Kundenmeinungen
Manchmal tut die Wahrheit weh ..., 27. Januar 2008
Auch diese CD, die als Miles Davis' Meisterstück und als Meilenstein des Jazz schlechthin gilt, kann nicht über eine Tatsache hinwegtäuschen: Jazz ist Fahrstuhlmusik. Jazz war immer schon Fahrstuhlmusik und wird nie etwas anderes sein als Fahrstuhlmusik. Natürlich ist Miles Davis keine Ausnahme. Fünf zusammengefrickelte, nölige Stücke + ein Bonustrack legen darüber trauriges Zeugnis ab. Wer sich diese CD allein wegen ihres legendären Rufes zulegt, wird bitter enttäuscht. Dies ist kein Klassiker!
Völlig überbewertet , 12. Januar 2008
Meiner Meinung ist die Musik von Miles Davis und speziell diese CD völlig überbewertet. Persönlich habe ich drei, viermal in größeren zeitlichen Abständen versucht, mich in dieses "Werk" einzuhören. Es ist eine Tatsache, dass ich mich leider stets entsetzlich gelangweilt habe, was die Gralshüter des Davischen Vermächtnisses natürlich mit meiner Unfähigkeit erklären werden, diese wundervolle Musik zu fühlen oder zu verstehen. Viele heben ja auch positiv hervor, dass die Platte so entspannend sein soll, ich finde sie einschläfernd. Auf der anderen ist sie aber auch ein Ärgernis für mich. Herr Davis spielt wie auf anderen CDs stets die selben Phrasen , verwendet stets die selben "Gesten", um beim Publikum seine Erfolge zu erzielen. Ich tue mich schwer, Herrn Davis seine "Reden in Tönen" abzunehmen. Viele sagen, diese Musik sei feinsinng, die Soli von Herrn Davis finde ich aber eher platt und plakativ. "Denkt er wirklich, dass er mit solchen "Taschenspielertricks" durchkommt ?". Er kommt offensichtlich durch damit. Aber will jemand ernsthaft behaupten, diese Musik sei inspiriert so wie die Musik von Chopin oder Schumann ? Also bitte, irgendwo ist auch eine Grenze. Ich finde übrigens auch Gefallen an Jazzmusik. Bei den eher "entspannteren" Klängen kann ich etwa Lester Young empfehlen, der kein Schauspieler ist, sondern ein wirklicher Künstler.
Aufnahme für die Ewigkeit, 26. Juni 2007
Ich besitze dieses Album sowohl als relativ schlechte cd-Ausgabe aus der Anfangszeit dieses Mediums und als sacd. Zur Musik gibt es nichts hinzuzufügen was nicht schon ein-zigtausend mal hier oder wo anders geschrieben wurde. Es ist die Scheibe mit moderner Musik überhaupt.
Zum Hammer wird sie in der Mehrkanalton-Aufnahme. Man ist mittendrin und hat das Gefühl diesen Jazz-Giganten beim Spiel über die Schulter schauen zu können bzw. auf der Bühne mit ihnen zu stehen.
Kauft Multiplayer, 5.1-Verstärker, die dazu nötigen Boxen und subwoover sowie diese sacd und vergesst alles was ihr vorher gehört habt!!
Ein Klassiker, ohne Zweifel, 14. Juni 2007
Eigentlich haben die vorherigen Rezensenten ja schon alles gesagt, aber ich muss ich einfach wiederholen: diese Scheibe ist einfach ein Klassiker, der in keiner CD-Sammlung fehlen darf. Ich behaupte, dass selbst jemand, der mit Jazz in der Regel nix anfangen kann, von dieser Scheibe begeistert sein dürfte.
Für manche die beste Jazz-CD aller Zeiten!, 24. Mai 2007
Zugegeben: ob man wirklich beurteilen kann, eine Platte sei die "beste", darüber kann man streiten. Schließlich ist Musik doch auch eine Sache der individuellen Beurteilung.
Zweifellos ist "Kind Of Blue" eines der bedeutendsten und die Jazzmusik prägendesten Alben, das auch über Jazzkreise hinaus geschätzt und geliebt wird.
Mich fasziniert vor allem die Ruhe und Schönheit, die "Kind Of Blue" ausstrahlen. Die Musik fällt nicht durch Effekte auf, durch ekstatische Soli oder Geschwindigkeitsrekorde, sondern die Musik glänzt und glüht still. Das macht sie auch für Nicht-Jazz-Hörer ansprechend. Beispielhaft dafür ist der Einstieg des Stücks "All Blues": Ein verhaltenes, vibrierendes, durch besengestrichendes Schlagzeug unterlegtes Klaviermotiv bildet die Basis für eine einfache zweistimmige Melodie, die sich nach und nach in verschiedene Soli auflöst. Genauso wie dieses Stück aus dem Nichts auftaucht, verschwindet es wieder.
Es ist nicht notwendig, auf einzelne Stücke einzugehen - "Kind Of Blue" ist ein Gesamtkunstwerk, das beinahe 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung nichts von seiner Modernität eingebüßt hat. Lasst Euch begeistern!
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