Kundenmeinungen
Schade um die gute Interpretation, 19. Februar 2007
Die vorliegende Einspielung der Dvorak-Symphonien unter Kubelik ist interpretatorisch ein Muss. Üppig und detailreich. Das Berliner Orchester spielt wie man es von ihm gewohnt ist: grandios.Das große Manko dieser Box ist jedoch der Klang. Anscheinend meint die DGG den Ton um jeden Preis rauschfrei zu machen. Das hat zur Folge, dass sie die Aufnahme so stark bearbeitet, dass der Ton insgesamt sehr dünn wird. Kaum Bässe, die Streicher klingen blass und schrill. Die Pauken wirken wie seperat aufgenommen. Und das ist so unendlich schade, weil Kubelik mit den Berlinern fantastisch musiziert.Wer die Symphonien nur kennenlernen will, der ist gut beraten vor dem Kauf dieser Box einmal gründlich hineinzuhören, da sie mit ca. 45¬ auch nicht ganz billig ist.
Geniale Musik in enttäuschender Qualität, 14. November 2006
Aufgrund der ausgezeichneten Rezensionen habe ich diese Sammlung gekauft: Dvoraks Musik gespielt von den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von R. Kubelik ist herrlich. Doch leider ist die Qualität der Aufnahme sehr enttäuschend: Der Klang ist flach und ausdruckslos. Das Gefühl, daß die Musik den Raum erfüllt entsteht nicht. Vielmehr entsteht der Eindruck, daß aufgrund von künstlicher Rauschunterdrückung Höhen und Bässe abgeschnitten wurden und in der Folge die Dynamik der Werke Dvoraks verloren ging.
Ein Fest der Musik, 10. Dezember 2002
Schade dass man nur einmal 5 Sterne vergeben kann - und nicht wie bei einer Oskar-Verleihung mehrfach.Bei dieser Gesamtaufnahme ist alles auszeichnungswürdig : Die Musik, der Dirigent, das Orchester, die Aufnahmetechnik und der Klang.Antonin Dvorak's symphonisches Werk wird ungerechtfertigterweise meistens auf die 9. Sinfonie "Aus der Neuen Welt" reduziert. Die anderen Sinfonien sind auf ihre Art ebenfalls grossartig und ein Genuss - schwelgend in Melodien und "saftiger" Instrumentierung. Rafael Kubelik stand unverdientermassen bei der Deutschen Grammophon im Schatten der damaligen Stardirigenten Karajan und Böhm - aber er war eben "nur" ein grossartiger Dirigent ohne Showtalent und Selbstinszenierung. Er dirigiert feinfühlig, ausgeglichen und kraftvoll - sowohl nuanciert als auch voller Wucht. (Gegen seine Aufnahme von der 9. Dvorak's verblasst Karajan's Versuch zur ambitionierten Schülerarbeit.)Die Geringschätzung Kubeliks durch die Deutsche Grammophon äussert sich auch darin, dass sie ihm im Booklet keine Zeile und kein Photo widmet. Meines Wissens ist er nach der kommunistischen Machtergreifung aus der Tschechoslowakei emigriert. Diese Gesamtaufnahme ist Teil seines Einsatzes als Künstler für die Freiheit seiner von der Sowjetunion besetzten Heimat und ihrer Kultur. (Wahrscheinlich gehen die Aufnahmen deswegen so zu Herzen.) Die Berliner Philharmoniker setzen sein Musikverständnis kongenial um. So prachtvoll und perfekt hört man sogar sie nur selten. Hinzu kommt die bekannt grossartige Tonqualität der Deutschen Grammophon. Die Aufnahmen stammen aus der Zeit 1966 bis 1977 und klingen wesentlich wärmer, feiner und dynamischer als heutige Digital-Aufnahmen.Ein Kritikpunkt : Aus Ersparnisgründen wurden die Aufnahmen auf 6 CD's zusammengedrängt. So sind einige Sinfonien auf 2 CD's verteilt. (Das sollte bei den heutigen geringen Materialkosten wirklich nicht geschehen.) Ein CD-Wechsler ist beim Abspielen also hilfreich.Als Draufgabe gibt es noch drei weitere symphonische Werke :Scherzo capriccioso (13min.), Ouverture Karneval (9min.) und "Die Waldtaube" (19min.) - praktisch eine Bonus-LP.
Mein Klassiker, 18. November 2002
Kubelik und die Berliner Philharmoniker in Bestform! Die Einspielungen der neun Symphonien Dvoraks, allesamt urspruenglich entstanden in den 70er-Jahren, zeichnen sich durch ein überaus nuanciertes Spiel aus. Kubelik hat sein Orchester dabei jederzeit voll im Griff, wodurch sich letztlich einmalige Einspielungen der Symphonien ergeben, die ihres gleichen sucht. Sowohl hinsichtlich der Dynamik und der Tempi verfaellt Kubelik nicht in den Fehler vieler Dirigenten, die letztlich das wunderbare Werk Dvoraks "verkitschen". Zum CD-Set gehört ein vorzügliches mehrsprachiges Booklet, das auch bisher unerfahrene Dvorak-Hörer in die Anfänge der Beschäftigung mit den großen Werken einweist.
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