Kundenmeinungen
eine knappe Stunde Trance Zustand, 5. März 2006
Dieses kultige Machwerk ist nichts für schwache Nerven.2 Flaschen Bier und eine Stunde in Zweisamkeit mit diesem Psychedelischen Meisterwerk lassen selbst den härtesten Rocker in die Knie gehen. Closer lässt sich mit Pornography von The Cure vergleichen,jedoch sanfter und melodischer.
Joy Division - Closer, 25. Oktober 2005
Joy Division sind leider längst tot. Die Band starb 1980 mit dem Selbstmord des charismatischen Leadsängers Ian Curtis der sich, kurz nach Beendigung und einige Monate vor der Veröffentlichung des Meilensteins "Closer" erhängte. Ihre Musik jedoch konserviert einem kleinen Hörerkreis immer noch die Stimmung der ausgehenden 70er Jahre, in denen es überraschenderweise NICHT nur Bombast-Rock und freie Liebe gab. Schwarz ist diese Platte, durch und durch. Streckenweise absolut furchteregend, kalt und demzufolge auch nicht unbedingt für labile Seelen gedacht.
Dass Joy Division zu den Heroen der düsteren Musik gehören, ist unbestritten. Dies bestätigen auch immer wieder Umfragen unter Szene-unabhängigen Musikjournalisten: "Closer" ist eine der besten Scheiben der letzten Jahrzehnte. Der Vergleich zu anderen Grössen der Szene wie Depeche Mode oder The Cure fällt jedoch schwer. Joy Division zeigten in ihrem musikalischen Gesamtwerk die viel schwärzeren Bereiche und Abgründe der menschlichen Seele, untrennbar verbunden mit dem charismatischen Ian Curtis. Curtis prägte die Musik von Joy Division sowohl thematisch als auch durch seinen durchdringenden, kalten Gesangsstil. Hoffnung- und Perspektivlosigkeit spiegelte sich immer wieder in seiner selbst. So wird "Closer" zu einer Reise in die Untiefen, in die Abgründe der menschlichen Seele. "Isolation" und Konfusion zieht sich wie ein roter Faden durch die Songs, untermalt von der minimalistischen und tiefdüsteren Atmosphäre der elgischen Kompositionen. Es ist schwer, sich der Faszination zu entziehen, wenn einmal der Zugang zur Grundstimmung des Albums gefunden ist. Joy Division zeigen gnadenlos die Ziel- und Rastlosigkeit des alltäglichen Lebens auf, ohne in gängige Klischees zu verfallen. Zu Anfang ist es ziemlich schwer mit den wirklich arg depressiven Botschaften der Band umzugehn. Geradezu lebenslustige Menschen werden demnach auch nich den Sinn dieses Meisterwerks entschlüsseln können. Generelle Hörtipps kann und will ich bei diesem Album nicht geben, da es auch ohne eine, in den meisten Fällen, nicht vorhandene Verknüpfung der einzelnen Stücke, wie eine einzige mörderisch depressive Komposition klingt. Skippen verboten!!! In jedem Falle ist "Closer" nicht zur beiläufigen Beschallung geeignet. Zu intensiv ist die Musik, und zu wertvoll. Zum Abschluss möchte ich noch den Erstling "Unknown Pleasures" empfehlen, der für viele Fans immer noch als Zenit dieser Band steht. Ich mag beide sehr gerne, doch verbinde ich mit "Closer" noch einige Dinge die über den Musikalischen Bereich hinausgehn ...
Was für eine Brillianz, 4. Dezember 2004
Ich bin 18 und bin froh so weit zu sein, die Kraft zu erfassen, die in diesem Album steckt. Ich kenne sonst niemandem in meinem Alter, der von der Band je etwas gehört hat. Aber wenn sie wüssten, wer sich alles dicke Scheiben von dieser Band und diesem Album abgeschnitten hat... Joy Division hatten einen unglaublichen Einfluss (erschufen den New Wave geradezu) und Ian Curtis war ein Genie, das sicherlich noch lange nicht an den Grenzen seines Potentials angelangt war... Closer ist kaum in Worte zu fassen... Es ist ein Meilenstein, zeitlos.
JOY DIVISION "Closer", 10. Oktober 2004
Als 1981 "CLOSER" von JOY DIVISION erschien hatte sich Sänger Ian Curtis bereits erhängt. "Closer" eine Scheibe, bei der man an jedem Ton den Ian Curtis von sich gibt, seinen Schmerz zu hören glaubt und man selbst einer Gemütskrankheit zum Opfer fällt. Mit Grabesstimme bekannte Ian Curtis, daß er sein Leben und Dasein als Isolationshaft empfand. Doch nicht nur die Stimme des Sängers löst noch heute eine Gänsehaut aus. Die Musik der ganzen Band und diese Stimme die sich nach Befreiung sehnt, fand man zuletzt in den 60ern bei den Doors und deren "The end" und das macht "Closer" zu einem unbeschreiblichen Meisterwerk der 80er. Der Selbstmord Ian Curtis war für die übrigen Mitglieder Joy Division's "Very Shocking", so daß sie ihren Namen in New Order änderten und fortan nur noch Pop machen wollten. Was ihnen nur teilweise gelang, denn sie machten weiterhin Underground-Musik mit Pop-Ansätzen und das so toll, brilliant und erfolgreich wie kaum eine andere Band der 80er. Mit Joy Division so kann man heute sagen wurde London als britische Musikhauptstadt abgelöst und deren Heimatstadt Manchester als Schmelztiegel innovativer Musik entdeckt, von wo aus in den folgenden Jahren wichtige musikalische Trends die Welt erobern sollten. Wer also "Closer" sein Eigen nennt, der hat vieleicht eine der wichtigsten britischen Platten der 80er Jahre. Selbst U2's Bono hat sich vor Jahren als Fan Joy Division geoutet und bewiesen, daß er Geschmack hat und wer die frühen Cure, Alien Sex Fiend und auch New Order mag sollte "Closer" unbedingt in seinen Besitz bringen. Denn Schmerz wie ihn diese Scheibe zelebriert kann so schön sein.
Es war nicht, wie es schien...., 18. September 2004
.... und dennoch hat dieses Album seinen Platz in den Top 50 der wichtigsten Alben aller Zeiten verdient. Wer das Buch von Ian Curtis' Witwe gelesen hat, wird angesichts der szenarischen Beschreibungen etwas ernüchtert gewesen sein. Joy Division hatten nämlich meistens ihren Spaß, wenn sie ins Stduio gingen und waren dann genau so stolz wie jede Schülerband, wenn sie den Leuten die Demos vorspielen konnten. Eine Band wie jede andere also. "Closer" unterscheidet sich jedoch von allen anderen Millionen von Musikprodukten durch die einzigartige Produktion, die in weiten Teilen auf Martin Hannett's Mist gebaut ist. Wer sich "Closer" mal über Kopfhörer eingeführt hat, wird wissen, was ich meine. Es sind die Sounddetails, die Kleinigkeiten am Rande, die diese Platte so einzigartig machen. Hinzu kommen Curtis' Texte, die freilich jeder selbst für sich interpretieren kann, deren Kernaussagen sich jedoch wie das Tagebuch eines jungen manisch-depressiven Menschen lesen, der seinen Weg nicht findet. Alles traurig und letztendlich auch tragisch. Die Dinge wirken auf "Closer" zusammen. So einfach ist das. Es funktioniert, diese Band hat funktioniert. Wie auch immer, warum auch immer. "Closer" ist der Soundtrack einer Dekade, in der Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Depression herrschte. Hinter den Fassaden jedoch machte das Leben Spaß, so oder so. Und von all dem handelt "Closer", das der heute 18-Jährige nicht verstehen wird. "This is the crisis I knew had to come..." Seufz.....
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