den Winden wandern muss. Als an dieser Stelle Wayne von Bond gefragt wird, wozu das gut gewesen sein soll, antwortet er auf Deutsch: "Nach UNSEREM Glauben, nichts". Im Original heißt der Satz: "By What YOU Preach, None", ein Hinweis darauf, dass Wayne nicht unbedingt religiös ist.

Trotzdem ist "Der schwarze Falke" ein ungeheuer kraftvoller Western, bei dem es sich lohnt, ihn mehrmals anzusehen.

Kleiner Hinweis noch: Der geckenhafte Charlie McCorry, der Hunters Geliebte umwirbt, ist Ken Curtis, der später in der Westernserie "Rauchende Colts" als komischer Hilfssheriff Festus Haggen ("Du bist gar nicht so dumm, wie ich nicht aussehe") bekannt wurde.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein absoluter Klassiker, 20. Januar 2007

Keine Frage die Rolle des Indianerhassers Ethan Edwards ist John Wayne wie auf den Leib geschrieben. Er ist der "lonesome Cowboy" der jahrelang auf der Suche nach seiner von Indianern verschleppten Nichte ist und am Ende trotzdem alleine zurückbleibt. Einfach atemberaubend ist die Kulisse für diesen Film von Monument Valley. Keine Frage John Ford ist zusammen mit John Wayne ein absoluter Meilenstein des Westerns gelungen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Großes, rätselhaftes Kino, 4. Dezember 2005

Einer der ganz großen Filme (die Bezeichnung Western wird ihm nicht gerecht), der nur in der Originalfassung voll zur Geltung kommt. Nur wenige Schwächen, aber dafür Sequenzen, die auf eine Weise durchkomponiert sind, das es einem auch angesichts der meisterhaften Technik Fords staunen lässt. Schon der Beginn bis zur Entführung Debbies lässt sich trefflich analysieren. Ethans (Wayne) Verhältnis zur Frau Aarons (sein Bruder): hier schwingt mehr mit - ist gar Debbie Ethans Tochter? Technisch: die Szene im Haus vor dem Angriff, der Schrei Lucys - purer Hitchcock.
Die Figur Ethans selbst: wo war er die letzten drei Jahre, warum kann er die Sprache, kennt er die Kultur der Komantschen (großartig der Dialog zw Ethan und Scar im 2. Drittel).
In keinem anderen Film hat Wayne derart präzise Momente (beachte die Totale als er auf die wahnsinnig gewordene befreite Weiße starrt - purer F. Lang). Ford stiehlt in diesen Szenen bei den Besten und fügt das, was ihm keiner nachmachen konnte, auf seinem höchsten Niveau hinzu. Wayne ist nicht der Gute in diesem Film, vielmehr die absolute Negativfigur (daran ändert auch der süße - inkonsequente - Schluss nichts, vielleicht ein Zugeständnis?). Ansonsten, was sollte man kritisieren? Vielleicht 8 der 100 irgendwas Minuten. Die Darsteller sind durchwegs großartig. Viel zu selten zu sehen und ganz wunderbar Hunter als Waynes Begleiter und moralischer Gegenspieler. Und für alle, die solche Infos schätzen, der junge Yankee-Soldat am Ende ist Wayne jun. Selbst der macht eine gute Figur.
Zuletzt zu dem Vergleich zwischen Searchers und Rio Bravo. Ich mag Rio Bravo, ein toller Film. Die Searchers sind freilich ein anderes Kaliber.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Der vielleicht erste relativ realistische Western, 4. November 2004

Handlung (ohne zu viel zu verraten):
Texas 1868 - Als Comanchen die Gegend unsicher machen bildet sich eine Bürgermiliz um sie zu vertreiben. Bei ihrer Rückkehr stellt diese fest, dass eine Farm überfallen und ein kleines Mädchen (Später als Erwachsene: Natalie Wood) und deren ältere Schwester entführt wurden. Der Indianerhasser Ethan Edwards (John Wayne) und anfangs 2 Youngster (Jeffrey Hunter, Harry Carey Jr.) machen sich auf eine jahrelange Verfolgung, während der sie nicht nur mit Indianern aneinander geraten.

State (allgemein):
Trotz seines Alters ist "Der schwarze Falke" bis heute einer der besten Western, hat daher bisher als einziger mit John Wayne seinen Weg in unsere umfangreiche DVD Sammlung gefunden (Was nicht so bleiben wird). Die bis heute grandios anmutenden Naturaufnahmen, der spannende, für damalige Verhältnisse insgesamt logische Plot, die gute Besetzung, typischer John (Ford und Wayne) Hartemännerhumor („Sieht aus als ob sie dich eingekreist hätten" „Keine Angst, ich werde mich schon wieder auskreisen") und einer der bis heute besten Kauzigetypdarsteller (Hank Worden in der Rolle des alten Schaukelstuhlliebhabers Moose Harper) - all das kann immer noch überzeugen.

State (historisch gesehen):
Obwohl der Film in dieser Hinsicht eine Unmenge von Fehlern aufweist, so kann er doch für sich verbuchen als - soweit mir bekannt - erster (1956) Western um ein realistisches Bild der Zeit bemüht zu haben. Bis dahin galoppelten in den meisten Streifen die Westerner ständig und quasi Endlos durch die Lande - hier zeigt eine Schlüsselszene bei der Indianerverfolgung zu Beginn des Films das selbiges gar nichts bringt - im Gegenteil. Indianer werden nicht mehr nur (aber auch) als dudarfstjetztvompferdfallen Schießbudenfiguren dargestellt, sondern als stolze denkende Wesen, die durchaus ihren Willen artikulieren können. Erstmals wird auch in Frage gestellt ob sie wirklich die einzig Bösen und Schuldigen des WW waren. Zum Thema Entführung weißer Frauen durch die Comanchen gibt es übrigens im wirklich empfehlenswerten Buch "Texas" des Historikers und vielfachen Romanautors James A. Michener einige (wenige) interessante Passagen.
Jedoch muss ich andererseits auch der Rezension von "tiwa72" zustimmen. John Ford verschweigt schlussendlich wie Brutal Milizen und Armee bei Angriffen auf Indianerdörfer vorgingen. Bis heute zeigt tatsächlich nur die englische Produktion "Das Wiegenlied vom Totschlag" (unbedingt anschauen obwohl trotz anders lautender Werbung immer noch gekürzt) ein realistisches Bild dieser Massaker (und wurde prompt in Amerika noch nie in voller Länge gezeigt). Ein amerikanischer Film kann das nicht ohne dabei daheim finanziell "baden" zu gehen (Beispiel: Ciminos "Heaven's Gate"). Die Comanchen allerdings galten bereits vor dem Auftauchen der Weißen auch bei ihren indianischen Nachbarn als sehr brutales Volk.

Anmerkung: Wer realistische Western neueren Datums mag und sich Titel zu bekannten amerikanischen Personen/Ereignissen dieser Zeit anschauen möchte, sollte es mal mit folgenden Scheiben versuchen:
"Long Riders" und "American Outlaws" (James/Younger Bande), "The Broken Chain" (Irokesen), "Geronimo" (Apachen), "Ride with the Devil", "Gettysburg" und "Glory" (Bürgerkrieg), "Heaven's Gate" (Johnson-County-Weidekriege), "Hidalgo" (Frank Hopkins), "Wild Bill" (Wild Bill Hickock), "Tombstone" und "Wyatt Earp" (OK-Corral), "Buffalo Girls" (Calamity Jane). Drei dieser Filme sind auch gemeinsam als Western-Collection erschienen. Zum Zeitpunkt der Einsendung dieser Rezension waren die Titel alle bei Amazon erhältlich.

Die DVD:
Das Bild liegt in anamorphen Widescreen, Verh. 1.85:1 vor, entspricht nicht der vielfache gesendeten TV-Fassung sondern wurde nachkoloriert. Zuckungen, Blitze, dunkle Flecken - alles verschwunden. Natürlich entspricht auch das jetzige Bild nicht der heute übliche Qualität, aber was die Techniker nach über 50 Jahren aus dem Originalmaterial herauszauberten - Hut ab! (Auf der Rückseite der DVD findet sich übrigens die 4:3 Version.)
Die Tonspuren (deutsch, englisch, spanisch) verblieben in Mono, wurden ebenfalls überarbeitet, leider nicht mit so guten Ergebnissen wie das Bild, aber doch so weit zufrieden stellend.
Das sich die Arbeit, die sich die DVD Macher mit der Überarbeitung des Ausgangsmaterials machten definitiv gelohnt hat zeigte mir ein direkter Vergleich (zwischen Videoaufnahme und DVD hin und her schalten) eindrucksvoll. Es liegen (technische) Welten dazwischen.
Untertitel gibt es in 19 Sprachen, sowie in Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte, letztere sind allerdings nicht koloriert und nur zeitweise mit den Namen der Sprecher versehen.
An Extras (auch hier können Untertitel zugeschaltet werden) finden wir:
--- Interview mit Jeffrey Hunter (4:03 Min.)
--- Interview mit Natalie Wood (7:00 Min.)
Beide Interviews zeigen auch Szenen von den Dreharbeiten
--- Dokumentation "Monument Valley" (6:48 Min.)
--- Dokumentation "Setting Up Production" (6:41 Min.)
Wie die Interviews stammen die Dokus aus einer damaligen TV Werbesendung. Lustig: Sogar die Zigarettenwerbung wurde drin gelassen und sogar untertitelt ;-)

Fazit:
Dieser für die DVD Veröffentlichung gelungen aufpolierte Klassiker ist Pflichtprogramm für jeden Western Fan.




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