Kundenmeinungen
Mitreissend, 27. Juni 2006
Ich finde, dass das eine sehr gelungene Verfilmung des Grafen von Monte Christo ist, die sich sehr genau an das Buch hält, allerdings wird dem Grafen eine Geliebte angedichtet die er gar nicht hat. Das stört jedoch nicht sonderlich, da der Film ein meiner Meinung sehr gutes, und wenn auch ein anderes, so doch ein besseres Ende hat als das Buch. Die wenigen Male, wenn etwas geändert und ein wenig anders dargestellt wurde, so wurde es meist verbessert, was bei Verfimlungen eines so umfangreichen Buches nicht oft der Fall ist. Eine dieser Veränderungen ist zum Beispiel, dass das Buch in der Rache und den Taten der einzelnen Personen mehr ins Grausame gehen, dass es für mich oft unverständlich war, wie selbst von Neid oder Rache erfüllte Menschen soetwas vollbringen können, was im Film etwas abgeschwächt und dabei doch nicht übertrieben wurde.
Bertruccio ist im Film wundervoll, ein rührender Charakter, den man einfach lieben muss und im Film von mehr Bedeutung als im Buch, was einen neuen Pluspunkt für den Film ausmacht.
Ornella Muti verkörpert Mercedes sehr gut, sie scheint perfekt in diese Rolle zu schlüpfen und bringt auch ihr Wesen gut rüber. Obgleich Gerard Depardieu ein guter Schauspieler ist, scheint er ein wenig unpassend, da der Graf von Monte Christo ein junger dunkelhaariger eher dünnerer geheimnisvoller Mann ist, der nie seine Gefühle offenbart und etwas erhabenes und edles Ausstrahlt.
Ich werde nun noch einmal näher auf den Schluss des Filmes eingehen. Ich habe zuerst diese Verfilmung gesehen und daraufhin auch das Buch gelesen und muss ehrlich sagen, dass ich vom Ausgang des Buches enttäuscht war. Falls Sie weder eine Verfilmung noch das Buch kennen bitte ich Sie nicht weiter zu lesen, da ich nun über den Schluss schreibe. Im Film kommen Mercedes und Edmond am Schluss zusammen, was ich ein sehr schönes und nach all diesen Leiden auch verdientes Ende finde, während es im Buch eine vollkommen verzweifelte und von allen verlassene Mercedes gibt, die von sich selbst sagt, dass sie vor Gram und Kummer dahingerafft werden wird. Die beiden Hauptcharaktere reden zwar am Schluss noch miteinander, doch nachdem die beiden schon in Gesprächen davor einander ihre ewige Liebe gestanden haben und Edmond sich sogar ihretwegen opfern will, erstaunt es mich, dass er sie dann in ihrem Schmerz verlässt. Statt mit ihr zusammen zu leben, kommt er dann schließlich mit Haidee zusammen, die er eigentlich als Tochter amgenommen hat. Obwohl sie ihn abgöttlich liebt, so hat man nicht den Eindruck, dass er das selbe empfindet. Ehrlichgesagt bin icn enttäuscht und verwundert, dass nach all dieser Spannung zwisschen den beiden und der großen Liebe, welche man zwischen ihnen spürt, erstaunt, dass Edmond sie nach all dem doch verlässt und sie in ihrem Schmerz alleine lässt, sie, die alles verloren hat und in ihrem Leben nie Glück gekannt hat. Insofern finde ich den Film viel besser, wenn auch im Buch einige andere gute Dinge vorkommen, die weggelassen wurden.
Ich empfehle Ihnen diesen Film auf jeden Fall, denn auch wenn er lang ist, so ist er gut aufgeteilt. Er enthält Spannung und ist faszinierend und es geht einem auch nahe, wie einem so edlen jungem Mann, der mitten im Glück schwebt nur aus Neid solch ein Unglück angetan werden kann.
Dem Original so nah und doch so fern, 5. April 2005
Unter all den Verfilmungen die ich bisher gesehen habe steht diese der Buchvorlage über weite Strecken am nächsten. Zu meinem großen Bedauern muß ich sagen, dass weite Strecken in diesem Fall nicht ausreichen. Man kann sich wie ich finde durchaus noch mit dem etwas zu kurz geratenem Gefängnisaufenthalt arrangieren, denn es folgt eine für mich durchaus gelungene Umsetzung von Monte Christos Abrechnung mit seinen männlichen Feinden. Den Todesstoß erhält der Film dann meiner Meinung nach durch das Happy End mit Mercedes. Edmond Dantes ist nach seinem Gefänginisaufenthalt nur von dem Gedanken der Rache beseelt und Mercedes trägt die Hauptschuld am Tode seines Vaters, daher darf das Ende dieser Verfilmung, in der die Rache als Leitmotiv herausgearbeitet wurde, nicht durch eine derartige Inkonsequenz und Missachtung der Romanvorlage ad absurdum geführt werden!!!! Was den Hauptdarsteller angeht, so haben meine Vorgänger bereits alles gesagt! Mein Tipp kauft euch "Richard Chamberlain"! Zwar weit weg vom Original dafür aber wirklich sehenswert und verdammt gut besetzt!
Megaknilch
Graf von Monte Christo /Depardieu, 5. Oktober 2004
Depardieu mag zwar ein guter Schauspieler sein, aber als GRAF VON MONTE CHRISTO ist der total fehlbesetzt ! Er tapst wie ein Bauer durch die Handlung, die geheimnisvolle Aura die den Grafen umgibt, fehlt ihm komplett! Ausserdem wurde die Kerkersequenz die eine der wichtigsten der ganzen Handlung ist so schnell abgehandelt daß Depardieu nicht mal einen Bart hatte und daß obwohl er fast 20 Jahre eingesperrt war. Aber wahrscheinlich bekam er jeden Tag ein Rasiermesser. Die beste Monte Christo Verfilmung ist und bleibt der Zweiteiler aus den 50er Jahren mit Jean Marais in der Titelrolle !!!
Film Top, DVD Flop, 28. Februar 2004
Die Verfilmung an sich ist durchaus sehenswert und wurde damals bei der Erstausstrahlung im ZDF auch mit Spannung mitverfolgt. Leider jedoch wurde bei den DVDs geschlampt.
Daß der Film auf zwei DVDs verteilt ist, finde ich (bei einer Filmlänge von 6 Stunden) gut. Die Bildqualität ist größtenteils hervorragend. Unverzeihlich sind jedoch während des ganzen Films zahlreiche auftretende Bildfehler. Dies sind teilweise Fehler im Stream, die zu wahnwitzigen Verfärbungen / Verwischungen / MPEG-Fragmenten führen. Teilweise liegt der Fehler jedoch auch in der Bildquelle - das Bild enthält kurzzeitig feine Streifen, es scheint als wäre die DVD durch Digitalisierung einer nicht ganz einwandfreien Filmrolle entstanden. Tonaussetzer habe ich jedoch nicht bemerken können. Angesichts dieser Mängel sind diese DVDs aus meiner Sicht höchstens 10 EUR wert, nicht jedoch die 40, die ich dafür bezahlt habe. Leider hat man praktisch keine andere Wahl, um an den Film zu kommen. Schade eigentlich.
Film ist Klasse - DVD ist ein Flop, 8. Februar 2004
Die Verfilmung der Geschichte des Grafen von Monte Christo finde ich mit G. Depardieu sehr gelungen. Aber die Fassung auf den DVD ist ihr Geld nicht wert, weil: - sie im Vergleich zur TV-Version gekürzt ist: es fehlen einige wichtige Passagen. Z.B. die Eröffnung von Mercedes, dass Ihr Sohn der Sohn von Edmond Dantes sei und dass sie wegen der Schwangerschaft seinen besten Freund so schnell geheiratet hat. - die deutschen Untertitel komplett fehlen! - ich finde, dass es ein Unding ist, einen Film getrennt auf zwei verschiedenen DVDs zu vetreiben.
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