Kundenmeinungen
Klassiker - leider unvollständig, 3. Juli 2007
Am Film gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Natürlich kommt die Komödie um zwei völlig erfolglose Detektive, die eines Tages aus blanker (Geld-)Not auf die Idee kommen, sich als Holmes und Watson zu verkleiden (nicht als Holmes und Watston auszugeben - denn nie sagen die zwei im Film, sie SEIEN die berühmten Charaktere), um so endlich Aufträge zu bekommen, heute vielleicht etwas bieder und leicht betulich daher: damals piepsten die jungen Frauen in Filmen noch mit zarten Stimmchen und machten große, hilflose Kulleraugen, die Protagonisten übernahmen die leicht väterliche Beschützer- und Heldenrolle; Kleinbürger benahmen sich noch immer unterwürfig, Beamten großspurig, Adlige arrogant etc. und in der Wanne wurde sich gründlich mit Seife abgeschrubbt - sprich: damals wurden noch ungehemmt Klischees bedient, so auch eben in diesem Film.
Dennoch ist die Story um eine entwendete Mauritius heute noch witzig und sehenswert, nicht nur für wirkliche Kenner der Sherlock Holmes Geschichten.
Leider aber - und deswegen ein Stern Abzug - wird auf der DVD nicht die vollständige Version, sondern ein leicht verkürzte restaurierte Fassung angeboten. Die Startszene z.B., in der sich die beiden Hauptdarsteller vor dem Einstieg in den Zug als Holmes und Watson verkleiden war leider so miserabel erhalten (ich habe den Film mal vollständig gesehen, man konnte tatsächlich kaum etwas erkennen und verstehen), dass die bei der Bearbeitung der Schere zu Opfer fiel.
Hans Albers und Heinz Rühmann als unschlagbare Helden !, 7. September 2006
"Der Mann, der Sherlock Holmes war" gehört zu den besten Komödien des Jahres 1937! Es ist ein sehr spannender, witziger und zugleich mitreißender Tonfilm mit den unschlagbaren Freunden Hans Albers und Heinz Rühmann. Auch die Nebenrollen sind bestens besetzt, u.a. mit der unvergleichlichen, liebenswerten Marieluise Claudius, die leider bereits 1941 29-jährig an einer Lungenentzündung starb.
Schwungvoll und mit Humor kämpfen sich die beiden Helden bis zum siegreichen Ende im Gerichtssaal...
Ein schöner Ufa-Film, den sich jeder Albers/Rühmann-Bewunder in dieser DVD-Version zulegen sollte !
Jawoll meine Herrn, 29. Juli 2005
Diesen Film habe ich seit langer Zeit vom Fernsehprogramm auf VHS gebannt. Einen Streifen der trotz seines Alters Filmfreude pur vermittelt.
Zum Inhalt: Die beiden mittellosen Privat-Detektive (H. Albers und H. Rühmann) stehen vor der Existenzfrage. Da kommt Ihnen die Idee sich mittels entsprechender Ausstattung (kariertem Mantel, Geigenkasten, Pfeife) als Sherlock Holmes und Dr. Watson im besten Hotel der Stadt Paris einzumieten. Dort wo die feinen Herrschaften nur darauf warten, die Dienste dieser berühmten Gentlemen in Anspruch zu nehmen. Schon auf der Anfahrt nach Paris mit dem Zug bestätigt sich, das alle sie für den berühmten Detektiv nebst Doktor halten. Schon kurz nach ihrer Ankunft im Hotel spricht sich in Windeseile herum, wer dort wohl angekommen sei. Und sie erhalten einen Auftrag, der ihr ganzes Können und Wissen abverlangt. Von der Pariser Weltausstellung wurden die wertvollen Mauritius Briefmarken entwendet. Und schon befinden sich die beiden Detektive inmitten des Glanzes von Geld und Adel, sowie den dunklen Kellern der Gauner und Gangster. Selbstverständlich haben wir in diesem Film auch die allseits bekannte Szene im Luxushotel, indem die beiden Protagonisten im Bade liegend ihr Lied "Jawoll meine Herrn - so haben wir es gern, von heut`an gehört uns die Welt!" singen. Der Film allein ist seine 5 Sterne wert und ein absoluter Kauftip. Bleibt abzuwarten, welche Details die DVD-Ausstattung bietet.
Herrlicher Humor - zwei sympathische Hauptdarsteller, 18. November 2002
Dieser amüsante Film mit Hans Albers und Heinz Rühmann in den Hauptrollen ist ein wahres Schmuckstück aus den späten 30er Jahren. Zur Handlung: Zwei kleine Gauner und Betrüger (Albers und Rühmann) eignen sich fremde Kleidung an und stoppen dreist einen Zug, um mitgenommen zu werden. Prompt wird der eine aufgrund der augenfälligen Aufmachung für den berühmten Sherlock Holmes gehalten. Diese Gelegenheit lassen sich die beiden nicht entgehen und spielen ihre Rolle weiter, werden im Hotel hofiert und im Falle eines Briefmarkendiebstahls bzw. einer Fälschung von der hiesigen Polizei zu Rate gezogen. Inzwischen hat man sich auch mit zwei hübschen Damen angefreundet, und deren verstorbener Onkel scheint keine ganz reine Weste gehabt zu haben...
Was soll man sagen? Diese Komödie ist einfach kurzweilig und unterhaltsam gemacht; sie wird natürlich zum Großteil von den beiden Hauptakteuren getragen. Wenn Rühmann und Albers in der Badewanne „Jawoll, meine Herrn!" schmettern, ist das einfach bestes Entertainment, wie man heute sagen würde. Zudem ergänzen sich die beiden perfekt; hier der forsche, nie um eine Antwort verlegene Kopf (Albers), dort der treuherzig blickende, ängstliche und ebenso gewitzte Rühmann. Abgesehen vom munteren Zusammenspiel der beiden, das schon allein sehenswert ist, erlebt auch die Handlung flotte Wendungen und recht spannende Augenblicke. Dieses Schätzchen sollte sich anschauen, wer nicht vor Schwarz- Weiß- Filmen mit mäßiger Tonqualität zurückschreckt und gemütliche Unterhaltung sucht. In diesem Sinne: Frohes Schauen!
Eine Klasse für sich..., 21. März 2001
Dieser Film ist einfach ein Muß für jeden Hans Albers-, Heinz Rühmann- oder UFA-Fan. Gerade das Duo Albers/Rühmann, der Evergreen "Jawohl, meine Herren" und die herrliche Geschichte sind ein Grund, den Film nicht nur einmal zu genießen... Gehört zweifellos zu den großen deutschen Filmen !
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