Kundenmeinungen
Berührt!, 19. September 2004
Wie beschreibt man Musik, die so perfekt ist wie Keith Jarrett's "La Scala".
"Als hätte jemand mit der offenen Hand in meine Seele gegriffen und meine Gefühle mit "La Scala - Part I" vertont. La Scala ist fein improvisiert, ein Auf und Ab der Gefühle, ein Kampf mit sich selbst, ein Dialog. La Scala beschreibt das Leben.Worte sind da überflüssig. Keith Jarrett's Part I hat mich tief berührt - und seine Musik mich in vielen Lebenslagen begleitet. Sehr empfehlenswert!
Mein Klassiker, 17. Dezember 2002
Mailand, 1995. KJ setzt sich mal wieder an den Flügel und die Welt wird Klang. La Scala ist eine wunderbare CD.Aufgeteilt ist das Werk in 2 Stücke, 45 und 28 Minuten Was wir in Part 1 hören ist ein ruhigeres Stück. Wir werden eingeladen zum Zuhören. Da schließen wir einfach die Augen, lauschen, folgen einzelnen Tönen, manchmal ganzen Melodien und fühlen uns wohl in dieser Klangwelt.Part 2 ist ein mitreissendes Werk. Sehr Rhytmisch, sowohl improvisatorisch als auch handwerklich über jeden Zwefel erhaben. Hier erschließt sich uns das ganze Können eines Pianisten, der uns, sogar wenn er Tonleitern spielt, zu Tränen rühren kann.Als Bonbon gibt es obendrauf noch eine herausragende Interpretation von "Over the Rainbow".
eintauchen..., 29. November 2002
... oder eben "se plonger dans la musique" gelingt mir bei keith jarret immer wieder. gerade "la scala" ist für mich eine besondere cd, da ich sie während einer langen operation, dank eines anästhesisten , ebenfalls jarret - liebhaber, nicht nur über kopfhörer, sondern im op über lautsprecher hören durfte. das ganze team, inklusive mir als patientin, hat so uvergessliche stunden im kalten, nüchternen op verbracht.keine frage, dass mich die cd während und nach der genesung immer wieder begleitet hat. selten kann ein zuhörer / eine zuhörerin so in die improvisation des künstlers eintauchen, raum empfinden und sich tragen lassen. teilweise hört man diese emotionen des publikums ( und des künstlers )während einer aufzeichnung mit ( z.b. auch in "the köln concert" ).keith jarret, ein zauberhafter pianist, der mich ( als klavierschülerin ) ebenso mit seiner spieltechnik beeindruckt, ( das wohltemperierte klavier von bach ).deshalb: hören und sich ein-tauchen lassen...
Die Improvisation der Schwermut, 14. März 2001
Im CD-Regal ist Keith Jarrett unter Jazz zu finden. Bezüglich seiner Standardwerke, vor allem jener die er zusammen mit Jan Garbarek und Konsorten eingespielt hat, ist das zutreffend. Anders sieht das bei seinen Soloprojekten aus, welche Livemitschnitte von Konzerten sind. Diese Klänge einer Kategorie zuzuordnen fällt mir schwer. "Meilensteine musikalischer Ästhetik" wäre passend. Ein Highlight daraus stellt das Konzert aus der Mailänder Scala dar. Tieftraurige Klänge, die beim geneigten Hörer den Bauch zu einer weiten Wüste werden lassen, reihen sich zu einer Perlenschnur aneinander, bei der kein Ton zufällig ist und somit auch keiner fehlen darf. Bemerkenswert daran ist die Entstehung. Jarretts Töne sind blanke Improvisation, wachsen aus der Traurigkeit des Augenblicks und entfalten ihre wundersame, verwirrende Schönheit tief in der Seele. So schön ist die Melancholie des Augenblicks, wenn man gewillt ist, sich ihr hinzugeben. Keine Musik für Frohnnaturen, wohl aber für nachdenkliche, tieffühlende Charaktere, die ihre Gefühle schon immer einmal in Töne fassen wollten. Kurz: Ein Meisterwerk an Anmut, Zartheit und Tiefgang.
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