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Pink Moon

Nick Drake

Island (Universal)

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Beschreibung

Pink Moon ist der Blick in die schwarzen Löcher einer zerrütteten Seele. Nur zwei Nächte brauchte der 1948 in Rangun (Burma) geborene, 1952 nach England übergesiedelte Sänger/Songschreiber für dieses Album. Nick Drake singt zur Gitarre und nur ein paar Pianopassagen addieren sich hinzu. Fast alle Stücke wurden im ersten Take aufgenommen, eine Nachbearbeitung lehnte Drake mit den knappen Worten "keine Verzierungen" ab und beinahe hätten die Aufnahmen nie die Plattenfirma Island erreicht. 1972, zwei Jahre vor seinem Tod, war Nick Drake stark depressiv und konfus, sprach kaum und legte das Pink Moon-Tape einfach an der Rezeption ab, wo es Tage später entdeckt wurde. Keine 30 Minuten ist das Album lang und nur ein Song überschreitet die Grenze von drei Minuten. Da sich Qualität aber nicht in Zeit messen lässt, reicht diese kurze Spielzeit aus, Drakes Kampf mit dem Leben zu erahnen. Alle Songs sind sehr sparsam instrumentiert, dafür nehmen die Texte mehr Gewicht ein. Drake schafft es, sein Elend in vier Zeilen zu beschreiben: "Know that I love you / Know I don't care / Know that I see you / Know I'm not there" ("Know"). Nur das Schlussstück "From The Morning" zeigt den Musiker mit einem Ansatz von Optimismus. Welch ein Trugschluss; kurz nach Pink Moon begab sich Drake freiwillig in psychiatrische Behandlung, am 25. November 1974 fand ihn seine Mutter tot im Bett, gestorben an einer Überdosis Anti-Depressiva. Auf dem Nachttisch lag Albert Camus' Der Mythos von Sisyphos, aber kein Abschiedsbrief. --Sven Niechziol




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  give me a place to be!!, 26. November 2007

Ich will und kann Nick Drake mit niemand vergleichen, die Gefühle die mit seiner Musik hervorbringt sind einzigartig!
Wer dieses Album zum ersten mal hört, darf sich auf eine der allerschönsten, und zugleich auch traurigsten Platten freuen. Danke Nick für deine Musik! Nur schade, dass es hier für dich keinen Platz gegeben hat.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Zeitlos und wunderbar, 29. September 2007

Ein wunderbares Album. Es ist wohl das zurückhaltenste und reduzierteste das Drake je aufgenommen hat und gerade dies macht es so unwiderstehlich.

Bei neuerer Musik die mir gut gefällt (zB Jose Gonzales Veener-Album) fällt mir immer wieder die Verwandschaft zu der Musik Nick Drakes auf. Er scheint noch immer eine echte Inspirationsquelle für viele Musiker zu sein. Eine ziemlich gute Quelle.

Würde ich mich auf wenige Musikalben beschränken müssen, dieses würde ganz sicher bleiben.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einsam und schön, 18. Juni 2007

Eins der einsamsten und schönsten Alben überhaupt. Nur Nick Drake mit seiner Gitarre und seinen Songs allein im Tonstudio. Zeitlose Musik!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Große Musik, wie sie heute nicht mehr gemacht wird, 12. Juli 2006

Wenn man diese CD hört, kann es sein, dass man Jack Johnson oder James Blunt nicht mehr hören mag.
"Pink Moon" ist von einem völlig anderen Kaliber und in seiner Schlichtheit und emotionalen Wucht höchstens mit Joni Mitchells "Blue" oder Van Morrisons "Astral Weeks" zu vergleichen.
Von der eigenen Existenz als Künstler zerrissen, und in den Siebzigern nicht mit dem Ruhm bedacht, der ihm zugestanden hätte, ist dieses Album das berührendste und reduziertetste des Nick Drake.
Auch hier wird die Musik wieder zu ihren Wurzeln zurückgeführt, wie es heute kaum noch zu hören ist: eine Stimme, (meistens) ein Instrument, und einfache, aber anrührende Geschichten, die im Lichte seines Freitods nochmals an Traurigkeit und Verzweiflung gewinnen. Das nur ein Song die 3-Minuten sprengt zeigt, wie wenig es braucht, um den Hörer zu berühren.
Interessant ist, dass sich die inhaltliche deutlich von der formalen Ebene unterscheidet., So werden die Texte von einer dunklen Stimmung bestimmt, während die Musik dazu aber fast leichtfüssig und entspannt daherkommt. Das macht die CD bei aller emotionaler Tiefe sehr zugänglich und hörbar (und erklärt wohl auch, warum sich "Pink Moon" in einem Auto-Spot wiedergefunden hat)

Zum Glück hat Drake sich bei diesem Album durchgesetzt und dem verordneten Geigen-Weichspülgang der Plattenfirma wiederstanden. So zeigt dieses Album als einziges, wie Drake seine Musik gemeint hat, und hat die Zeit überdauert, ohne auch nur einen Tag zu altern.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Starkes Teil, 13. September 2005

Vor dem Anhören dieses Albums, konnte ich mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen, dass sich nur mit Stimme, Akkusitkgitarre und ein bischen Piano etwas anderes, als eine billige Bob-Dylan-Kopie machen lässt.
Nick Drake hat mich zwischenzeitlich eines besseren belehrt.
"Pink Moon" strahlt eine fast schmerzende intime und zerbrechliche Stimmung aus.
Unfassbar, dass solch ein Meisterwerk fast der Vergessenheit anheim gefallen wäre.




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