Kundenmeinungen
Sexy, 28. Juni 2007
Die Besten Szenen sind allgemein bekannt aber auf jeden Fall sehr sehenswert. Wer den Film ausleiht sollte offen für etwas anderen Sex sein und natürlich auf Kim Basinger stehen. Die sieht in diesem Film einfach atemberaubend aus. Viel Spaß.
Letzter Tango in New York oder Der Skandalfilm der 80-er, 22. April 2007
Die attraktive und frisch geschiedene Kunsthändlerin Elizabeth (Kim Basinger) lernt zufällig den eiskalten Wallstreet-Manager John (Mickey Rourke) kennen und gerät damit in ein Verhältnis ausufernder sexueller Hörigkeit. John entwürdigt Elizabeth in ihrer zweimonatigen Bekanntschaft mit immer ausgeklügelteren sexuellen Praktiken - und geht damit zu weit ...
Adrian Lyne (*1941) drehte zwei Jahre nach seinem Welterfolg FLASHDANCE (1983) mit dieser Story über sexuelle Obsessionen gewissemaßen den LETZTEN TANGO der 80-er Jahre. Ebenso wie Bernardo Bertoluccis DER LETZTE TANGO IN PARIS (1971) wurde 9 1/2 WOCHEN zum Skandalerfolg. Allerdings rief die Amour-Fou-Story der 80-er keine beschlagnahmenden Sittenwächter mehr auf den Plan. Die FSK-Freigabe von 1986 lautete jedoch ab 18 Jahre. Ebenso wie in FLASHDANCE arbeitete Lyne (spätere Erfolge: EINE VERHÄNGNISVOLLE AFFÄRE (1987), EIN UNMORALISCHES ANGEBOT (1993), UNTREU (2002)) mit Mitteln der Werbefilmästehtik. Der Soundtrack (u.a. Joe Cocker und Bryan Ferry) ist noch heute wirkungsvoll.
Nach fast 20 Jahren war 9 1/2 WOCHEN für mich ein spannendes Wiedersehen. In diesem Zusammenhang ist der von Produzent Zalman King 1989 realisierte Film WILDE ORCHIDEE (2005 erschienen als MGM-DVD) ebenso eine Wiederentdeckung wert. Der seinerzeit als "9 1/2 Wochen der 90-er Jahre" beworbene und von der Kritik gnadenlos verrissene Film zeigt einen etwas älteren Mickey Rourke in einer durchaus vergleichbaren Rolle.
9 1/2 WOCHEN wurde seinerzeit von dem (meines Wissens nicht mehr existenten) deutschen Filmverleih JUGENDFILM vertrieben. Die seit 2001 von FOX erhältliche DVD (FSK 16) enthält den Film ungekürzt - allerdings (außer dem Kinotrailer) ohne Extras und in teilweise unbefriedigender Bildqualität. Mangels Alternativen dennoch unbedingt ein Kauf!
Ich hätte lieber..., 12. April 2007
...die Zeit für Üben mit meiner Klarinette verbringen sollen. Ich las die Rezensionen und habe trotz einige, "nach unten zeigende Daumen" den Film ausgeliehen. Ich bin zu stur: ich wollte mehrmals abschalten, aber schaute doch bis zum Ende. Fehlentscheidung.
Meine Meinung nach ist der Film wie einige Hochglanzmagazine im Wartezimmer: schöne Bilder, ohne Inhalt. Die Geschichte ist nicht nachvollziehbar. Erotik? Mit vierzehn hätte ich noch vielleicht meine Freude gehabt.
Leute! Lass die Finger von dem Film. Schaut lieber zum Beispiel Big Fisch an!
Der mit dem Eis spielt, 7. April 2007
"Sagen Sie nachher nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt." Etwas Diabolisches schwingt in der Stimme von John (Mickey Rourke), dem gut gekleideten Broker, der nicht viel tun muss, um Elizabeth (Kim Basinger) zu gefallen. Es ist seine pure Präsenz, dieses süffisante Grinsen, gepaart mit guten Manieren und einer kultivierten Lebenslust, die die junge Galeristin schwach macht. Plötzlich taucht er auf, erfüllt ihre geheimsten Wünsche. Kocht für sie, umsorgt sie, taucht mit ihr ins pralle Leben von New York. Elizabeth hat Schmetterlinge im Bauch, schwebt auf allen Wolken - und stürzt unvermittelt ab. Denn ihr Lover ist eiskalt, wenn es um seinen Lustgewinn geht.
"9 1/2 Wochen" ist nach heutiger Sicht eher eine amouröse Kurzgeschichte als ein Tabu brechender Erotik-Thriller. Trotzdem bleibt erstaunlich, dass dieser Kultfilm der Achtziger nach über zwanzig Jahren noch bewegt und fordert. Nur vermeintlich ergötzt er sich an der Überstilisierung der Yuppie-Ära, als die ersten CD-Player aufkamen und es hip war, riesige Lofts in Manhattan zu bewohnen. Im Subtext liefert der Film mehr, hier läuft die eigentliche Geschichte. Die perfekt inszenierten Bilder sind nur der Eyecatcher, um moralische Fragen von Lust, Leidenschaft und plötzlicher Grenzüberschreitung aufzuwerfen.
Als Broker hat John Geld wie Heu und kauft sich Extravaganzen. Aber im Grunde bedeuten sie ihm nichts. Denn er sucht den ultimativen Kick - und den findet er im Sex. Zu Beginn ihrer Beziehung, die nur zwei Monate dauert, machen John und Elizabeth bezaubernde Sachen. Was Verliebte eben so tun: auf den Rummel gehen, Luftballons kaufen, Rotwein trinken. Sie spielen wie neugierige Kinder, die die Welt entdecken. Sie erfahren die Lust (unzählige Pärchen probierten den "Eistrick" und retteten damit ihre öde Beziehung!), aber die beiden gehen definitiv zu weit. Leidenschaft wird zur puren Obsession. Fast zu spät zieht Elizabeth die Reißleine. Was dann passiert, ist schauspielerisch exzellent: Zum ersten Mal verschwindet das Grinsen aus Mickey Rourkes Gesicht, das damals noch nicht geliftet war (heute fasziniert genau dieses Gesicht in "Sin City"). John merkt, dass das Spiel vorbei ist - und versteht, was er gerade verloren hat.
"You can leave your hat on", 21. März 2007
Elizabeth (Kim Basinger) stürzt sich mit John (Mickey Rourke) in eine kurze Affäre, die dabei immer mehr ins sadomachistische abgleitet...
Ach ja, was wurde damals über diesen Film geredet. Schmutzig und verdorben sollte er sein. Nun, mitte der 80er mag das in Teilen noch zugetroffen haben, jedoch mag ich behaupten zu dürfen, dass das heutige Publikum dank Fernsehen und vor allem dem Internet wesentlich aufgeklärter ist, als noch vor zwanzig Jahren. Und auch die Art der Beziehung, wie sie von Adrian Lyne hier dargestellt wird, scheint heute bestenfalls nur noch ein Naserümpfen anstatt Empörung hervorzurufen. Mehr noch, gelten viele der im Film dargestellten Praktiken heute sogar als "chic" oder einfach nur spaßig. Dies wird auch dadurch unterstrichen, dass diese ungekürzte Kinofassung seinerzeit noch mit einem "ab 18"-Siegel versehen wurde, wogegen sie auf DVD "ab 16" zu haben ist.
Was bleibt also? Eine recht langweilige Geschichte, die mit, zugegeben, schön abgefilmten Sexszenen und einer noch schöneren Kim Basinger garniert wurde.
Die DVD bietet keine nennenswerten Extras.
Fazit: Mitunter schön anzusehener Erotikstreifen, der sein skandalöses Element irgendwann in den 90ern verloren hat.
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