Beschreibung
"Lachen mit Jesus und Marx", so betitelte der deutsche Filmjournalist Hans Messias einst einen Artikel im katholischen Filmdienst. Besser kann man die Handlung sämtlicher Filme um den Geistlichen Don Camillo und seinen kommunistischen Widersacher Bürgermeister Peppone kaum zusammenfassen. Die Geschichte der beiden, die hier in die zweite Runde geht, spielt in Brescello, einem armen Städtchen in der italienischen Poebene und schließt -- mehr oder minder direkt -- an den ersten Teil an. Don Camillo (Fernandel), der sich in Brescello nicht nur als Wort, sondern auch als Faust Gottes einen Namen gemacht hat, schiebt nach seiner zwangsweisen Versetzung am Ende des ersten Teils ein ruhiges Leben in einem ebenso ruhigen, konservativen Städtchen im Gebirge. Doch Don Camillo kommt mit den Menschen nicht zurecht. Mürrisch findet er sie. Und einfach nur vernünftig. Ohne sich dies eingestehen zu wollen, vermisst er seinen alten Widersacher Peppone (Gino Cervi), den kommunistischen Bürgermeister. Mögen die beiden in ziemlich jeder Hinsicht anderer Meinung gewesen sein, eines hat sie verbunden: Die Liebe zu den Menschen in ihrer Heimat. Und der Wunsch, dass es ihnen allen ein bisschen besser gehen möge. Auch Peppone ist derweil einsam. Nach dem Sieg seiner Partei bei den Wahlen und der überschwänglichen Siegeslaune in den Monaten danach, ist der politische Alltag eingekehrt, in dem sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende, ungebildete Peppone zu einem respektierten, umsichtigen Lokalpolitiker entwickelt hat. Doch auch ihm fehlt ein Gegenpol, jemand, mit dem er sich streiten kann. Und so bittet er höchstpersönlich schließlich um die Rückkehr Don Camillos. Kaum ist der streitbare Geistliche wieder daheim, fliegen zwischen den beiden erneut die Fetzen. Doch dann bricht eine Flutkatastrophe über das Tal herein -- und die beiden Männer beweisen, dass sie nicht nur streiten, sondern zusammen auch viel für die Menschen bewegen können. Inszenatorisch betrachtet ist der zweite Teil sogar besser als das Original. Tatsächlich basierte Don Camillo und Peppone auf einem Roman, der sich wiederum aus Glossen zusammensetzte, die der Journalist Giovanni Guareschi über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg geschrieben und erst nach deren überwältigenden Erfolg zu einem Buch verarbeitet hat. Die daraus resultierende Episodenhaftigkeit war dem Film anzumerken. Don Camillos Rückkehr wirkt da weit geschlossener. Darüber hinaus hat der Film den Vorteil, dass die beiden Hauptfiguren nicht mehr eingeführt werden müssen, sondern bestens bekannt sind. Das Endergebnis ist eine besinnliche, überdurchschnittlich gute Komödie mit zwei Hauptdarstellern, die durch ihre Rollen unsterblich geworden sind. --Christian Lukas
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