Kundenmeinungen
Sehr schön das hier..., 19. Mai 2008
Ich lobpreise alle, die dafür gesorgt haben, daß dieses wahrlich als Monolith einzuschätzende Werk als Vinyl in schöner (sogar mit Posters und dem alten Klappcover!) und vor allem auch klanglich einigermaßen akzeptabler Form wiederaufgelegt wurde.Lang leben die Floyds von 1971-1977, nie textete und konzipierte Waters bestechender, nie spielte Gilmour beseelter, nie trommelte Mason ökonomischer, nie war der Input von Wright, dem persönlichen Favourite so mancher Floyd-Fans, besser...Alle, die noch (oder wieder!) einen Plattenspieler (was für ein schönes Wort!) zu Hause stehen haben, greift zu, iPod ist was für Flachköpfe...P.S. Schade, daß das gleiche nicht schon längst auch mit "Meddle", "Wish You Were Here", "Animals" und (meinetwegen auch) "The Wall" passiert ist...
..., 27. März 2008
Zum Klassiker-Status dieses meistverkauften Rock-Albums sag ich an dieser Stelle nichts mehr, ich werde nur auf die Musik eingehen, obwohl es wohl wenige Menschen gibt, die nicht einmal Ausschnitte aus diesem Werk kennen. Track 1a - 'Speak To Me'. Zu Beginn Pulsschlag. Dann der Urschrei und wir befinden uns in 1b - 'Breath', einem recht langsamen Rockstueck, das sofort eine angenemhe, voellig entspannte, aber dennoch irgendwie spannende Atmosphaere aufbaut. Auf 'On The Run' wird mit den damals neuen VCS3-Synthesizern experimentiert. Ein elektronisches Stueck mit interessanten Beats, sehr gut gemacht, hat nicht nur durch die eingestreuten 'fiesen Lacher' eine leicht bedrohliche Atmosphaere. Danach 'Time'. Die Glockenschlaege und Wecker duerften einen ziemlich erschrecken. Danach der monumentale, weltbekannte Instrumentalteil mit seinem unverkennbaren Rhythmus, seinem markanten Bass und spaerlichen, leichten Keyboardklaegen. Dann setzt der Gessang ein, wo sich Gilmour's rauhere und Wright's zurueckhaltendere Stimme abwechseln. Zwischendrin gibt's ein herrliches Gitarrensolo mit effektiv eingebautem Taktwechsel. Zum Schluss gibt's eine Reprise von 'Breathe'. 'The Great Gig In The Sky' ist ein Piano-Stueck mit textlosem Gesang von der Saengerin Clare Torry, die auch nochmal beim 'Eve'-Album vom Alan Parsons Project auftreten sollte. Wirklich eine tolle Gesangsleistung und gutes, unaufdringliches Pianospiel. Danach klingen die Kassen. 'Money'. Der groovige Bass-Rhythmus setzt ein, es entfaltet sich ein grooviges Stueck mit tollem Saxophon- und Gitarrensolo. Danach das ruhige, atmosphaerische 'Us And Them'. Mit sehr schoenem Saxophon-Intro und einem sehr angenehmen Rhythmus. Bei 'Any Colour You Like' soliert Wright auf dem Synthesizer, kommt einem vielleicht von einer Stelle aus 'Atom Heart Mother' bekannt vor. 'Brain Damage': 'The Lunatic Is In My Head'. Dieses leicht bedrohliche Stueck frisst sich genau wie alles andere auf diesem direkt ins Gehirn. Dann der perfekt gelungene Uebergang zum erhebenden 'Eclipse', dem einzigen von Roger Waters vorgetragenen Stueck. Zum Schluss ertoent wieder der Pulsschlag, der schon am Anfang zu hoeren war. Ein monumentales Album, muss jeder mal gehoert haben.
Der dunkle Mond, 27. Februar 2008
Ich habe aus der Trilogie Dark side of the moon, Wish you were here und Animals dieses Album seltsamerweise als letztes gehört. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich, als der Mond dunkel wurde erst elf Jahre alt war, und diese Musik zu diesem Zeitpunkt sicher überfordert hätte. Gott sei Dank habe ich auch dieses Album dann zur richtigen Zeit gehört, und es recht bald zu schätzen gelernt. Welches mir von den drei Erwähnten letztlich am besten gefällt, kann ich mit einem klaren: Woher soll ich das wissen!" beantworten. Also hin zum Hi-Fi-Rack und einfach selbst entscheiden.Wenn Sie Dark side of the moon kennen, werden Sie mir ohnehin zustimmen, falls Sie Pink Floyd noch nicht kennen, sollten Sie schon andere Musik erwarten, als man sie heute in den Charts hört. Lassen Sie sich einfach darauf ein. Sie werden es nicht bereuen.
shorter of breath...., 9. Februar 2008
habe gerade die remasterte vinyl-neuauflage und dann die cd gehört. wollte DSOTM gleich ein zweites mal hören und dachte mir, mal sehen wie die cd tut.dazu später...wieder einmal, ich weiß nicht zu wievieltem male, hat mich diese scheibe nach dem verklingen des letzten tones beeindruckt und beglückt hinterlassen. einem interessenten, der das ding schon kennt, braucht man wohl nicht mehr viel drüber zu erzählen.hey, gibts jemanden, der das ding nicht oder nicht vollständig kennt? einen youngster, der irgendwann mal von einer pompösen, alles überstrahlenden, jahrhundertplatte gehört hat, die von damals langhaarigen typen namens pink floyd stammt und der deshalb hier reinschaut?der nicht genau weiß, ob er sich so ein altes ungeheuer antun soll, ob die lobeshymnen zutreffen? der von den 2-sterne kritikern verunsichert ist?die haben übrigens recht und doch wieder nicht. ja, es gibt musikalisch anspruchsvolleres von PF. nein, es gibt keine bessere scheibe von ihnen, die in summe innovativer gewesen ist, die das bild der psychedelischen rockmusik stärker geprägt hätte....die ganze scheibe ist von einer inneren spannung und mystik durchzogen, die sich nirgendwo anders so findet. die eröffnung mit dem herzschlag, die uhren, der "helikopter", das treibende schlagzeug, später "the great gig in the sky" - ein ekstatisch gesungenes monument einer textlosen ballade als höhepunkt etwa in der mitte des albums (auf platte: letzte nummer der ersten seite). ein holpriger und doch genialer downer mit "money" danach, einem elegisch dahingleitenden finale, dem ausklang mit dem herzschlag - der kreis hat sich geschlossen...ein meisterwerk, von alan parsons mit dem gebührenden tontechnischen rahmen versehen, ein meilenstein der rockgeschichte, eine jahrhundertplatte, die jeder besitzen sollte.eine scheibe, die seither jede nachfolgende generation an musikinteressierten beeindruckt hat (übrigens auch meine kids) und dies wohl weiterhin tun wird.ich kenne die sacd nicht, aber auch die "normale" cd scheint mir auf etwas höherem niveau zu spielen als die original-lp (diese hat bei mir aber in mehr als 30 jahren so einige hördurchgänge und mitunter nicht allzu schonenden umgang hinter sich, so dass diese aussage mit vorsicht zu geniessen ist). beide verlieren aber was durchhörbarkeit und bassdruck betrifft etwas gegen das o.e. vinyl-remaster. trotzdem ist der sound - nicht nur für eine 70er jahre produktion - hervorragend!wer`s noch nicht hat, wer`s noch nicht kennt: gehört zur grundausstattung einer wohnung, wie die beleuchtung, der herd oder der eiskasten, also kaufen!
Meisterstunde von PF und Alan Parsons, 30. Oktober 2007
DSOTM ist das wahrscheinlich bekannteste Werk von PF. Inwieweit auch Alan Parsons damals, als eigentlich 5. Mitglied der Band, Einfluss genommen hat, kann man gut erkennen, wenn man sich die DVD über die Entstehung dieses Albums ansieht.Es war Parsons zweite Zusammenarbeit mit der Band, nachdem er vorher bereits Atom Heart Mother massgeblich beeinflusst hatte. Doch anders als auf AHM verzichtete man hier auf einen grossen Chor und eine Anzahl von Bläsern. Die Musik wird grösstenteils von PF selbst gespielt, ausser die Saxofonsoli von Dick Parry. Die Songs sind auch kürzer als auf allem was bis dahin von ihnen aufgenommen wurde, vielleicht auch kommerzieller? Nun denn, es sei dahingestellt und jeder sollte sich hierzu seine eigene Meinung bilden dürfen. Als Einstieg in die Welt von PF ist diese Platte für Jüngere sicherlich am besten geeignet. Die Aufnahmen begannen eigentlich schon während der Phase von AHM, also ca. 1970. Dass es 4 Jahre dauerte bis zur Fertigstellung lag u.a. daran, dass man zwischendurch noch "Live at Pompeii" drehte und dann nach "Meddle" dazwischenschob. Auch waren die Aufnahmen langwierig, da die ganze Platte nur so von technischen Raffinessen strotzt. Wohlgemerkt, alles analog aufgenommen, digital kam erst viel später. So gesehen war der Erfolg fast vorprogrammiert, wenn auch niemand dieses Ausmass vorhersehen konnte.Mittlerweile dürfte wohl jeder Floydfan wissen, woher die Stimmen im Off kamen, wie sie es fertig brachten Uhren mit Musik zu verschmelzen oder den gerade entwickelten VCS3 bedienten. Was jedoch unbestritten bleibt ist die Tatsache, dass die Platte hervorragende Texte besitzt, die ich damals nicht richtig begriffen habe, heute jedoch sehr gut im Alter nachvollziehen kann (10 years have got behind you and no one told you when to run). Die Musik ist einen Tick härter als sonst, die Gitarre noch klarer und die Keyboards einfach überirdisch. Auch Waters Bass ist wesentlich mehr in den Vordergrund gemischt als auf AHM.Alles in allem immer noch eine der besten Rockplatten der Geschichte. Zeitlos sicherlich, aber für PF fast das Ende damals. Dass der Nachfolger "Wish you were here" das Erfolgskonzept nicht mehr aufgriff sondern wesentlich weniger hektisch daherkam wat ein Glück für die Band. Und dass die Fans dies damals so hingenommen haben ein Wunder. In unsrer heutigen Welt, wo die Majors mehr zu sagen haben als die Bands, nicht mehr zu wiederholen.Fazit: DSOTM ist ein Meilenstein gewesen, auch für spätere Bands.
|