Kundenmeinungen
Andere Worte - bessere Qualität, 30. Dezember 2007
Als Roman war die Geschichte um das Phantom der Oper von Gaston Leroux ein Flopp. Andrew Lloyd Webber machte aus dem Stoff hingegen eines seiner erfolgreichsten Musicals. Nach "Cats" und "Starlight Express" spielen nun endlich Menschen die Hauptrolle in einem seiner Musicals. Und was für Menschen! Die Geschichte könnte tragischer nicht sein: Ein verunstalteter Mann liebt eine bildhübsche junge Sängerin, doch deren Herz gehört ihrer neu entdeckten Jugendliebe. Und schon kann der romantische Wahnsinn beginnen, der mit einer dramatischen Konfrontation in den Kellergewölben der Oper mündet.
Mit "Das Phantom der Oper" landete Webber einen Welthit. Die unvergleichlich romantischen Melodien von Songs wie "Denk an mich", dem Titelthema sowie der Ouvertüre sind zu unsterblichen Ohrwürmern geworden. In der hier vorliegende Gesamtaufnahme aus Wien ist das Musical erstmals auf deutsch zu hören. Auch wenn die Übersetzung an einigen Stellen noch schwächelt und für die Hamburger Inszenierung deutlich verbessert wurde (aus "Musik der Dunkelheit" wurde "Musik der Nacht", aus "Engel der Lieder" "Engel der Muse" - um nur zwei der zahllosen Beispiele zu nennen), so könnte die Einspielung gelungener nicht sein.
Natürlich ist die androgyne Stimme von Alexander Göbel nicht jedermanns Geschmack, doch für mich passt dieser hohe Tenor, der so offensichtlich Liebe, Leid und Wahnsinn mit seiner Stimme ausdrücken kann, perfekt auf diese seelisch geschundene Rolle. Luzia Nistler mag als Christine etwas schwach auf der Brust sein, doch sie gibt der Partie dadurch etwas sehr verzagtes und fragiles und prägt sie dadurch einzigartig. Aber vor allem beeindruckt hier das Orchester, denn die Tempi sind perfekt gewählt und holen damit das Optimum eines jeden Songs heraus.
So und nicht anders, 18. Januar 2006
Von Webbers Musical-Hit "Das Phantom der Oper" gibt es inzwischen diverse Einspielungen: die Londoner Originalbesetzung, Höhepunkte aus der Hamburger Aufführung, seit neuestem den Soundtrack zur Verfilmung auf Englisch und auf Deutsch und diese Aufnahme der deutschsprachigen Erstaufführung in Wien. Und diese Einspielung ist es auch, die ich allen anderen vorziehe. Webber selber erwähnte nach der Aufnahme, daß er sich den Orchesterklang so und nicht anders vorgestellt hatte. Die Übersetzung unterscheidet sich an vielen Stellen von der in Deutschland gesungenen Fassung, wobei die österreichische Version meist freier und dennoch treffender erscheint. Die Sängerleistungen sind auf dieser Aufnahme exemplarisch gelungen, vor allem die Christiene klingt bei Luzia Nistler müheloser und somit überzeugender als bei Sarah Brightman, der Christiene der Originalbesetzung. Die Musik im "Phantom der Oper" ist eben doch sehr anspruchsvoll für Musical-Verhältnisse und verlangt eher nach klassisch geschulten Sängern. Auch kommt diese Aufnahme mit weniger Strichen aus, als die Londoner Einspielung. So scheint mir diese Einspielung die gelungendste dieses Werkes zu sein. 5 Sterne.
Sehr gute Musik, 15. November 2005
Diese CD ist der absolute Hit für jeden Fan. Die Musik ist klasse, ebenso der Gesang.Man versteht jedes Wort, was gesprochen oder gesungen wird (außer vielleicht bei der Primadonna). Das Orchester ist der Wahnsinn und die Schauspieler ebenso. Nur stört mich, das "Rául" kein Tenor sondern Barriton singt. Das "Phantom" ist an manchen Stellen ein Milchbub. Christin singt manchmal zu hoch, aber das war es auch schon. Also es ist kein Fehler sich diese CD zu kaufen.
Eigentlich sehr gut, aber..., 12. November 2005
Die einzige deutschsprachige Doppel-CD zu diesem wundervollen Musical weist leider gerade in der Besetzung Schwächen auf. Fangen wir also zunächst mit den Negativpunkten an: Alexander Goebel als Phantom finde ich persönlich gar nicht schlecht. Er erinnert mich an Uwe Krögers Interpretation an dem Film. An den bedrohlichen Stellen fehlt es ihm zwar an Ausdruckskraft, aber sein Gesang und sein verrücktes lachen am Ende des 1. Aktes machen das wett. Luiza Nistler als Christine, naja. Ihre Stimme ist schön, doch fehlt mir ein wenig das Gefühl, es wirkt alles sehr gekünstelt. Bei der Gelegenheit kann ich auch ihr rollen des "r" nochmal negativ herausheben. Da ist Anna-Maria Kauffmann von der Highlights-Aufnahme auf jeden Fall besser. Ich persönlich mag aber im Gegensatz zu vielen anderen auch Emmy Rossum bzw. Jana Werner aus dem Film. Und Sarah Brightman von der London Cast ist natürlich kaum zu übertreffen. Der darsteller des Raoul ist zu alt - eindeutig. Ansonsten singt er aber gut, finde ich. Der Rest der Cast ist Durchschnitt - einige besser, andere weniger. Das Ensemble ist meiner Meinung nach sehr gut. Ein wirklicher Pluspunkt der CD ist das große Orchester und das Arrangement - das ist wirklich neben der Filmaufnahme mit das beste aller Aufnahmen. Außerdem ist die Songauswahl gut getroffen und sehr ausführlich. Gerade die "Il Muto" Szene kommt hier sehr gut weg. Also eine CD mit Schwächen, aber dennoch zu empfehlen. Als Fan sollte man diese deutschsprachige Doppel-CD schon besitzen.
Einfach ein Traum ..., 16. September 2005
Dieses Musical hab ich bei seiner Erstaufführung in Wien gesehen, ich war damals 10 Jahre alt, und seitdem hat mich das "Phantom"-Fieber nicht mehr losgelassen. Diese CD ist nun sicher schon seit über einem Jahrzehnt in meinem Besitz, ich höre sie mir immer wieder gerne an (und singe auch mit Inbrunst mit - wenn keiner zuhört *g*). Was mich sehr verwundert hat, war, daß die deutsche Version von der österreichischen abweicht. Das ist mir bei Ansehen der DVD aufgefallen, daß teilweise ganze Passagen, meistens aber nur einige Wörter anders übersetzt sind. Fazit: Wer Musicals liebt, darf diese CD nicht auslassen, es lohnt sich wirklich!
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