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Touchstone: Jenseits der Stille

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Jenseits der Stille

mit Tatjana Trieb Sylvie Testud Howie Seago

Regie: Caroline Link

Touchstone

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Beschreibung

Wunderschöne, witzige und wunderbar berührende Coming-of-Age-Geschichte von Caroline Link, die für ihr Regiedebüt mit etlichen deutschen und bayerischen Filmpreisen überschüttet wurde. Erwachsen und selbständig wird darin Lara (Entdeckung Sylvie Testud, die auch in Caroline Links Nachfolgefilm, der modernen Adaption des Kästner-Klassikers Pünktchen und Anton eine wichtige Rolle spielt), die als Tochter gehörloser Eltern nicht so schnell von ihnen losgelassen wird. Als Kind übersetzt sie alte Liebesmelodramen im Fernsehen für die Mutter in Gebärdensprache und nutzt ihre Übersetzerfunktion schon mal beim Elterntag in der Schule zu ihren Gunsten aus. Als sie älter wird, beginnt sie sich fürs Klarinettenspiel zu interessieren. Ihr Vorbild ist Clarissa (Sibylle Canonica, die sonst in den Münchner Kammerspielen auf der Bühne steht), die Berufsmusikerin ist und von ihrem Mann (TV-Veteran Matthias Habich in einer prägnanten Nebenrolle) getrennt lebt. Doch Laras Vater, der keinen Sinn für die Welt der Musik hat, will ihr die Musikhochschule verbieten. Lara muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Weg gehen will.

In wunderschönen, poetischen Bildern (Kamera von Profi Gernot Roll), z.B. Schneefall vor den Fenstern oder ein Tanz auf dem Eis, erzählt Kinoregiedebütantin Link ihre ergreifende Geschichte ohne die Behinderten-Thematik kitschig-süßlich oder pädagogisch-engagiert auszuwalzen. Zur melancholisch-lebensfrohen Stimmung des Sleeperhits, der knapp zwei Mio. Menschen in die deutschen Kinos zog, bei Filmfestivals in Tokio und Chicago Preise gewann und sogar beim Oscar-Rennen mitmachen durfte, trägt maßgeblich die Musik von Niki Reiser bei, der beim Score sowie bei Vorführstücken von Lara Klezmer-Musik einbaute. --Heike Angermaier





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein bezaubernder, brillanter Film, 4. November 2007

Seit Jahren stand diese DVD in meinem Schrank, ohne sie gesehen zu haben. Gestern Abend schub ich das gute Stück endlich in den Player und bereute 108 Minuten später, dass die Scheibe so lange in meinem Schrank stand.

"Jenseits der Stille" ist ein einfühlsamer, spannender, interessanter, gefühlvoller Film und zweifellos eine Sternstunde des deutschen Films. Einmal mehr habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Film von Caroline Link immer einen Kauf wert ist, nachdem mich "Nirgendwo in Afrika" bereits sehr begeisterte. "Jenseits der Stille" hingegen berührte mich noch mehr -- mein neuer Lieblingsfilm.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  besonders wertvoll!, 30. August 2007

Der Film besticht durch seine klare Erzählweise, ohne viele Schnörkel, ohne kitschig zu sein auch bei den traurigen Erlebnissen, die die junge Lara hat. "Wie hören sich Schneeflocken an" - fragt der gehörlose Vater. Wie erklärt man das? Ganz besonders schön war für mich auch die zarte Liebesgeschichte. Wie viel Einfühlungsvermögen der junge Mann hatte und wie viel da noch an Verstehen zwischen den Zeilen stand! Ich mag Klarinettenmusik sehr und hatte später noch die Gelegenheit, ein Konzert mit Giora Feidman zu erleben, das genauso begann wie im Film gezeigt.
Jenseits der Stille wird mir immer unvergesslich bleiben!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Nicht so überragend, 26. Februar 2007

Der Film wirkt für mich wie ein Fernsehfilm, der künstlich Dramatik und Bedeutsamkeit vorspielen will. Für mich hatte der Film nichts besonders Herausragendes. Die Geschichte an sich ist ganz gut, doch die Umsetzung ist für mich zu plump. Vielleicht liegt das auch daran, dass - wie in so vielen Musikfilmen - die Schauspieler anscheinend nicht einmal die Grundzüge von Musikinstrumenten kennen. Weder Atemtechnik noch Spieltechnik sind vorhanden. Auch für einen Nichtmusiker sollte es unglaubwürdig aussehen, wenn die Hauptdarstellerin mitten in einem Lauf atmet und nur drei Finger bewegt.
Ich kann so was nicht ausstehen, ich fordere ja nicht das die Schauspielerin wirklich das Instrument erlernt, aber man könnte ihr wenigstens so viel beibringen, dass es für einen glaubwürdig aussieht


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Sehenswert, nicht überragend, 10. Februar 2007

"Jenseits der Stille" heißt ein deutscher Film, der mit vor allem französischen Schauspielern gedreht wurde. Er behandelt das Thema, das derzeit offensichtlich von der Filmwelt entdeckt worden ist. Man kümmert sich um Behinderungen. In diesem Film sind die Eltern des Mädchens, um den der Film sich dreht, taub. Sie stellt die Verbindung zur Außenwelt dar. Sie dolmetscht. Sie will aber auch ihr eigenes Leben leben. Da kommt ihr das Geschenk der Tante recht. Nun spielt sie Klarinette, entwickelt Talent und bricht aus. Der Konflikt ist in jeder Familie so oder ähnlich gegeben, allerdings hier angereichert um die Komponente einer Außen- und einer Innenwelt, die wirklich voneinander getrennt sind.
Der Film wird nie kitschig, er hält eine Balance, die in heraushebt aus der Massenware zu der er hätte verkommen können.
Ein sehenswerter, kein überragender Film.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Etwas Besonderes, 12. September 2006

Dieser poetische Fim von Caroline Link erzaehlt die Geschichte von Lara, die bei taubstummen Eltern aufwaechst und sich in den Klang der Klarinette verliebt. Daraufhin wird sie den Eltern teilweise fremd, sie bleibt aber bei der Musik, besucht ihre Tante in Berlin, die auch Klarinette spielt, lernt selbst das Spielen und versucht, ihrem Vater nach dem Tod der Mutter die Musik doch noch verstaendlich zu machen.

Es ist eine ganz wunderschoene, stille Geschichte zwischen Menschen, die einander zu verstehen versuchen und denen es auch, auf ganz unterschiedliche Weise, gelingt. Dazu gibt es eine kleine sanfte Liebesgeschichte, viele Impressionen und ein bezauberndes Konzert vom grossen Giora Feidman.
Mich hat der Film in seinen kleinen Gesten und den wunderbaren Bildern und nicht zu vergessen der unvergesslichen Musik, sehr beeindruckt.
Absolut sehenswert, nachdenklich stimmend und romantisch.




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