Beschreibung
Nach dem europaweiten Erfolg von Don Camillo und Peppone im Jahre 1952 war es nur eine Frage der Zeit, bis die erste Fortsetzung in die Kinos kommen sollte. Als diese 1953 unter dem Titel Don Camillos Rückkehr nicht weniger erfolgreich in den Kinos lief, wurden die beiden Hauptdarsteller Fernandel und Gino Cervi gleich für einen dritten Teil engagiert, der zwei Jahre später in die Lichtspielhäuser kommen sollte: Die große Schlacht des Don Camillo. "Lachen mit Jesus und Marx", so betitelte der deutsche Filmjournalist Hans Messias einst einen Artikel im katholischen Filmdienst. Besser kann man die Handlung sämtlicher Filme um den Geistlichen Don Camillo und seinen kommunistischen Widersacher, Bürgermeister Peppone, kaum zusammenfassen. Die Geschichte der beiden spielt grundsätzlich in Brescello, einem armen Städtchen in der italienischen Poebene und schließt -- mehr oder minder direkt -- an den zweiten Teil an. Die Lokalregierung der Kommunisten hat sich bewährt, denn Peppone hat sich im Laufe der Jahre, in denen er das Städtchen als Bürgermeister regiert, zu einem umsichtigen Provinzpolitiker entwickelt. Er mag zwar den Kommunismus predigen, doch in Wahrheit in Peppone ein Pragmatiker, der nur das Beste für die Menschen will. Als Kommunist aber hat er ein gespaltenes Verhältnis zur Kirche. Und damit zu seinem alten Widersacher Don Camillo. Bei den anstehenden Parlamentswahlen kandidiert Peppone nun für den Senat. Zum Missfallen Don Camillos. Der will einerseits nicht, dass die Kommunisten nun auch noch in Rom eine Mehrheit stellen -- tief in seinem Inneren aber will er ganz einfach verhindern, dass Peppone die Stadt verlässt. Inszenatorisch betrachtet ist der dritte Teil etwas weniger geschlossen als der zweite -- und vielleicht beste Teil der Serie. Teil drei aber braucht sich keine Zeit mehr zu nehmen, die Hauptfiguren in irgendeiner Form vorzustellen. Nach zwei Filmen sind die beiden Streithähne wie gute, alte Bekannte für das Publikum. Der gesamte Humor des Filmes basiert daher auf der Interaktion dieser beiden Dickköpfe Peppone und Don Camillo, die einander perfekt ergänzen und einmal mehr zu Höchstleistungen auflaufen. Das Ergebnis ist, trotz kleiner Schwächen in der Dramaturgie, einmal mehr eine das Leben bejahende Komödie, die aufzeigt, dass es für alles im Leben eine Lösung geben kann -- vorausgesetzt Menschen wie Don Camillo und Peppone treffen aufeinander. Denn bei all ihren Streitereien, Sticheleien und sogar Handgreiflichkeiten der beiden gegeneinander: In ihrem Kern sind beide gute Kerle, denen das Wohl der anderen mehr am Herzen liegt als ihre eigene Glückseligkeit. --Christian Lukas
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