Kundenmeinungen
Wenn ich von all meinen CDs nur drei behalten dürfte: DIE wäre dabei!, 28. Dezember 2006
The Sisters of Mercy polarisieren und ich kann mir vorstellen, dass diese "Best of" den Fans der frühen Sisters-Alben ein Dorn im Auge ist. Die wirklich harten, treiben Songs wie "Vision Thing" oder "Temple of Love (in der Remix Version)" sind weitaus weniger experimentell und düster als die frühen Songs, aber wer auf Dark Wave / Gothic steht und auch der Metal-Schiene nicht abgeneigt ist, der MUSS hier zugreifen! Die über 8-minütige Version von "More" ist für mich einer der besten Songs, die ich je gehört habe. Zum Ende der Platte wird es dann mit "Lucretia my reflection", "Dominion" und "This Corrosion" etwas düsterer und ruhiger und mit "Walk away" bzw. "Body and soul" hat man dann auch die Kurve hin zu der frühen Ära geschafft. Sicher dominieren die kommerziell erfolgreicheren, geschliffeneren Songs auf dieser Platte, aber für die Puristen gibt es ja noch die Zusammenstellung "Some girls wander by mistake".
Diese Platte ist (fast) perfekt: Lediglich den Opener "Under the gun" würde ich durch "Ribbons" ersetzen...
Zwischen Rock, Gothic und Cyberpunk, 28. Mai 2006
Greatest Hits Volume One, ist der Untertitel der CD. Alleine, dass eine CD einen Untertitel braucht, ist eine Beleidigung an die Konventionen des Rock. Dem Greatest Hits noch ein Volume One anzuhängen, ist schon dreist, es die letzte ernsthafte Veröffentlichung der Sisters Of Mercy werden zu lassen, dann schon wieder cool.
Und mal ganz im Ernst: Eine CD; auf der die Hälfte der Lieder über sieben Minuten lang sind, kann man nicht als eine normale Greatest Hits bezeichnen. Ich muss sagen, ich liebe diese CD. Trotz ihres Daseins als Best Of Scheibe, steckt viel Kunst in ihr. Und die Musik? Wunderschön. Bei den Sisters steht man in etwa so sehr zwischen den 80ern und den 90ern wie sonst nur bei Guns N Roses. Die Sisters sind sowohl stilistisch wie auch zeitlich linear von Type O Negative abgelöst worden - sie sind düster, lyrisch hochwertig, selbstironisch und rocken. Also: Yeah yeah!
Gothic? Ausverkauf? Nicht bei dieser CD!, 29. Oktober 2002
Best-Of-Platten kommen immer wieder in Mode, heute wie auch in 1993. Wobei diese Auswahl exklusiv ist, denn bei dieser Band lohnt es sich, über den Tellerrand der Créme de la Créme auf dieser CD hinwegzuschauen, um weitere große Songs von Eldritch und Co. zu entdecken.
"Gruft-Rock" findet sich hierbei nicht auf der CD, es ist vielmehr das Image, womit die Sisters behaftet wurden, welches weder mit der Musik noch mit der Band viel zu tun haben kann. Kraftvolle Songs aus der Zeit zwischen 1984 und 1993 wurden ausgewählt, um eine möglichst repräsentative Perspektive um das Schaffen der Band zu erlangen. Die Tatsache, dass es Wechsel im Line-Up der Band gab, die auch den Sound geprägt haben, ist nicht weiter erheblich. Die Konstante in der Bandgeschichte, Andrew Eldritch nämlich, ist es, die den recht wilden Sisters-Mix auf der CD immer einzigartig wie die Sisters klingen lassen. Diese "Best Of - Vol. 1" ist die bislang letzte CD der Sisters. Man darf auf Knien zu den Göttern der Welt beten, dass es auch mal ein "Vol. 2" geben wird, damit diese Kultband endlich den Status bekommt, den sie verdient.
Meine LieblingsCD, 1. September 2002
Ich hatte noch so gut wie nichts von den Sisters of Mercy gehört und kaufte die CD eher auf gut Glück. Ich bin total begeistert, könnte die Scheibe wieder und wieder anhören. Ich finde auch nicht, dass die Stücke zu lang sind. Sie sind so gut, dass man sich wünscht, sie würden nie aufhören.
Ausverkauf im Wetgel-Look, 10. August 2002
Diese CD schliesst sich nahtlos an den Ausverkauf an, den Andrew Eldritch in den 90ern betrieben hat. Uneingeweihten Fans sei verraten, dass sich saemtliche anderen Gruendungsmitgliedern zu diesem Zeitpunkt schon in anderen Bands, wie etwa "The Mission" versuchten und Eldritch nach einem Rechtsstreit den Namen der "Sisters" weiterverwenden durfte.
Leider konnte er nie wieder an das Niveau der "Sisters" in den 80ern, z.B. auf der fantastischen "First and last and always" anknuepfen und versuchte sich stattdessen in Gothic-light. Wenn man die neue, gestreckte und gegelte Version des genialen "Temple of Love" mit der Alten vergleicht, kann man nur an Ultravox denken: "Dancing with tears in my eyes". ;-) Auch "Corrosion" oder "Vision Thing" wirken seicht wenn man sie mit der daemonischen Athmosphaere der frueheren Lieder vergleicht, wo die Verbindung zur "Gruft" offensichtlich war. Wer sich wirklich fuer die "Sisters" interessiert sollte sich an ihr Material vor "Floodland" halten, insbesondere "First..." und die eine oder andere EP.
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