Kundenmeinungen
Einfach gigantisch!!!, 17. Dezember 2004
Diese Aufführung anlässlich des 10. Jahrestages ist mit das beste was ich jemals im Musicalbereich gesehen habe. Ein absolutes Muss in meinen Augen. Ich wünsche jedem viel Spaß der sich für dieses Highlight entscheiden sollte. Ihr werdet es nicht bereuen...
gigantischer Chor, gigantisches Konzert, 8. Dezember 2002
Diese Les Miserables DVD sollte man tunlichst nicht als Musical Aufführung betrachten. Vielmehr werden alle Lieder aus Les Mis einzeln vorgetragen, ohne daß ein Bühnenbild genutzt wird oder sonst eine eigentliche Darstellung erfolgt.
Die Aufführungs selbst kann man mit dem Wort gigantisch bezeichnen. Ein mehrer hundert Mann großer Chros, ein ganzes Synphonieorchester und dazu die wohl besten Darsteller haben an diesem Konzert teilgenommen und dementsprechen großartig ist auch der Sound geworden... wenn dieser dann auch in Dolby 5.1 wäre. Ist er leider nicht, Dolby Stereo ist angesagt, auch eine Pro Logic Anlage wird nicht unterstützt, sodaß man nur zwei Lautsprecher vorne hat. Eigentlich sehr schade. Auch sonst ist die Technik dieser Doppelseiten DVD nicht ganz gelungen, so kann mein DVD Player auf der ersten Seite keinen Zeitindex anzeigen, sodaß es etwas schwer wird, bestimmte Stellen wieder zu finden, die zweite Seite funktioniert ohne Probleme. Wenn man sich mit diesen technischen Problemen abgefunden hat, wird man ganz zum Schluß mit einem besonderen Lied überrascht. Valjeans aus der ganzen Welt singen jeweils in ihrer Sprache einen Teil aus Les Miserables. Insgesamt ist es eine sehr schöne DVD, bei der man jedoch klar sagen kann: wer die VHS Kassette hat, braucht die DVD nicht, da sie sich nicht weit genug abhebt. Wer jedoch Erstkäufer ist, kann sich die DVD ruhig ansehen, da der Sound zwar nicht viel besser ist, aber insgesamt doch ein Stückchen über dem der VHS liegt.
einfach super!, 30. September 2002
ich zögerte etwas, bevor ich die DVD bestellte. 1. alle meine Freunde meinten, Les Miserables wäre kein gutes Musical, so düster, keine schöne Musik und so 2. Tony Timberlake, den ich vor 7 Jahren in London in Cats und jetzt vor ein paar Wochen 2x in The Full Monty bewundern durfte, singt dort nur eine ganz kleine Rolle als Babet in Thenardies Gang (The Attack at Rue Plumet) 3. es ist nicht die richtige Aufführung, sondern konzertant
Aber schließlich bestellte ich mir die DVD, und es sollte sich lohnen! Les Miserables ist wunderschön! Die Musik ist fantastisch! Und es ist mal was ganz anderes, ein Musical als Konzert zu sehen. (und so sind auch immer alle Darsteller auf der Bühne, so bekam ich viel mehr von Tony zu sehen, als ich erst dachte). Aber trotzdem kann man die Story und die Handlung sehr gut verstehen und nachvollziehen, auch wenn man es vorher nicht kannte. Die Besetzung ist wirklich die Dream Cast!
Top-Besetzung - Miserable DVD, 23. August 2002
Auf der Rückseite der ersten Pressung dieser DVD "Les Miserables - In Concert" entschuldigen sich die Hersteller für das schlechte 4:3 Bild der Live-Aufnahme des Konzertes aus der Royal Albert Hall in London - in den dunkleren Bildbereichen wimmelt es von Artefakten und die Scheinwerfer bleichen das Bild zwischendurch immer wieder aus. Tontechnisch mit nur Dolby Stereo hat man sich auch nicht mit Ruhm bekleckert.
Für den Musical-Liebhaber ist diese konzertante Aufnahme von "Les Miserables" aber ein Muß, denn hier ist neben dem 250 Personen starken Chor alles vertreten, was in der Musicalwelt Rang und Namen hat: Colm Wilkinson, Philip Quast, Ruthie Henshall, Lea Salonga, Michael Ball, Judy Kuhn und Anthony Crivello stellen einen Teil der Dream Cast dar. Zwar in einigen Originalkostümen, aber ansonsten nur vor dem Mikro stehend, werden hier zum 10 jährigen Geburtstag des Stückes die wichtigsten Songs der Show in absoluter Perfektion mit dem großartigen Royal Philharmonic Orchestra dargeboten. Als Bonus präsentieren 17 Valjeans aus der ganzen Welt mit entsprechendem Gavroche als Fahnenträger "Do You Hear The People Sing" abschnittweise in ihrer jeweiligen Landessprache. Völlig unverständlich ist mir das Fehlen der Reden der Komponisten, die es in der Videofassung des Events noch gab... gerade mit der Titelfunktion der DVD wäre ein Überspringen dieser von den Produzenten wohl als störend empfundenen Dialogpassagen einfach möglich gewesen. Platzprobleme kann es bei der zweiseitigen DVD bei einer Spielzeit des 2. Aktes von nur 67 min jedenfalls nicht gegeben haben - schade! Fazit: Wer das mittlerweile vergriffene Video sein Eigen nennt, hat mehr - die DVD-Fassung ist nur le miserable!
SUPER!, 26. Juni 2002
Zur DVD: Vorsicht! Was man beim Kauf nicht erfährt, ist, dass es sich bei dieser Aufnahme um ein Konzert und NICHT um eine Aufführung handelt!
Zum Musical: Was kann man noch sagen? Les Miserables ist wohl das beste Musical der Welt, musikalisch perfekt durchgeplant mit 100% Ohrwurmqualität. Ob „Do you hear the people sing", „I dreamed a dream" oder „Master of the house". Jedes Lied ist den verschiedenen Situationen angepasst und geht einem kaum mehr aus dem Kopf. Die klassische Gesichte von Jean Valjean, Fantine, Cosette und Marius wurde fast perfekt und so gut wie möglich auf die Bühne gebracht. Immerhin mussten 1600 Seiten (!) auf ein 3-stündiges Musical reduziert werden. Trotzdem gingen kaum Aspekte der Handlung verloren. Auch Hugos Visionen einen besseren und gerechteren Welt wurden übernommen und kommen im Aufstand der Studenten gegen das Regime wirkungsvoll rüber. Zu den Liedern und den Darstellern: Jean Valjean: der Held der Gesichte, der immer edel und selbstlos handelt, aber vom Leben schwer bestraft wird. Nach 19 Jahren im Gefängnis für den Diebstahl eines Stückes Brot schafft er zu Reichtum und Ansehen, muss jedoch vor dem unerbittlichen Inspektor Javert fliehen und sich auch noch um Cosette, Fantines Tochter kümmern. Der Darsteller Colm Wilkinson verkörpert diese Rolle in Perfektion, spielte er sie doch schon in London und am Broadway. Als Ur-Valjean kann man sich wohl kaum einer anderen in der Rolle vorstellen. Besonders im Prolog ist er sehr eindrucksvoll, doch seinen Höhepunkt hat er bei dem Lied „Bring him home". Er bietet eine durchweg fantastische Leistung. Javert: Der Inspektor, der Valjean verbittert jagt. Ein Gerechtigkeitsfanatiker, der kein Mitleid kennt und versucht, den Aufstand der Studenten zu stoppen, dann aber in Gefangenschaft gerät und unerwartete Hilfe erhält. Phillip Quast steht der Genialität von Colm Wilkinson in nichts nach und spielt perfekt alle Facetten Javerts Charakters. Er zeigt sich hart und erbarmungslos, am Ende verwirrt und hilflos. Besonders im Lied „Stars" zeigt er sein Talent. Fantine: Keine der weiblichen Rollen ist besonders groß, auch die Fantines nicht. Trotzdem gelingt es der Darstellerin Ruthie Henshall sie unvergesslich zu machen. Ihre Stimme kann kaum beschrieben werden! Mystisch angehaucht, zugleich stark und tief, dann wiederum zierlich und hoch. Sie trifft das von Hugo beschriebene Bild perfekt. Sie zeigt eine junge Frau, die, um ihr Kind versorgen zu können, in die Prostitution getrieben wird und am Ende stirbt, ohne ihr geliebtes Kind noch einmal sehen zu können. Sie zeigt in ihrer Stimme und in ihrem Spiel all den verletzten Stolz Fantines, ihre Verzweiflung und ihren Glauben an Besserung. Fantines Solo ist „I dreamed a dream", eines der bekanntesten Lieder, von Miss Henshall perfekt gesungen. Besonders stark ist sie, als ihr die Verhaftung durch Javert droht und bei ihrer Todesszene, als sie einen unglaublich herzzereissenden letzten Ton von sich gibt. Die Thenadiers: Hier erlaubten sich die Macher des Musicals eine kleine Änderung, die jedoch verständlich und nötig ist. Um die deprimierende Handlung ein wenig aufzulockern, machten sie aus den bösen und hinterlistigen Wirtsleute zwei böse und hinterliste Wirtsleute, die jedoch durchaus amüsant sind und dank ihrer lustigen Lieder zu wahren Publikumslieblingen mutierten. Der Song „Master of the House" ist DER Showstopper und regt am Ende bei der veränderten Version „Beggars at the fest" sogar die kühlen Engländer zum Mitklatsche an. Alan Armstrong gibt den Thenadier lustig und spielt seine Lieder perfekt. Auch das Lied in der Kanalisation wird von ihm grandios dargeboten. Jenny Galloways Rolle als Mme Thenadier ist zwar kleiner als die ihres Mannes, aber sie begeistert fast noch mehr. Während die meisten Mme Thenadiers dünne Stimmchen haben, verfügt sie über ein gewaltiges Stimmorgan, welches voll zum Einsatz kommt und „Master of the House" ein perfektes Ende gibt. Die beiden Darsteller machen ihren Job sehr gut. Marius: Neben Valjean der zweite Held der Gesichte. Marius, ein junger Student, der an den Aufständen teilnimmt und sich unsterblich in Cosette verliebt, wird dargestellt von Michael Ball. Wie Colm Wilkinson war er der erste Darsteller in seiner Rolle bei der Weltpremiere in London. Äußerlich nicht sehr ansprechend (immerhin lieben ihn sowohl Cosette als auch Eponine) gibt er stimmlich alles und wird so zum Publikumsliebling. Seine Stimme ist wirklich erstklassig, was besonders beim Sole „Empty chairs at empty tables" rauskommt. Aber auch bei „Red and Black" und „In my life" überzeugt er. Wohl der beste Marius aller Zeiten!!!! Enjolras: Der Anführer der Studenten. Seine Fans sind in zwei Lager aufgeteilt. Viele halten Anthony Warlow für die ideale Besetzung, andere bevorzugen Michael Maguire, der diese Rolle am Broadway spielte und dafür den Tony-Award erhielt. Ursprünglich sollte Warlow bei dieser Aufführung zu sehen sein, sagte aber ab und wurde von Maguire ersetzt. Er hat manchmal Probleme mit den hohen Tönen, ansonsten ist er jedoch perfekt!!!!!! Optisch und schauspielerisch verkörpert er Enjolras in jeder Weise und auch gesanglich kann, abgesehen von ein paar Patzern, überzeugen. Eponine: Die wohl dankbarste weibliche Rolle in dem Stück!! Aus der eher zweitrangigen Rolle Eponines in Hugos Roman wurde die tragische Heldin im Musical. Eponine, die Tochter der Theandiers, lebt auf der Straße und ist hoffnungslos verliebt in Marius. Trotz ihrer Liebe bringt sie ihn und Cosette zusammen, verhindert einen Überfall ihres Vaters auf Valjeans Haus und übermittelt Cosette einen Liebesbrief von Marius. Natürlich hat sie alle Sympathien des Publikums auf ihrer Seite!! Als sie dann in Marius Armen stirbt, trauert wohl der gesamte Zuschauerraum. Die Macher des Musicals nutzten alle Möglichkeiten, die tragische Gesichte von Eponine auszubauen! Auch hier sind die Fans geteilt. Manche geben den Vorzug der Darstellerin Frances Rufelle. Diese kreierte die Rolle in London und erhielt später in Amerika den Tony-Award. Als sie für diese Aufführung absagte, nahm man Lea Salonga, die äußerlich zwar nicht unbedingt dem Bild von Eponine entspricht, stimmlich jedoch genial ist! So sind die Eponine-Fans also zwischen diesen beiden Darstellerinnen aufgeteilt. Persönlich favorisiere ich eindeutig Lea Salonga. Frances Rufelle hat eine grauenhafte Stimme, was viele für richtig finden, da auch Eponine im Buch keine schöne Stimme hat. In einem Musical erwarte ich jedoch tolle Sänger und Lea Salonga ist so eine!! Wohl eine der besten Musicaldarstellerinnen der Welt, schafft sie er perfekt, Eponine zu verkörpern. Ihr Solo „On my own" ist einer der Höhepunkte der Aufführung. Doch nicht nur alleine ist sie überwältigend, auch ihre Duetts mit Michael Ball und Ruthie Henshall klingen bezaubernd. Lea Salonga ist wohl der heimliche Star des Stück. Dagegen steht: Cosette: die wohl undankbarste Rolle im Stück. Schon im Buch hat Cosette keine andere Funktion als Marius zu lieben, im Musical wird sie jedoch unglaublich reduziert. Viele Fans hassen Cosette, da sie Marius und alles andere kriegt, während die sympathische Eponine stirbt. In London hatte sie noch ein eigenes Lied, welches dann aber gestrichen und Cosette somit entgültig zu einer Nebenperson degradiert wurde, obwohl gerade sie eigentlich ein zentraler Charakter ist! Viele Fans sind sich aber einig, dass mit Judy Kuhn eine Darstellerin gefunden wurde, die Cosette doch noch ein wenig sympathisch macht und das beste aus der Rolle rausholt! Und das tut sie wirklich! Sie hat eine bezaubernde Stimme, die irgendwie beruhigend wirkt. Während viele Cosettes schrill klingen, singt sie den Sopran sehr dezent und gerade am Ende von „A Heart full of love" (einem der schönsten Liebeslieder überhaupt!) klingt der hohe Ton sehr schön. Auch „In my life" klingt wunderbar und besonders im zweiten Akt gibt sie noch einmal alles. Meiner Meinung nach ist sie die beste Cosette überhaupt (sie erhielt auch eine Tony-Award-Nominierung, verlor jedoch Frances Rufelle, die die sympathische Eponine verkörperte!!!!! Muss man mehr sagen??) und es ist wirklich schade, dass man sie nur so selten hört. Lobenswert ist auch Hannah Chick, die die junge Cosette spielt. Ihr Lied „Castle on a cloud" klingt sehr schön und es ist bemerkenswert, wie souverän sie allein auf der Bühne spielt und selbst ein plötzlich platzender Luftballon bringt sie nicht aus dem Konzept. Nach den einzelnen Darstellern soll auch der große Chor gelobt werden, der so in einen Aufführung nicht eingesetzt werden kann und deswegen diese Aufführung zu etwas ganz besonderem macht! Besonders im Finale und im Lied „One day more" (dem besten des Musicals!) kommt er voll zum Einsatz. Fazit also: das wohl beste Musical der Welt in der besten Besetzung, die man sich vorstellen kann!
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