Kundenmeinungen
Vielfältig, 31. Oktober 2008
Ich gebe zu, ich liebe den verfrickelten Elektroniksound der beiden Franzosen. Lösten Nicolas Godin und Jean-Benoît Dunckel mit ihrem von mir eher durch Zufall entdeckten Debütalbum "Monn Safari" schon Begeisterungsstürme meinerseits aus, kann auch das aus experimentellen Frühwerken zusammengestellte "Premiers Symptômes" trotz seiner nur knapp 34 Minuten Inhalt überzeugen.Aufgrund der nur 7 enthaltenen Tracks lohnt es sich, einmal näher auf jedes einzelne Stück einzugehen. Eröffnet wird der Reigen durch das locker groovende "Modular Mix", wie schon "Remember" vom Erstling ein sehr gut für traute Gemeinsamkeit geeignetes Stück Verführung. Das darauffolgende "Casanova 70" ist hingegen ein liebenswert-verschrobener Mix aus Seventies-Porno Chic und Bläsersätzen der gleichen Dekade. An "Professionnels" lässt sich gut der Blaupausencharakter dieser CD erkennen, diente das Stück doch als Grundlage für das traumhaft von Beth Hirsch gesungene "All I Need" auf "Moon Safari".Bei Halbzeit darf man mit "J'ai dormi sous l'eau" gepflegt dahinschweben, diese hingetupfte Leichtigkeit macht den beiden Soundtüftlern so schnell keiner nach! "Le soleil est pres de moi" fährt das Tempo dann fast bis auf Stillstand hinunter, dazu wird die Titelzeile per Vocoderstimme deklamiert - eine eher düstere Vorstellung.Größer könnte der Unterschied dann auch gar nicht sein, wenn "Californie" anhebt. Da funkt und groovt es, dazu wabernd-flirrende Synthieklänge und dezentes Geklampfe im Hintergrund. Das ist aber noch längst nicht alles, verändert sich der Song doch permanent. Und so endet der nur zweieinhalb Minuten lange Track dann auch in klavierbegleiteten Kunst-Meeresrauschen.Schon ist das Ende nahe. "Brakes On" legt erst einmal mit einem in Watte gepacktem "The Prodigy"-Beat los, um dann mit allerlei verschwurbelten und zum Teil dissonanten Elektronikkram in die Gehörgänge zu kriechen. Nicht übel!Es liegt in der Natur der Sache, dass diese bunte Wundertüte nicht ganz so kompakt und eingängig daherkommt wie andere Werke der Band. Daher reicht es nicht ganz zur Spitzenwertung. Besser als so manch schnöde Neuveröffentlichung des Musikmarktes ist es aber allemal!
Die erste Platte von Air! Ein Hörgenuss der besonderen Art!, 14. November 2007
Die erste Platte von Air! Ein Hörgenuss der besonderen Art! Ich habe diese Platte als LP (!) nach ihrer "Entdeckung" ca. 2 Monate im ständigen Repeat gehört - schöner kann man nicht träumen... es ist ein frühres Meisterwerk. Ungeschliffen--- unerreicht.
Klein, aber fein..., 7. Januar 2005
...läßt sich "Les Premiers Symptomes" am treffendsten umschreiben: Mag die Gesamtspielzeit von 33 Minuten gerade noch den Kriterien eines 'Albums' entsprechen sind Air, was die musikalische Qualität anbelangt, über jeden Zweifel erhaben. Nach dem umjubelten "Moon Safari" folgte die Zwischenarbeit "Les Premiers Symptomes", die nahtlos an das vorherige Werk anschließt, und in ein wunderbares Gesamtkonzept eingebettet ist. Allein das Artwork des Covers ist eine gelungene Vorwegnahme dessen, was den Hörer erwartet - eine musikalische Reise zurück in jene Zeit, als analoge Synthesizer ihre Hochblüte erlebten, und Avantgardisten wie Kraftwerk ihre elektronischen Sounds in die Atmosphäre pulsten.Auf "Les Premiers Symptomes" dominieren zu Beginn herrlich analoge Moog-Sounds, spielen plätschernde Gluckerklänge wie in den 70ern ("Modular Mix" etwa zitiert Elemente aus Kraftwerks "Autobahn") clever gemixt von Alex Gopher und Etienne de Crecy. Die letzten beiden Tracks werden dann deutlich grooviger und rhythmischer, richtig tanzbar, ohne je hektisch zu sein.Insgesamt ein musikalischer Stil, der abends in gepflegter Clubatmosphäre ebenso deplaziert ist wie vor dem Schlafengehen im heimischen Wohnzimmer, oder morgens am Strand unter Palmen.
Der Ursprung einer großen Erfolgsgeschichte !, 27. Februar 2004
Nur Mut, AIR ! Diese CD hättet ihr ruhig vor "Moon Safari" veröffentlichen können ! Die Stücke lassen ausnahmslos darauf schliessen was danach kommen möge, und das schöne an diesem Album ist, das man es gar nicht an den anderen Air-Alben messen KANN da es ja das allererste ist ! :-) (Gruß an alle Hobbykritiker !) Air bietet hier das auf was ihr Job ist: schöne, ruhige Melodien, chillen und mit dem Kopf dazu nicken ist hier das Motto, sich treiben lassen, einfach hinwegschweben. Nur schade das dieser Trip irgendwann aufhört. Aber zum Glück gibts ne Play Taste zum immer wieder anfangen ! ;-)
Fingerübungen für den Erfolg, 11. Januar 2004
Die "ersten Symptome" von Air kamen interessanterweise erst als 3. CD heraus, nach "Moon Safari" und "The Virgin suicides". Die beiden Franzosen hatten wohl ihrem Glück nicht ganz getraut und veröffentlichten ihre ersten Versuche erst dann, als die Nachfolgewerke Erfolg gehabt hatten.Dabei hätten sie gar nicht so vorsichtig sein brauchen. "Premieres symptomes" hat schon all das, was später (bzw. eben früher) "Moon safari" zum Erfolg machte. Sanfte, manchmal psychedelisch anmutende Elektro-Pop Töne, die auf diesem Erstling aber noch nicht ganz so glatt klingen, wie später beim Million-Seller "Moon safari". Meiner Meinung nach aber kein Kritikpunkt, sondern eher ein Positivum. Die Entwicklung von Air lässt sich anhand dieser CD gut verfolgen, und so wird einem einiges ganz bekannt vorkommen, wenn man "Moon safari" schon besitzt. Die Fingerübungen sind deutlich hörbar, aber eben noch etwas rauher im Ton.Das einzig Ärgerliche an der CD ist die geringe Lauflänge, von nur etwas mehr als 35 Minuten, dafür gibt es einen Stern Abzug!
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