Kundenmeinungen
Hurrraaaaa! - Schön ist's in Seelenfrieden..., 24. November 2007
Mit "Arsen und Spitzenhäubchen" hat Frank Capra einen Evergreen geschaffen, das hoffentlich nie mit einem Remake "geehrt" wird. Keiner kann Grants Grimassen nachmachen. Man stelle sich vor, Jim Carrey als Mortimer Brewster? Niemals... Und, wer die alten Tanten Josephine Hull und Jean Adair als die beiden Schwestern Abby und Martha Brewster sowie John Alexander als Teddy für überdreht hält: Sie sind eigentlich der Grund dafür, dass der Film überhaupt existieren konnte. Waren sie doch schon bereits seit 1941 im Stück dabei. Der große Erfolg des Bühnenstückes verzögerte sogar die Uraufführung des Films bis 1944!
Mortimer Brewster (Grant), gefeierter Theaterkritiker und Autor eines Buches über den Fehler der Ehe hat - na? - geheiratet und zwar das hübsche Pfarrerstöchterchen. Ein Fressen für die Presse, daher wird inkognito zum Standesamt gegangen. Als er sich bei seinen Tantchen verabschieden will, entdeckt er eine Leiche in der Fenstertruhe. Doch sein Entsetzen reißt nicht ab. Die Tanten wissen nicht nur von der toten Leiche, nein, sie haben sie auch fabriziert und 11 weitere liegen unten im Keller. Teddy, sein geisteskranker Bruder, der sich für Präsident Roosevelt hält und wie ein Bekloppter mit einem Hurraaaa die Treppen hochrennt nachdem er in seine Trompete geblasen hat, hält die Toten für ein Opfer des Gelbfiebers. Daher bestattet er sie im Panamakanal, was nix anderes heißt, als dass sie im Keller verbuddelt werden. Die Tanten haben kein Unrechtbewusstsein, sondern dies gehört alles zu ihrem Programm "Näher zu Gott". Sie vergiften Alleinstehende, die keine Menschenseele um sich haben und verbringen mit ihnen so den letzten schönen Augenblick. Mortimer rastet aus und glaubt, man könne dies Teddy anhängen. Schnell wird der Taxifahrer vergessen, der draußen auf ihn wartet und da war doch noch irgendwas mit Flitterwochen. Prompt wird mit Seelenfrieden telefoniert, der Bruder muss doch eingewiesen werden. Cop O'Hara, der neue Polizist im Revier, der mit seinem Bühnenstück ständig nervt und Mortimers Bruder, ein Massenmörder und Geisteskranker, der nach einer missglückten OP seines Dr. Einsteins (Peter Lorre) so aussieht wie Frankenstein (Raymond Massey) und obendrein noch einen ziemlich toten Mr. Spinalzo mitgebracht hat, machen das Chaos perfekt. Es kommt keine Langeweile auf. So spielt nahezu der gesamte Film an nicht ganz einem Tag und fast nur in der großen Eingangshalle bzw. Wohnzimmer des Hauses, wie beim Theater! Der herrlich rabenschwarze Humor und die unvergesslichen Gesichtsausdrücke und Ausraster Grants machen dem Film zu einem Meisterwerk.
Die DVD beinhaltet gleich drei Versionen des Film, ansonsten kaum Extras. Auch wenn man seinerzeit kein Bonusmaterial produzierte, könnte man dafür wenigstens den Preis der DVD etwas drücken...
Ein echtes Meisterwerk, 28. Oktober 2007
Die Mischung aus Humor und Grauen verleiht beiden schärfere Konturen - man lacht lauter und gruselt sich mehr, sicher ein Verdienst von Frank Capras Regie und dem einzigartigen Cary Grant. Mir persönlich kommt Situationskomik mehr entgegen, als augenrollender Klamauk - je "ernster" der Witz verpackt ist, desto mehr kann ich darüber lachen. Bei diesem Film gibt es dazu reichlich oft Gelegenheit, deshalb ist er fester Bestandteil meiner Sammlung.
Wundervoller Film!, 21. Juli 2007
Wer den verdrehten (aber irgendwie dann doch noch glaubwürdigen) Humor dieses Films mag, der wird ihn sich immer wieder anschauen wollen. Nie waren zwei Mörderinnen sympathischer als die Geschwister Bructer, die jeden mit offenen Armen empfangen und großzügig bewirten, und dabei nebenbei einsame alte Männer umbringen (natürlich nur aus reiner Nächstenliebe) und in ihren Keller verscharren!
Grand ist in diesem Film einfach in Hochform. Ein Gesichtsausdruck von ihm bringt einen mehr zu lachen als tausend Worte! Aber man sollte auch die anderen Schauspieler nicht vergessen zu loben. Besser kann man dieses Stück wohl nicht spielen.
Zur DVD läßt sich sagen: Da gibt es absolut nichts dran auszusetzen, im Gegenteil. Sie enthält nicht nur die (leider gekürzte) Fernsehfassung sondern auch die ursprüngliche Kinofassung (ungekürzt aber mit grauenvoller Synchro). Und selbstverständlich das englische Original. Sogar einige extras sind dabei. Was will man mehr?
Spitzenfilm, 21. Januar 2007
Ein Spitzenfilm. Muskelkater der Lachmuskeln ist auch beim wiederholten Sehen so sicher wie das Amen in der Kirche. Auch hier sei meinem Freund Otis ewiglich Dank, dass er mir diesen Film zeigte. Dies ist ein Film, den man kennen muss.
Mortimer: Wollt ihr den Toten etwa im Keller vergraben? Ist das euer Ernst?
Tante: Natürlich. Das haben wir mit den anderen auch getan.
Mortimer: Moment. Was heißt andere? Heißt das etwa andere? Mehr als ein anderer?
Geht so !!!, 18. Januar 2007
Früher hatte ich irgendwie eine Abneigung gegen den Film "Arsen u. Spitzenhäubchen" weil ich ihn aufgrund der beiden überdrehten Tanten irgendwie langweilig fand, deshalb habe ich ihn mir im TV auch nie großartig angesehen, sondern meist weggezappt.
Im Zuge eines Kaufes einer Cary Grant DVD Box, in der der Film sich befand, entschied ich mich doch zum ersten Mal mir den Film einmal bewußt anzuschauen.
Um es gleich vorweg zu sagen, ein Fan von diesem Film ist inzwischen aus mir nicht geworden, da er, um es vorsichtig auszudrücken, doch sehr überdreht u. albern ist. Man muß diese Art der Komik wirklich mögen, daß der Bruder plötzlich aussieht wie Frankenstein usw., also das ist schon alles sehr gewöhnungsbedürftig, auch die hohen Kreischstimmen u. Kreischeinlagen der diversen weiblichen u. männlichen Darsteller sind extrem gewöhnungsbedürftig, also mein Fall ist es nicht.
Wer auf "Ulkfilme" a la Hollywood steht oder ein echter Cary Grant Fan ist, der sollte sich den Film auf jeden Fall einmal anschauen. Für alle anderen gilt jedoch, lieber die Finger davon lassen !!!
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