Kundenmeinungen
Ein guter Film, aber keine gute Buchverfilmung, 21. Juni 2007
Der Film "Der Richter und sein Henker" basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Friedrich Dürrenmatt. Im Deutschunterricht bearbeiteten wir - das ist die Klasse 9e des Gymnasiums Walsrode - sowohl das Buch als auch die Verfilmung. Bereits zu Beginn des Films schließt Kommissar Bärlach mit einem Bekannten (Gastmann) eine Wette ab, in der es um den Versuch geht, einen nicht nachweisbaren Mord vor den Augen Bärlachs durchzuführen. In den folgenden Jahren versucht Bärlach, Gastmann doch noch den Mord an ihrer Exfreundin Nadine und all die anderen Morde, die er in der Zeit begangen hat nachzuweisen. Jahre später trifft Bärlach, der zuvor seine Wette nicht gewinnen konnte, auf seinen ehemaligen Konkurrenten, immer noch versuchend ihm die Morde nachzuweisen. Doch der alte Kommissar ist gesundheitlich stark angeschlagen. Um die Wette vor seinem kurz bevorstehenden Ableben doch noch für sich zu entscheiden, versucht er nun, Gastmann den Mord an dem Polizisten Schmied nachzuweisen.
Wenn man zuerst das Buch gelesen hat und anschließend den Film sieht, ist man zunächst etwas verwirrst, weil viele Dinge, die im Buch nicht vorkommen im Film in den Vordergrund gestellt werden. Zum beispiel das hinzufügen der Figur Nadine und die in den Mittelpunkt gestellte Figur Anna. Außerdem werden einige Aspekte, die im Buch eine gewisse Bedeutung hatten, im Film nicht so deutlich zum Ausdruck gebracht.
Die zwei Hautpersonen Komissar Bärlach und Gastmannsind im Filmgut dargestellt. Besonders der Komissar wird optisch seiner Rolle gerecht. man kann beide Figuren deutlich als Charaktere aus der Romanvorlage wiedererkennen. Anna ist im Buch als Nebenrolle erwähnt, aber im Film gehört sie zu den Hauptrollen. Allein bei der Rolle des Tschanz waren wir uns nicht einig. Die eine Hälfte der Klasse empfand ihn im Film als aggressicer und selbstbewusster, die andere jedoch empfand ihn in einigen Szenenals sehr verkrampft. Außerdem gefiel uns seine Rolle nicht, da seine nizarre Mimik sehr verwirrend wirkt. Darüber hinaus ist der Film teilweise anders gestaltet als das Buch: Die Beerdigungsszene, der Tatort, an dem Schnied ermordet wurde und auch das Ende wurden stark verändert. Der Mordund dessen Aufklärungsind eher zweitrangig; im Vordergrund steht mehr oder weniger das Privatleben der Charaktere. Übrigens hat der Autor des Buches, Friedrich Dürrenmatt, eine Nebenrolle als Schriftsteller übernommen.
Wir als Klasse sind der meinung, dass der Film in Bezug auf das Buch, die Handlung und der Spannung nicht das Wasser reichen kann. Der Gesamteindruck des Films ist zwar sehr positiv, da die Atmosphäre gut rüberkam, jedoch wurden einige Details aus dem Buch nicht in den Film übernommen (gelbe Brieftasche) und andere neu hinzugefügt (wie z.B. die zweite Pistolenkugel). Dadurch wurden einzelne Szenen und somit auch einige Teile des Buches in geänderter Reihenfolge dargestellt. Im Allgemeinen weicht der Film sehr vom Buch ab. Wie jedoch schon erwähnt, hat uns der Film dennoch gefallen. Wir geben ihm drei Sterne.
US Liebhaber, 13. Juli 2005
Ich wollte gerne wissen ob dieses Video Produkt: 1) eine DVD ist ? 2) ob ich dieses Video produkt in America anschauen koennte ? 3) wie ich fuer dieses Produkt-gebraucht - zahlen koennte ? Das ist, ich koennte eine Internatinalen Money Order vom US Post Amt an eine bestimmete Addresse senden; muesste aber wissen wieviel in US dollar das Produkt kostet.
Letztens zum Tauschen habe ich viele DVD's, ein paar VHS tapes (Sergio Leoni, Bertolucci, etc. ) und viele, viele Musik CDs, Scallplatten (33 1/3, 45 und 78 )und Kassetten [tape]formaten. in Falle jemand is interessiert dieses Produkt mit mir zu Tauschen. 4) meine neue e-mail addresse ist : arappold@verizon.net Ich entschuldige mich fuer meine Fehler in diesem Deutschen Schreibestueck. Sincerely, Anton K. Rappold
Ein guter Film, aber keine gute Buchverfilmung, 30. Mai 2005
Der Film „ Der Richter und sein Henker", der auf dem gleichnamigen Buch von Friedrich Dürrenmatt basiert, ist eine Kriminalkomödie aus der Schweiz. Durch die große Bekanntheit des Buches ist man auf den Film gespannt. Er steigt direkt mit den Hintergrundinformationen ein und geht schließlich in die Haupthandlung über.
„Der Richter und sein Henker" ist einer der berühmtesten Romane Dürrenmatts - die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory erzählt er die Aufklärung eines Mordes an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des todkranken Kommissärs Bärlach. Der Regisseur, Maximilian Schell, hat gegenüber dem Buch einige weit reichende Änderungen vorgenommen. Dem Film kommt zu Gute, das Friedrich Dürrenmatt sowohl bei dem Drehbuch mitwirkte, als auch im Film selbst mitgespielt hat. Dürrenmatt hatte dadurch die Gelegenheit in den 70er Jahren sein 1955 verfasstes Buch noch einmal zu überarbeiten. Die zum Teil mysteriöse Atmosphäre des Buches ist gelungen im Film umgesetzt worden. Wer jedoch das Buch kennt und danach den Film sieht ist erst einmal verwirrt, weil plötzlich nicht mehr der Mord und die Ermittler im Mittelpunkt stehen, sondern Nadine, die vom Regisseur hinzugefügt wurde, und Anna. Beide tauchen im Buch nur als Nebenpersonen auf. Im Vergleich zum Buch haben die Charaktere einen vielschichtigen, tiefer gehenden Charakter. Die Figur Tschanz wirkt etwas unsicher, doch der Schauspieler John Voigt verleiht ihm eine überzeugende emotionale Seite. John Voigt sorgt dafür, dass man die Handlungen von Tschanz nachvollziehen kann. Bärlach wird von Minute zu Minute immer stärker in den Mordfall verwickelt. Er kennt den Mörder...
Dem Buch nicht gerecht, 9. September 2004
Für eine wöchentliche Krimiserie wie „Tatort" wäre die Verfilmung des Buches „Der Richter und sein Henker" ja ganz gut, aber dem Buch von Friedrich Dürrenmatt wurde sie leider nicht gerecht. Es gibt zwar viele dem Buch gerecht werdende Dialoge, die auch von den Schauspielern Dürrenmatt entsprechend interpretiert wurden. Einige Szenen jedoch wurden hinzugefügt oder Dialoge neu geschrieben, um dem Zuschauer die Atmosphäre des abendlichen Standard-Fersehkrimis etwas zu vermitteln, wie z.B. der Tod des Nationalrat von Schwendi am Flughafen oder die Liebesszenen zwischen Tschanz und Anna. Das Buch dreht sich hauptsächlich um die Frage, ob man einen perfekten Mord begehen kann, wobei im Film auch die Frauen, Anna und Nadine, eine große Rolle spielen, die im Buch nur kurz erwähnt werden. Auch die Essensszene lässt zu Wünschen übrig, der Regisseur John Voight versucht zwar mit besonderen Kameraeinstellungen Bärlach dämonisch wirken zu lassen, was aber der Essenesszene im Buch kaum das Wasser reichen kann. Ob nun der Film zum Buch „Der Richter und sein Henker" Zustimmung finden wird oder genau wie Tschanz am Ende des Films abstürzen wird bleibt dem Zuschauer überlassen.
Anders als das Buch, aber ein guter Film, 6. August 2003
Wer das Buch kennt, wird möglicherweise zuerst enttäuscht oder verwirrt sein, denn der Film ist weniger eine Verfilmung als eher eine Neuerzählung des gleichen Stoffs. Dürrenmatt selbst und Schell sind aber Garanten dafür, daß dieses Unterfangen wunderbar gelingt. Von den veränderten bzw. neuen Szenen gegenüber dem Buch ist eigentlich nur eine unsinnig, und darüber kann man getrost hinwegsehen. Neben der nach wie vor großartigen Story beleben den Film ein hervorragend gespielter Kommisär Bärlach, dessen Charakterzüge im Film fast besser als im Buch zum Ausdruck kommen, eine Reihe von skurril-witzig gespielten Dialogen zwischen dem Kommisär und seinem Gehilfen, sowie eine vielleicht etwas zu eitle, aber echt sehenswerte Selbstinszenierung des "aufs traurigste unterschätzten" Dichters "Friedrich"... Fazit: sehenswert!
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