Kundenmeinungen
Abstieg in den Kommerz-Pop, 28. Februar 2006
Was sich auf dem "No jacket requiered" - Album bereits andeutete wurde mit "...but seriously" besiegelt : Nach fast 20 Jahren künstlerischem Schaffen Solo und mit seinen Genesis-Kumpanen vollzog Collins endgültig die Wende hin zum Radiotauglichen Mainstream-Pop.
Schon die Single-Auskopplung "One more night" des Vorgängers zeigte das zukünftige Format eines Collins-Hits : Ein Drumcomputer blubbert einen Loop, ein warmer Drei-Akkord-Keyboard-Teppich untermalt das Gesäusel über zerbrochenes Liebesglück und nach "geschmackvollen" 3 Minuten ist es zu Ende. Dieses Format wird der gute Phil auch auf folgenden Platten noch zur meisterhaften Vollendung führen.
Sicher hatte der symphatische Engländer erkannt, daß sich die Zeichen der Zeit geändert hatten und man mit Jazz- oder Artrock keinen Hahn mehr locken konnte. Das er sich aber nicht zutraute mit qualitativ hochwertiger Popmusik weiterhin großen Erfolg zu haben zeugt nicht gerade von großen Selbstbewußtsein.
"...but seriously" ist dabei als Wendepunkt zu sehen. Neben dem o.a. Format sind hier durchaus noch hochwertige Titel a la "Something happend on the way to heaven" zu finden.
Auch die Single-Auskopplung "Another day in paradise" weiß noch mit tollem Refrain, schöner Melodielinie und sozialkritischem Text aufzuwarten. Amsonsten aber ist das "Werk" vor allen Dingen Abschied von einem grandiosen Künstler, der sowohl bei Genesis als auch in der Frühphase seiner Solo-Karriere wunderbare Kompositionen mit erstklassigem Drumming und emotionsgeladenen Gesang verbinden konnte. Die nächsten Platten werden noch weitaus schlimmer werden ....
Reihe mich ein, Mädels und Jungens..., 19. Mai 2005
Auch ich finde, dass dies ein sehr, sehr gutes Edel-Pop-Album ist. Die treibenden Collins-Drums (ich LIEBE IHREN SOUND!) und die (noch) gute Stimme, geiles Bassspiel, unter die Haut gehende Melodien...
Vieles ist sicherlich auch zum 'Nebenbei-Hören' geeignet, ist ja schließlich ein reinrassiges Pop-Album: es möchte an erster Stelle unterhalten und hier und da auch zum Nachdenken anregen. Etwas zu belanglos kommt allerdings das letzte Stück 'Find a Way to my Heart'. Und schließlich, wer selbst ein Kind hat, dem werden bei "If You look behind You, I will be there" die Tränen in den Augen stehen (Song: 'Father to Son') Für die volle Punktzahl fehlt mir aber noch das gewisse Etwas, vielleicht einfach mehr vom musikalischen Tiefgang...
Vollendung eines Popkünstlers, 12. Mai 2005
„...But Seriously" ist die Perfektion seines Daseins. Der entgültige Phil Collins hat in diesem Album Platz genommen. Einen vollkommeneren Phil Collins gab es früher und später nicht mehr. Man kann darüber spekulieren, ob das sein Ziel war oder nur die zufällige Entwicklung seiner Laufbahn. Einige warfen ihm vor, sich zu wiederholen, alte Konzepte zu benutzen. Dabei finde ich gar nicht, das dieses Album wie eines seiner Vorgänger klingt. Selbst er, als Künstler, hat mit diesem Album einen ganz anderen Stellenwert gehabt, als bei seinen früheren Alben. Von nun an wurde er als Adult-Oriented-Rock-Künstler gewertet. Mit „No Jacket Required" hat er versucht, die aktuelle Rock- und Popmusik auf fröhliche Weise wiederzugeben. „...But Seriously" klingt nicht so vollgepackt mit Synthesizer. Sein Feingefühl für Balladen hat er auf diesem Album freien Lauf gelassen. Es sollte, wie der Titel sagt mal „ernsthaft" klingen. Er wollte sich in die Reihe derer einreihen, die Pop für soziale Themen nutzen. Auch über ihn und seiner Beziehung zu seiner Familie gibt es einiges zu hören. Hugh Padgham, der Mitproduzent des Albums war mit dem Resultat nicht sehr zufrieden. Er wollte ein eher jazzorientiertes Album mit Phil machen. Der Erfolg jedoch sprach dagegen. Ich kann nur sagen, dass ich das Album mag. Jeder, der generell Phil Collins mag, wird dieses Album auch mögen.
Meistewerk mit vielen Hits!!!, 27. April 2005
Die Soloplatten von Phil Collins haben mir zwar insgesamt nie so gut gefallen wie seine Scheiben mit Genesis und doch hat diese Platte auch schon Kultstatus. Insgesamt ist die Platte eine Spur ruhiger als Genesis, weshalb ich sie auch nicht immer hören kann. Aber gerade Hits wie „Do you Remember", „Something happend on the way to heaven", „I wish it would Rain down" oder auch das allseits bekannte „Another day in Paradise" kann man eigentlich fast immer hören. Denn es gibt auch nach über 15 Jahren keinen Anlass die Klasse dieser CD in Frage zu stellen. Schade wie gesagt ist nur, dass mir die Platte an der einen oder anderen Stelle doch etwas zu ruhig ist. Gut man kann wunderbar dabei einschlafen, aber etwas mehr„Feuer" hätte der Platte bei dem einen oder anderen Track schon recht gut getan.
Whatever, die Platte ist klasse, Zeitlos und mit vielen Hits gespickt. Wenn man frisch verliebt ist, oder auch einfach mal als ruhige Abwechslung für Zwischendurch bestens geeignet. Daumen hoch, alle Fünfe!!!!!
Starkes Album!, 14. März 2005
Was Phil Collins Ende 1989 ablieferte, ist zweifellos eine musikalische Offenbarung! Die Songs sind mal cool, mal groovig, mal besinnlich und gefühlvoll. Die ganze Palette an Emotionen ist dort enthalten. Beim Hören dieser Scheibe spürt man richtig, dass Phil auf dem Höhepukt seiner Kreativität war. Gleichzeitig war er auch auf dem Höheunkt seines Erfolges. Es handelt sich um extrem guten, rockigen Pop mit einem guten Schuss Soul. Für mich jedenfalls gibt es keinen Titel darauf, der mir nicht gefällt. Musik ist immer Geschmackssache. Aber diese Platte ist ein Paradebespiel dafür, wie erstklassige Popmusik klingen muss. Meine persönlichen Anspieltipps sind HANG IN LONG ENOUGH (fetzig und soulig!), DO YOU REMEMBER (wunderbar leicht und romantisch!), SOMETHING HAPPENED ON THE WAY TO HEAVEN (das Bläser-Intro dieses coolen Rocksongs wurde schon oft für Werbetrailer und Fernsehshows verwendet!),COLOURS (erst langsam und sanft, dann geht's ab!), DER Megahit ANOTHER DAY IN PARADISE natürlich (na, wer den nicht kennt...) und... ach was, ich könnte alle Tracks aufzählen! Die ganze Scheibe ist eben ein Hit! Wer Experimentelles, Avandgardistisches bevorzugt, der kaufe sich Platten von Phil Collins' Genesis-Kollegen Peter Gabriel. Der macht kompliziertere und schwer-verdaulichere Mucke. Allen anderen empfehle ich dieses gute Stück hier. So gut war Phil ohne Genesis nie wieder! Ach, noch etwas: Während der BUT-SERIOUSLY-Sessions produzierte der Ausnahmekünstler noch zwei weitere Titel - YOU'VE BEEN IN LOVE und THAT'S HOW I FEEL. Jammerschade, dass die es nicht auch auf das Album geschafft haben, da sie ebenfalls einfach super sind. Zu finden sind die zwei "verlorenen" Stücke auf den Maxi-Singles I WISH IT WOULD RAIN DOWN und HANG IN LONG ENUFF, wems interessiert. Fazit: Volle Kaufempfehlung!!!
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