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... schwebende Gesänge aus Graduale und Antiphonale, 30. Juli 2008
Eine tiefe Sehnsucht nach Stille und Befreiung erwecken die einstimmigen, Gregorianischen Choräle, eine Vermischung von altrömischen Melodien und gallikanischen Idiomen, ohne zwingende Tonskala und schlagendes Metrum durch ihre Phrasen und Perioden von formaler Gliederung sowie durch Artikulation, Dynamik und Rhythmus in ihrer Differenzierung. Zart und doch kräftig erobern sich ihre Melodien Raum und Zeit, getragen durch liturgische Rezitative ohne Zwang jedoch von Bekenntnis und Gemeinsamkeit.«...ut mens nostra concordet voci nostrae» [damit unser Geist im Einklang sei mit unserer Stimme - Regula Benedicti]Am 6. Dezember 1862 stellte die Fürstin Katharina von Hohenzollern den Benediktinern Maurus und Plazidus Wolter die Klostergebäude und Kirche zu Beuron, ehemals eines der ältesten Augustiner-Chorherrenstifte Deutschlands, zur Verfügung und ermöglichte so den Neubeginn klösterlichen Lebens in den, seit der Säkularisation zweckentfremdeten Gebäuden. Am Pfingstsonntag 1863 begann das Lob Gottes in der Klosterkirche nach der Regel des heiligen Benedikt.In einer langen Tradition der gesungenen Liturgie überzeugt der Chor der Mönche von St. Martin unter der Leitung von Pater Maurus Pfaff durch klare, geschmeidige und fast schwebende Stimmen, eine wunderbare Atemtechnik und eine innige und synchronisierende Verbindung von Text und Melodie.
gregorianischer Choral zum Weihnachtsfest, 17. Dezember 2006
Schön, dass es diese CD gibt. Die Aussprache der Mönche ist deutlich und klar, die Atemführung so, dass kaum bis keine Schwierigkeiten zu hören sind. Die Leistung der Mönche ist umso größer, da ihnen die Stütze einer Orgel fehlt und sie sich nicht auf ihr ausruhen können. Auch gefällt mir, dass die Stimmung dieser CD gut passt zum Weihnachtsfest. Sie ist sowohl meditativ wie auch mitreißend. Es ist sehr bedauerlich, dass in den katholischen Gemeinden der gregorianische Choral weitgehend verloren gegangen ist. Eine Folge des 2.vatikanischen Konzils, welches in der Liturgie der Muttersprache mehr Raum geben wollte. Da die Muttersprache die lateinische Sprache leider weitgehend verdrängt hat(nicht im Sinne des Konzils), wich der gregorianische Choral ebenfalls. Mit Ausnahme in den Klöstern, die die lateinische Sprache noch pflegen. Der gregorianische Choral und die lateinische Sprache sind eins.
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