Kundenmeinungen
Schund, 3. Dezember 2007
Dieser Fernsehfilm ist ein billiges Machwerk. Lustlos schleppen sich mittelmäßige Darsteller durch eine stark vereinfachte, verfälschte Handlung. Vor allem der peinliche Schluss ist nicht im Buch zu finden. Auch die Ausstattung ist erbärmlich. Der arme Rutger Hauer muss sich mit einem viel zu großen und schweren, anscheinend von seiner Mutter selbst genähten Uniform-Mantel herumplagen. Die Synchronisation wird routiniert und ohne jedes Engagement von den Sprechern abgespult. Diesen Film braucht kein Mensch, lieber sollte man das hervorragende Buch im Original lesen.
Film: Vaterland (nach Robert Haris' gleichnamigen Roman), 15. August 2005
Kein schlechter Film, aber eine leider grauenhafte Umsetzung des sehr guten Romans!
Im Film wird das Märchen verbreitet, dass, wenn Amerika DAS gewusst hätte, man ja viel eher in den Krieg eingegriffen hätte. Dafür muss im Film letztlich auch noch John F. Kennedy als Präsident der Vereinigten Staaten herhalten. Im Roman ist 1964 fiktiverweise aber der etwa 75-jährige Joseph P. Kennedy (der Vater) Präsident der USA, und dessen antisemitische Haltung ist durch authentische Dokumente belegt. Auch sonst gibt es jede Menge Verfälschungen und Auslassungen hinsichtlich der Romanvorlage.
"Was wäre wenn" Film mit sehr vielen Schwächen, 22. Juni 2004
April 1964. Deutschland hat ganz Europa erobert. Nur im Osten liefern die Russen immer noch einen Partisanenkrieg. Amerika hat sich schon vor 1945 aus dem Krieg zurückgezogen. Zum 75 Geburtstag des Führers sollen der Ami-Präsident und der Kanzler A. Hitler zusammentreffen, um den kalten Krieg der zwischen dem Dt. Reich und Amerika herrscht zu beenden. Ein Mord geschieht und ein dt. Polizist namens März kommt mit der Hilfe einer amerikanischen Reporterin der Wahrheit über den Verbleib der Juden auf die Spur. Die GESTAPO versucht das zu verhindern. Interessantes Szenario mit sehr vielen logischen Fehlern (obwohl 1965 ist scheint sich gegenüber 1945 technisch und modemäßig rein gar nichts verändert zu haben) und einem sehr sehr schwachen abrupten Ende. Die Charaktere sind recht flach und heben sich kaum ab. Die Nebendarsteller rennen nur herum heben den Arm und schreien "Heil", wirken dabei aber nie wirklich wie Deutsche, eher eben wie amerikanische Statisten. Daher wirk alles "Unecht" Man hat sich nicht mal die Mühe gemacht die Texter der gesungenen Lieder (Dt. Nationalhymne; Horst Wessel Lied) zu übersetzen, es wird nur irgendwelches kauderwelsch gesungen, welches wohl dt. klingen soll.. Bei diesem Film wäre weitaus mehr drin gewesen! Wirklich lieblose Umsetzung. Schade.
Sehenswert - Eine futuristische Horrorvision, 22. Mai 2004
Was wäre wenn Hitler den Weltkrieg gewonnen hätte? Berlin, 1964: Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg gewonnen, Adolf Hitler erwartet den US-Präsidenten zum Abschluss eines Friedensvertrags. In diesen Tagen kommt es zu mysteriösen Morden an hochrangigen NSDAP-Mitgliedern. SS - Offizier März ermittelt mit Hilfe der amerikanischen Journalistin Charlie Maguire und deckt schießlich eine atemberaubende Verschwörung auf: Offensichtlich sollen alle Beteiligten des Holocausts eliminiert werden. Da wird März von der Gestapo verhaftet...
Der packende wie kontroverse Thriller beruht auf dem Bestseller von Robert Harris, der in seinem Roman ein albtraumhaftes Szenario von dem Fortbestand des "1000-jährigen Reiches" entwickelte. Ein wirklich sehenswerter Film, der ein bisschen zum Nachdenken anregt.
Erbärmliche Umsetzung, 19. Februar 2004
Vielleicht hätte ich das Buch vorher nicht lesen sollen, aber jeder der dies getan hat wird von dem Film zwangsläufig enttäuscht werden. Zwar ist Rutger Hauer als Xaver März für mich die Idealbesetzung, jedoch wurde der Charakter aus dem Buch derartig verfälscht das man ihn kaum wiedererkennen kann. Klar, er ist immer noch kein überzeugter Nazi, aber auch nicht der kleine Rebell aus dem Roman. Im Buch unterlässt er den Hitler-Gruß so oft es geht, im Film erwiedert er ihn jedesmal brav und trägt auch permanent die Uniform, in welcher er sich im Buch so unwohl fühlt. Überhaupt fehlen viele der Schlüsselszenen aus dem Roman: Der Bruch mit seinem Sohn, der Verrat seines Freundes, die Ausreiseschwierigkeiten in die Schweiz, die Mißhandlungen durch die Gestapo,... Die ganze Geschichte wurde schlichtweg weichgespült und ihrer Atmosphäre beraubt. Die 2 Sterne gibt's von mir lediglich für die Darsteller.
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