Kundenmeinungen
"These flowers will always die" - bitterster Nihilismus in Moll, 17. September 2007
Wenn Ihnen alles Sein sinnlos scheint, gibt es dafür den idealen Soundtrack. Er kommt von The Cure. Die werden hier ihrem Namen gerecht: diese Musik verschafft Heilung. Auf ihrem 99er Album, das für mich das zweitbeste Werk ihres langjährigen Schaffens ist (nach "Disintegration",versteht sich), spielen Smith und Co die Verzweiflung in Notenform mit soviel Hingabe wie nie zuvor. Tiefste Melancholie spricht aus den brillanten Texten ("The last day of summer never felt so cold") und die Kompositionen erzeugen eine deprimierende Stimmung, in die das Album sich mit jedem Stück etwas mehr hineinsteigert - bis zum alles überbietenden Titelstück am Ende. Da wird es dann wirklich gefährlich: da ist man geneigt, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Pessimismus kann ja so schön sein! Es gab schon Tage, da lag ich unter Einwirkung dieses Albums heulend auf dem Boden. Musik, die sowas bewirken kann, wird von mir an die Weltranglistenspitze angesiedelt. Das ist nun wirklich das Größte.
Gebündelte Melancholie., 11. März 2007
Direkt zu Anfang muss festgestellt werden: Man kann "Bloodflowers" nicht hören, ohne tieftraurig zu werden. Natürlich findet man auf nahezu jeder Cure-Platte ein Übermaß an Melancholie und Niedergeschlagenheit, doch nirgendwo so gebündelt und ausnahmslos wie auf "Bloodflowers". Das Album entbehrt jedes Lichtblickes und wird gerade dadurch zu dem Meisterstück, als das ich es betrachte. Es ist für die Augenblicke gemacht, in denen man sich noch tiefer in seine Traurigkeit hineinstoßen möchte, sein eigenes Leid noch stärker spüren möchte. Für mich ist es das beste Cure-Album überhaupt.
Anspieltipps: Last Day of Summer & There is no if...
Wirklich genial., 3. Dezember 2006
Kurz und gut: Meine LieblingsCD von The Cure! Zwar sind wirklich alle Lieder ähnlich gestrickt.. aber vom Sound und Gefühl her Perlen, die auf einer Schnur hängen. Einfach die sehr langen Meisterwerke hintereinander laufen lassen und traurig träumen... Anspieltip: "Watching me fall" und "Bloodflowers"... eigentlich außer "39" alles.
abschied oder aufguss, 28. März 2006
Das also ist der Nachfolger des grottenschlechten *Wildmoodswings* Album. Und hier wird eine in meinen Augen künstliche Trilogie hervorgezaubert, um wahrscheinlich damit den Verkauf von *Bloodflowers* etwas anzuheizen. Schon die ersten Klänge von *Out of this world* lassen erahnen, dass hier irgendwie der Geist vom kongenialen Album *Disintegration* herhalten soll. Ja, schlecht ist *Bloodflowers* nicht, aber The Cure konnten es schon besser (aber leider auch schlechter). Und hörenswert ist *Bloodflowers* alle Male, aber der gewisse Funken will bei mir einfach nicht überspringen. Schon der zweite Titel wirkt für mich zu künstlich in die Länge gestreckt, und den ersten Lichtblick gibt es für mich bei *Maybe Someday*, ein Titel, in dem Robert mal wieder seine Auflösungssehnsüchte kundtut. Wer will ihm das noch glauben. Dann schon eher *39*, da nimmt man ihm das ausgebrannte schon eher ab, erst recht, wenn man die letzten Machwerke kennt. Es ist natürlich schwierig für eine Band wie The Cure es sind, an deren alte Erfolge anzuknüpfen, aber es gelingt ihnen nicht mehr wie in den 80ern, die Fans in jede Richtung hin mitzunehmen. Aber das sind höchstwahrscheinlich die normalen Korrosionserscheinungen, die eine Band, welche schon so lange im Geschäft ist, früher oder später immer heimsuchen werden. Die Livekonzerte zu diesem Album waren schon besser, naja, live sind sie eh immer noch eine sehr gute Nummer (jedenfalls für mich). Auf jeden Fall ist *Bloodflowers* ein würdiger Abschied vom alten Label (wir rechnen mal die Best Of nicht mehr mit), und um es mit seinen Worten zu sagen „This dream never ends..." In dem Sinne bis zum nächsten Output, Herr Schmidt.
guter durchschnitt, 29. Januar 2006
auch wenn robert smith bloodflowers in einem atemzug mit pornography und disintegration nennt, verstehen werd ichs wohl nie wie man diese drei alben miteinander vergleichen kann. porno und disi sind meilensteine bzw. meisterwerke. bloodflowers ist leider nur mittelmäßig. klar, ein paar songs sind sehr gut. beispielsweise "the loundest sound", "last day of summer" oder der mit abstand beste song auf dem album "bloodflowers" aber wenn man das potential von alben wie "wish" oder "disintegration" mit dem von "bloodflowers" vergleicht muss man enttäuscht sein.
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