Kundenmeinungen
Magisch, 6. Juni 2007
Üblicher weise habe ich es nicht so mit der Musik aus der Ecke der sogenannten Singer/Songwriter, aber seit ich zum ersten mal was von Nick Drake gehört habe, bekomme ich diese schwermütige und gleichzeitig poetische Musik von ihm einfach nicht mehr aus Kopf und Seele.
Ähnlich wie gute Lyrik beginnen die Songs von Nick Drake den Hörer in ihre eigene Welt einzuspinnen.
Der fast schüchterne Gesang und die sparsame Instrumentierung, lassen den Texten den notwendigen Raum sich zu entfalten um einen immer wieder in ihren Bann zu ziehen.
Weit davon entfernt sich in die Liedermacher oder Protestsängerbewegung einreihen zu lassen, steht das schmale Werk von Nick Drake für sich allein.
Die beste Musik überhaupt, 1. Februar 2005
Nun ja, 35 Jahre ist diese Platte nun alt. Ich selbst bin nur wenige Jahre älter - und habe mich wohl nicht so gut gehalten. Aber beginnen wir von vorne: Ein halbes Jahr ist es her, da wurde ich durch einen Fernsehbericht und einen Zeitungsartikel aufmerksam. Seltsam, dachte ich mir, wenn nach 30 Jahren immer noch eine Menge Leute zum Geburtsort des seinerzeit kaum bekannten und jung gestorbenen Künsters pilgern, dann muss ich mir so eine Platte mal anhören. Den Namen des Künstlers kritzel ich mir bei solchen Gelegenheiten auf einen Zettel, so auch diesmal. Eine weise Entscheidung. Kurze Zeit später dann im Saturn am Alexanderplatz. Um mich herum nur Getöse - zum Reinhören war da keine Ruhe, also habe ich sie einfach "blind" mitgenommen. Ein paar Stunden später war für mich -nicht nur was das Hören von Musik angeht- nichts mehr so, wie es zuvor war. Nick Drake wird mich den Rest meines Lebens begleiten. So schlimm hat es mich nie zuvor getroffen. Beschreiben mag ich es kaum. Nur so viel: Eine sehr einfühlsame Musik, eher für den träumenden Melancholiker, aber unglaublich zeitlos. Allein das ist schon toll. Und trotz der etwas traurigen Texte und Melodien hat der Gesang von Drake etwas sehr sehr Aufmunterndes und Optimistisches. Inzwischen habe ich alle drei Platten, und sie begleiten mich auf allen Reisen. Irgendwann gehöre ich bestimmt auch zu denen, die sich am Todestag in England im elterlichen Wohnzimmer Drake's trieffen. So soll es sein.
die wohl schaurig-traurig-schönsten Song überhaupt, 27. August 2002
Daß Nick Drake so jung verstorben ist, ist wahrscheinlich für ewig als Schandtat des Schicksals zu bewerten. Doch immerhin bleiben dieser Ewigkeit drei Alben von weithin überirdischer Schönheit, Emotionalität und Genialität erhalten, so daß sich noch Generationen an Drakes fragiler Singer-/Songwriter Kunst laben können, nein eher dürfen. Dabei stellt sein Debüt "Five Leaves left" daß wohl perfekte Songwriter Album dar, wenn ein solch nüchterner Begriff hier überhaupt angewandt werden darf. Drake läßt uns einen so unglaublich tiefen und intimen Blick in seine Seele gewähren, wie kaum ein anderer Musiker. Beginnend mit dem wohlig- schönen "Time has told me" nimmt er uns auf eine emotionale Berg- und Talfahrt mit, die einem durchgehend die Nackenhaare zu Berge stehen läßt. "River man" ist der perfekte Soundtrack für einen warmen Regentag, während Drake "Three hours" eine nicht endend wollende, aber sehr poetisch umschriebene Beklemmnis erwirkt. In "Way to blue" wagt Er eine Verbindung aus Stimme und Streichern, die zwar etwas aus dem Folkrahmen fällt, aber perfekt funktioniert. Nach dem melancholischen "Day is done" folgt der in jeglicher Hinsicht geniale Höhepunkt dieses Meisterwerkes. Der fesselnd- schöne "'Cello Song" zeigt die ganze Kunst des Genies Drake. Seine fragil- einfühlsame Stimme mischt sich zu einem faszinierendem Zusammenspiel aus Cello und Akustikgitarre. In den darauffolgenden Songs "The thoughts of Mary Jane" und "Man in Shed" zeigen Drake wieder von seiner wohligen und fröhlichen Seite, während "Fruit tree" wieder echte Melancholie eines wirklichen Melancholichers ist, der sich aber am Schluß mit der "Saturday Sun" versöhnen kann. Dieses Meisterstück zeigt uns einen Mann, scheinbar getrieben und verfolgt von Emotionsschwankungen und seiner labilen Psyche, die er aber wie kein anderer musikalisch, poetisch und mit einer überirdisch schönen Stimme verarbeiten konnte. Die puristischen Arrangements, in denen meist gerade mal für Gitarre, Baß und Percussion Platz ist, tragen seine Songs auf Wolken und lassen sie wunderschön erstrahlen. Die großartige Produktion durch Joe Boyd verstärken diesen Effekt noch. Diese CD- Version glänzt durch ein perfektes Remaster von Simon Heyworth und eine wirklich schöne Aufmachung. Eine würdevolle Ehrung eines großartigen Musikers. Gottgegeben!
Wie alles von Nick Drake traurig und genial!!!, 30. September 2001
Der frühe Tod von Nick Drake gehört wohl zu den tragischten Verlusten der Musikszene. Seine fragilen meist traurigen Songs drücken auf einzigartige Weise eine melancholische Grundstimmung aus. Auch dieses Album ist wie seine anderen Alben höchst hörenswert, wenn auch nicht ganz so pur wie sein grandioses Erstlingswerk "Pink Moon". Dafür fließen die Stücke harmonisch in ihren Arrangements. Ein Muß für Liebhaber eher melancholischer Lieder.
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