Kundenmeinungen
ich habe sehr gelacht & mich köstlich amüsiert, 3. August 2004
es ist eine verfilmung, die mich im positiven sinne sehr überrascht hat & so kann ich über diesen film nicht meckern doch wer hier das beschauliche leben des mittelstands adels auf dem englischen lande zu sehen erwartet, wird enttäuscht es ist stattdessen eine mutige & laute parodie über die zeit nach der Französischen Revolution, als neuer wind die mottenzefressenen barock & rokoko perücken & sonstige überspanntheiten wegfegte & platz machte dem langsam aufkommenden bürgertum
man erkennt auch in diesem film deutlich züge der bekannten Austen figuren, zu vernunft gelangende junge frau, romantischer auserwählter mit verstand, vergnügungssüchtige mitgiftjäger, doppelzüngige freundin, klatschfreudige bekannte ... zudem ist es eine Jane Austen getreuere verfilmung als Patricia Rozemas "Mansfield Park" entgleisung ins sozialkritische dieser film ist auch mitnichten eine der etwas schläfrigen BBC verfilmungen der früheren tage - es kommt tosend & rauschend daher mit überbordender musik, die den parodistischen kitsch gezielt verstärkt Katharine Schlesinger als Catherine Moreland schaut erfrischend aus, Peter Firth als ihr auserwählter Henry Tilney schauspielert leidenschaftlich & gut, Cassie Stuart als Isabella Thorpe ist herrlich laut kichernd & gurrend die austattung in kostümen & locations ist opulent & illustriert wunderbar den prunk des sich amüsierenden adels in Bath, hier ist die dampfgefüllte badehalle besonders erwähnenswert aber auch die geheimnisvolle & der jungen heldin fantasie anstachelnde enge & ernsthaftigkeit des alten Northanger Abbey ist mit den vielen verwinkelten gängen gut als handlungsort ausgewählt alles in allem ist dies neben dem herausstechenden 1995er Pride and Prejudice & Kate Beckinsales Emma meine liebste Austen verfilmung aber vielleicht sollte man diesen film meiden, wenn man ein romantischer Jane Austen purist ist, der die spitzen ihrer feder unter den schmachtenden liebesblicken Darcys vergessen hat - eine gute portion humor sollte man für diese adaptation mitbringen, sich beim schauen entspannen, nicht ganz so verkniffen nach romantreue suchen, dann wird man viel spass haben
Ganz gut, aber..., 29. November 2003
Northanger Abbey erzählt die Geschichte von Catherine Morland, der Tocher eines Pfarrers. Als sie ins heiratsfähige Alter kommt, wird sie von Freunden der Familie nach Bath eingeladen, wo sie John Thorpe, sowie Henry Tilney und seine Schwester Eleanor kennenlernt. Thorpe hält Catherine für eine reiche Erbin und stellt ihr nach, so dass dieser das Angebot der Tilneys, diese auf deren Landsitz "Northanger Abbey" zu besuchen, dankbar annimmt. Catherine selbst ist begeisterte Leserin von Schauerromanen, den sogenannten "gothic novels". Northanger Abbey bietet ihr die beste Gelegenheit dazu ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Catherine fängt an hinter allem und nichts schauerliche Geheimnisse zu wittern. Northanger Abbey zählt allgemein nicht zu Jane Austens besten Bücher, was so eigentlich nicht ganz stimmt. Denn in der Romanvorlage wird immer wieder kritisch und mit Ironie die Sprache auf die "gothic novels" gebracht und der Roman ist sehr witzig, spritzig und mitreissend. In dieser Verfilmung kommt leider zu wenig von dieser Spritzigkeit rüber. Die Darsteller entschädigen aber für vieles, auch wenn Googie Withers in der Hauptrolle zu wenig von Catherines Bodenständigkeit, aus dem Roman hat. Sie wirkt zu kindlich und naiv. Die ganze Verfilmung erinnert, in ihrer Langatmigkeit sehr an die frühen BBC-Verfilmungen klassischer Literatur. Wer hier also etwas in Stil von "Pride & Predjudice (Version 1995)" erwartet, der wird enttäuscht sein und das nicht nur aufgrund der Story. Aber für sich genommen ist der Film durchaus sehenswert, schon allein wegen der tollen Landschaftsaufnahmen.
Furchtbares Video, 12. April 2002
Die BBC-Verfilmungen von Pride und Prejudice und Persuasion gehören zu den wunderbarsten Literaturverfilmungen, die ich kenne. Auch Sense and Sensibility hat mir gut gefallen und Mansfield Park ist... nun ja, eben eine gute Verfilmung eines etwas langatmigen Buches. Aber die BBC-Verfilmung von Northanger Abbey ist eine Zumutung. Ich mochte das Buch, auch wenn es in der Regel nicht zu Jane Austens besten gezählt wird, aber der Film ist einfach furchtbar. Schlechte Dialoge, unglaubwürdige Schauspieler und sehr merkwürdige Schnitte machen den Film zu einem Negativ-Erlebnis der besonderen Art.
Erstklassige Verfilmung des Jugendwerks von Jane Austen, 24. März 2001
Wie das Buch von Jane Austen die damals populären Schauerromane ihrer Zeit parodiert, so wagt sich dieser Film an die scherzhafte Nachahmung von Horrorfilmen.Allen,die den unvergleichlichen Humor Jane Austens zu schätzen wissen,wird auch "Northanger Abbey" ein Genuss sein.Halb fiebert man mit der Heldin Catherine mit, halb lacht man über sie.Die romantische Geschichte,hervorragende Schauspieler und die seltsam-schöne Musik vervollkommen das große Vergnügen.Der Film ist im wahrsten Sinne des Wortes wunderschön!
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