Kundenmeinungen
Poet der Nacht..., 1. Januar 2008
Bei diesen Liedern muss man fast schon an einen Poeten der Nacht denken. Nick Cave ist definitiv eine Ausnahmeerscheinung: Er dichtet Lieder über Mörder und Morde, die unter die Haut gehen.- er ist zweifellos einer der kritischsten Lyriker und Sänger: Gewagt, grandios, dunkel und wunderschön - Nick Cave!
Der Poe der Musik, 12. November 2007
Das vorliegende Album ist wirklich ein Pandämonium des Düsteren - jedes Lied handelt vom Mord oder vom Morden.Obwohl die CD sich wirklich auf dieses Thema beschränkt,behandelt Nick Cave es auf erschreckend vielfältige Weise:So ist der Akt des Tötens mal explizit beschrieben(Stagger Lee),mal werden die genauen Umstände im Dunklen gelassen(The kindness of strangers)oder sie sind voll poetischer Schönheit(Where the wild roses grow)
Ebenso vielfältig wie Nick Caves Texte,ist seine klangliche Welt.So wechseln sich klassische Klavierbegleitungen mit elektrischem Minimalismus ab.
Die Cd ist also jedem zu empfehlen,der es gerne mal düster mag und nicht vor experimenteller Musik zurückschreckt.
Großartiges morbides, melancholisches Meisterwerk, 18. Oktober 2007
Ein sehr ruhiges Album hat Nick Cave abgeliefert. Doch wirklich entspannend ist es nicht. Das liegt nicht nur an dem markerschütternden Schrei von Blixa in Stagger Lee sondern an 9 Meisterwerken mit Texten voller Mord, Gewalt und bedaurnswerten Schicksalen. Der Abschlusssong Death Is Not The End, ist sozusagen der Gegenpol zum rest des Albums und bringt den Hörer wieder zurück in unsere Welt. Man muss sich Nick Cave, musikalisch sowie textlich erst einmal erschließen um diesen Künstler und die Kunst die er zusammen mit den Bad Seeds macht wirklich geniessen zu können.
auch für High-Ender ein Genuß!, 14. Mai 2007
Neben dem zuvor gesagten muß ich einmal ganz klar meine Freude und Faszination angesichts der super-räumlichen Abmischung kund tun! Ich hätte nie geglaubt, bei solch schaurig-schöner Mucke auch noch über meine gepflegte Anlage derartige Raumdimensionen kennen zu lernen! Das ist kein Schrammel-Sound, sondern ein ganz ausgebufftes Klangerlebnis; alle Stimmen und Instrumente sind in den Raum genagelt, klar umrissen und vor allem so vollkommen losgelöst vom Lautsprecher! Also nicht nur etwas für Fans, sondern auch für Menschen, die auch noch mit zwei Ohren hinhören können, ...möglichst nach Zwölf, wenn die Endstufe richtig warm ist und das Netz weniger belastet ist von störenden Oberwellen.
Für die dunklen Momente im Leben..., 5. Mai 2007
Es gibt Musik für fröhliche Sommertage, Musik für festliche Weihnachtstage, Musik für glückliches Verliebtsein und es gibt Nick Cave.
"Murder Ballads" ist eines dieser Alben, das man nur nachts oder an dunklen Tagen hören kann, ohne vollends in Traurigkeit zu versinken. Eine Platte für die eher dunkleren Momente im Leben, eigentlich eine richtige November-Platte sozusagen. Wie so oft bei Nick Cave geht es auch hier um Mord, Tod und unglückliche Liebesgeschichten, ein Happy End gönnt der australische Barde keiner seiner Figuren, die er besingt.
"Where the wild roses grow" machte Cave damals einem größeren Publikum bekannt und zeigte uns auch, daß Popprinzessin Kylie Minogue mehr kann, als nur "I should be so lucky" zu trällern. Es lohnt sich aber auch, das zweite Duett auf diesem Album für sich zu entdecken, "Henry Lee" mit PJ Harvey ist von einer tiefen Traurigkeit und dennoch einer ungeheuren Brutalität, wie so ziemlich alle anderen Songs dieses Albums auch.
"Murder Ballads" ist nicht nur musikalisch melancholisch, die Texte sind mitunter von einer unheimlichen Gewalt, so daß der Titel des Albums nicht von ungefähr kommt. Kein Album also, das man an sonnigen Tagen im Hintergrund laufen lassen sollte, sondern eins, auf das man sich einlassen muß und das sich gerade deswegen lohnt.
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