Kundenmeinungen
Prima Regie, sympathische Darsteller und ein neuer Vorspann, 26. Oktober 2007
Die Geschichte kennt wohl jeder Filmliebhaber: Prinzessin flüchtet vor ihren steifen Alltagspflichten und lernt einen "selbstlosen" Journalisten kennen, der ihr Rom zeigt und so seine wertvolle Zeit opfert. Beide verleugnen ihre Identität aus unterschiedlichen Gründen. Er, weil er sich, nachdem der Groschen gefallen ist, eine profitable Story von Ihrem gemeinsamen Ausflug verspricht und sie, naja, warum wohl...
Und wie im Märchen verlieben sich beide ineinander, aber (obwohl es sich hier nur um ein Königskind handelt) sie konnten zusammen nicht kommen.
Über Audrey Hepburn muss ich wohl nicht viel schreiben. Ihre Grazie wurde völlig zurecht mit den entsprechenden Aufmerksamkeiten geehrt.
Keine Ahnung, ob Cary Grant, den ich ebenfalls sehr schätze, die Rolle des Joe Bradley spektakulärer oder besser gespielt hätte, aber wenn er für die Rolle gesetzt war, dürfte zu dieser Zeit Gregory Peck wohl die einzig glaubhafte Alternative gewesen sein und so prägt dieser in "Erinnerungen an Ein Herz und eine Krone", einem sehr gelungenen Extrabonbon dieser DVD, in dem es übrigens auch sehr seltene Aufnahmen von Audrey Hepburn vom Vorsprechen zum Film gibt, den ironiegetränkten Satz: "Ich glaube, ich habe kein einziges Drehbuch vor Cary Grant gelesen".
In diesen Erinnerungen erfährt übrigens genau dieses bzw. dessen Schreiber endlich seine Rehabilitation. Wie viele andere Autoren, Schauspieler und Regisseure sympathisierte Dalton Trumbo mit den Kommunisten und fand sich daher auf der schwarzen Liste wieder. Während Frank Capra die Dreharbeiten zu diesem Film als Regisseur ablehnte, hatte William Wyler kein Problem damit, die Geschichte des Autoren unter einem Pseudonym zu realisieren. Fünfzig Jahre nach dem Dreh fand nun der richtige Name wieder Einzug in den erneuerten Vorspann.
Der Film ist qualitativ hochwertig restauriert worden, auch hierzu und zum Vorspann gibt es eine Geschichte in den Extras, und auch die DVD selbst erfüllt alle Ansprüche. Die vielen Extras sind, genau wie der Film, in den weltläufigsten Sprachen untertitelt.
Ein Effekt, der mir bei vielen restaurierten Schwarz-Weiß-Produktionen auffällt, ist ein leichter Grünstich in den Grautönen, der aber nicht wirklich störend ist.
And the oscar goes to Audrey Hepburn, 13. August 2007
Völlig verdienterweise bekam Audrey Hepburn für die Rolle der Prinzessin Anne 1953 den Oscar als beste Schauspielerin. Sie spielt ihre Adelsrolle so überzeugend, dass man glauben könnte in ihren Adern fließe tatsächlich blaues Blut. Dieser Film bietet so ziemlich alles, was man von einem Paramount Film der 50iger Jahre zu erwarten hat. Umwerfende Schauspieler, Komödie, Romantik, grandioses Finale
Auf jeden Fall ist dieser Film ein Muss für alle, die gerne diese Art von Filmen anschauen und natürlich auch für alle Hepburn Fans.
Sehr schön mit ganz kleinen Schwächen, 13. August 2007
Auf jeden Fall ein sehr schöner Film, vor allen Dingen wenn man selber ein Rom-Liebhaber ist. Die erste Hälfte des Films ist leider etwas in die Länge gezogen und an manchen Stellen doch ein wenig unglaubwürdig und übertrieben (was aber auch zu erwarten war). Gregory Peck wirkt anfangs auch ein wenig steif, da hätte ein quirliger Cary Grant natürlich besser gepasst. Aber mit der Zeit lockert sich das ganze und wir erleben einen schönen Urlaub in Rom (so der Originaltitel) mit einigen witzigen und schönen Einfällen. Also auf jeden Fall sehenswert. Toll Audrey Hepburn und vor allem auch Eddie Albert als rasender Fotograf. Und das Ende ist natürlich schön rührend, wie es sein sollte. 4 Sterne allemal dafür, dass es heute keiner mehr schafft solche Filme zu drehen (oder will die keiner mehr sehen?)
originell & schön, 7. August 2007
Heute gibt es viele Filme mit diesem Muster: Prinz/Prinzessin hat genug vom strengen Protokoll und reißt aus, trifft dabei die Liebe ihres Lebens und kommt dadurch in ein Dilemma, da es schier unmöglich scheint diese Person zu heiraten. Diese Filme sind meist drittklassig, langweilig, mit vorraussehbaren Ende und furchtbar überzogen.
Doch "ein Hert und eine Krone" ist anders. Nichts in dem Film wirkt irgendwie abgedroschen oder übertrieben. Er ist einfach nur wunderschön und witzig mit einem umverfenden(!) Gregory Peck und einer bezaubernden Audrey Hepburn.
Ohne einander zu erzählen, wer sie in Wirklichkeit sind, verbringen die beiden einen Tag in Rom und merken erst als er fast vorbei ist, dass sie sich ineinander verliebt haben. ( Wie es ausgeht soll an dieser Stelle nicht verraten werden.)
Zwischendurch zieht der Film sich zwar etwas, doch wenn man ihn zuendegeguckt hat, kommt man zu dem Schluss, dass dies dem Film keinen Abbruch tut. Der Film als Ganzes ist einfach unglaublich gut und originell gemacht und ist einfach wunderschön!!!
Der allerschönste Liebesfilm aller Zeiten mit einem hinreißenden Traumpaar, 2. August 2007
Mag ja sein, dass die berühmtesten Liebesfilme aller Zeiten Filme wie ,Pretty Woman', ,Casablanca' oder ,Vom Winde verweht' sind. Aber ich garantiere, dass keiner dieser Filme so schön ist wie dieser bezaubernde Klassiker von 1953, ,Ein Herz und eine Krone'.
Handlung: Prinzessin Anne (Audrey Hepburn) ist auf Dienstreise in Europas Hauptstädten unterwegs und offensichtlich gelangweilt von dem königlichen Leben. Als sie in Rom schließlich genug hat, bückst sie nachts aus dem königlichen Hofe aus um auf eigenen Beinen Rom zu besichtigen. Doch da sie zuvor ein Schlafmittel bekommen hatte, schläft sie auf offener Straße ein und wird von dem amerikanischen Reporter Joe Bradley (Gregory Peck) aufgesammelt. Der nimmt sich netter Weiße ihrer an. Als er am nächsten Morgen spitz kriegt, wer das Mädchen, dass auf seinem Sofa schläft, wirklich ist, sieht er darin eine große Story. So erkunden beide gemeinsam Rom, ohne dem jeweils anderen zu erzählen, wer er oder sie wirklich ist. Sie verlieben sich ineinander, doch beide wissen, dass ihre Liebe keine Zukunft hat.........
,,Ein Herz und eine Krone" klingt zwar kitschig, ist es aber überhaupt nicht! Es ist eine Geschichte über zwei Menschen, die von der Herkunft so unterschiedlich wie Tag und Nacht sind, sich aber persönlich wundervoll ergänzen. Umso trauriger, dass man die ganze Zeit weiß, dass deren Liebe nicht gut gehen kann und Anne wieder zurück muss. Doch gerade das macht diese Lovestory zu so einer Besonderen. Im Gegensatz zu ,Casablanca' spürt man auf eine wunderschöne Art wie die beiden sich immer näher kommen und sich schließlich lieben, im Gegensatz zu ,Pretty Woman' kann man (ja man muss sogar!) aus tiefstem Herzen weinen und das Ende ist realistisch. Und im Gegensatz zu ,Vom Winde verweht' kommt ,Ein Herz und eine Krone' ohne Kitsch und opulenten Inszenierungen aus. Dieser Film ist einfach schlichtweg 113 min. Kinomagie, Romantik und Schönheit pur.
Die beiden Hauptdarsteller, auch laut meiner Meinung zwei der schönsten Stars aller Zeiten, harmonieren auf eine wunderbare Art zusammen und beide stehlen Rom mit deren Schönheit die Show. Man glaubt wirklich, dass Gregory Peck Audrey Hepburn liebt und dass Audrey Hepburn eine Prinzessin wäre.......
Interessant zu wissen ist:
Ursprünglich sollte Frank Capra (Regisseur von ,,Ist das Leben nicht schön") den Plot mit Cary Grant und Liz Taylor verfilmen. Doch Capra und Taylor hatten keine Zeit und Cary Grant wollte nicht, da er meinte, der Film handele mehr von der Dame...
,,Ein Herz und eine Krone" war der erste amerikanische Film, der im Ausland gedreht wurde
Gregory Peck, damals schon großer Star, ging einmal nach Drehschluss zu den Produzenten und bat darum, den Namen der damals gänzlich unbekannten Hepburn auf den Filmplakaten und in dem Vorspann an erster Stelle zu stellen. Er sagte: ,,Wenn ihr Name nicht neben meinem erscheint, mache ich mich doch total zum Idioten! Dieses Mädchen wird einen Oscar gewinnen! Ihr Name kommt über den Titel!" . Und tatsächlich, auf den damaligen Plakaten erschien Audreys Name an erster Stelle und sie gewann den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle 1953.
Zu der DVD ist zu sagen: Wirklich liebevoll gemacht. Es sind viele schöne Extras und Ton und Bild der DVD sind hervorragend. Und wer kein Englisch versteht, ist mit der deutschen Synchronfassung gut bedient ( hier hört man die Gary Cooper Stimme Wolfgang Lukschy und die Sophia Loren Stimme Marion Degler).
Insgesamt ist der Film wirklich zu Empfehlen! Wenn es ging, hätte ich diesen Klassiker auch 10 Sterne gegeben! Er rührt mich immer wieder zu Tränen! Wer diesen Film noch nicht gesehen hat ist einerseits zu bedauern aber auch zu beneiden, weil er oder sie noch ein so schönes Ereignis vor sich hat!
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