Kundenmeinungen
eigentlich..., 17. September 2008
..mag ich die SMITHS überhaupt nicht. ich habe zwar die erste alben inklusive "the queen is dead", aber so wirklich wurden wir nie freunde. ich mag ihren pathos nicht, mich berühren die texte nicht und besondersdiesen rockabilly subtext empfinde ich als besonders abstoßend (i hate rock&roll).aber dieses album bildet für mich eine ausnahme. hier finde ich das, was den sicherlich besonderen stil der smiths ausmacht, in positiver form kondensiert. zudem wirkt das album auf mich für SMITHS verhältnisse einigermassen unkonventionell.besonders der opener "the headmasters ritual" hat es mir angetan. das ist ganz großer gitarren-pop, alleine die akkord-progression sollte man sich auf der zunge zergehen lassen, das ist ganz weit vorne.weiterhin ragen heraus "how soon is it now", "well i wonder" sowie "meat is murder". insgesamt ein sehr geschlossenes, stimmiges werk mit dichter atmosphäre.gutes album, 4 respekt-sterne.
The Smiths - Album Nr.2: Ein Grower, 7. Januar 2008
Der Vegetarier-Parole des zweiten Smiths-Albums (1985) sind bis heute viele Fans der britischen Kultband gefolgt. Zum Zeitpunkt seines Erscheinens allerdings fand MEAT IS MURDER nicht nur Freunde. Nicht wenige rieben sich am von Sänger Morrissey im Titelstück humorlosen Verdikt, jedweder Fleischverzehr sei "sinnloser Tod, und das ist Mord". Scharfzüngige Kritiker hielten entgegen, auch Hitler sei Vegetarier gewesen. Nichtsdestotrotz schaffte es das Werk als einziges der vier Smiths-Alben auf Platz 1 der britischen Albumcharts. Bis heute werden Morrissey und Gitarrist Johnny Marr für ihre zeitlosen Popsongs verehrt. Wer von MIM allerdings schwärmerische Melodien, introspektiv-poetische Texte und reiche Instrumentierungen erwartet, wird leicht enttäuscht. Nicht, dass die genannten Trademarks der Band hier fehlen würden, klingen doch melancholische Halbballaden wie die wunderbar arrangierten That Joke Isn't Funny Anymore" und Well I Wonder" der Band wie auf den Leib geschneidert. Der epische Sechsminüter How Soon Is Now" ist der wohl bekannteste Song der Band. Der damalige Boss des US-Plattenlabels Sire verglich ihn seinerzeit gar mit Led Zeppelins Stairway To Heaven". Heute kennt jedes Kind den Song - der TV- Serie Charmed" sei Dank (?). Die Essenz von MIM ist freilich eine andere. Sie findet sich in sparsamen, lockeren Akustikarrangements, in Lyrics, die Themen umkreisen, ohne sich allzu sehr auf Melodien einzulassen, und in Morrisseys Stimme, die in ihrem bisweilen recht windschiefen Jaulen noch weit vom samtigen Wohlklang heutiger Produktionen entfernt ist. Inhaltlich steht der im abschließenden dramatischen Titelstück gebrandmarkte Fleischverzehr fast symbolisch für eine breite Palette an sozialer Gewalt und deren Keimzellen, die zur Zielscheibe von Morrisseys so scharfzüngiger wie eloquenter Kritik gerieten: die Schule als Institution der gewaltsamen Anwendung autoritärer Erziehungsmethoden; die Familie als Ort der Unterdrückung von Kommunikation durch Gewalt; der Rummelplatz als Keimzelle von Gewalt unter Jugendlichen, sozialer Ausgrenzung und Außenseitertum. Musikalisch wirkt MIM zunächst unspektakulärer und schmuckloser als vieles andere aus dem Band-Oevre. Erst nach mehreren Hördurchgängen erschließen sich seine Besonderheiten: der Fifties-Rockabilly und sein zackiger Beat, haufenweise Folk-Akustikgitarren, der Funk in "Barbarism Begins At Home", die kreischende Gitarrenfigur von "What She Said". Auf eine bestimmte Weise sind diese Songs jedenfalls typisch Smiths: Sie sind Rock'n Roll, ohne im herkömmlichen Sinn zu rocken. Der resignierten Weltsicht entsprechen die häufig um sich selbst kreisenden Songs, die wie in "Rusholme Ruffians" ein einziges Motiv achselzuckend in Endlosschleife wiederholen. Ohne Variation - ähnlich wie 20 Jahre vor ihnen Velvet Underground. An MIM stört im Rückblick nur die bisweilen bleierne Produktion: Gitarren im Hintergrund, überproduzierte Drums, steriler Sound. Das ersehnte makellose Meisterwerk sollte erst mit dem Nachfolgewerk THE QUEEN IS DEAD glücken.
Meat is Murder, 15. Mai 2006
Ich kann die weit verbreitete Auffassung nicht teilen, daß der Titelsong den anderen der famosen CD auch nur in irgendetwas nachstehen würde. Vielleicht mag manch einem der Appetit dabei vergehen, aber musikalisch und textlich ist er wie gewohnt auf ganz hohen Smiths-Niveau.Die Smiths machen auf dem Album, was sie eigentlich immer machen, wenngleich nicht ganz so hitverdächtig, wie auf dem Nachfolgewerk "The Queen is dead". Wer von Musik abgeschreckt ist, sobald sie nicht mehr nach dem Strophe, Bridge, Refrain, Stropfe Bridge Refrain, Solo, Bridge, Refrain-Muster verläuft, wird auch hier seine Probleme bekommen, auf jeden, dessen Horizont damit nicht überfordert ist, warten viele schöne Lieder, im ganz eigenen Smiths-Stil und - nicht zu vergessen - mit den besten Texten überhaupt. Aber das weiß man ja ohnehin.
Ausgezeichnete Platte mit unglücklichem Ende..., 21. August 2005
Ich finde "Meat is Murder" ist eine der besten Smiths-Platten überhaupt,obwohl ich nicht mit Sicherheit sagen kann welche ich am besten finde ganz zu schweigen von der Frage nach dem besten Song,die ich stehts drucksend mit "Half A Person" oder "Well I Wonder" beantworte.Oder vielleicht doch "How Soon Is Now"?Nun denn,ich hoffe ich bin nicht die einzige die die Frage nach dem Lieblingssong als Qual empfindet...Allerdings steht außer Frage,dass "Meat is Murder" ein verdammt gutes Album ist.Ich meine,wenn man sich die Tracklist anschaut."Meat Is Murder" bietet einen locker-leichten Einstieg mit "The Headmaster Ritual" und geht in der Hälfte des Albums mit "How Soon Is Now" in die von den Smiths gewohnte Melancholie über.Spätestens bei "Well I Wonder",das mein absoluter Favorit auf diesem Album ist,ist klar das man es hier mit einem waschechten Smiths-Album à la "The Queen Is Dead" zu tun hat.Ich finde man kann sich wirklich nicht beschweren und dennoch hat dieses nahezu perfekte Werk einen Fehler aufzuweisen.Nämlich den Titelsong "Meat Is Murder".Als ich das Album zum ersten Mal durchhörte und an besagte Stelle kam,dachte ich mir nur:"Was zum Geier ist das denn jetzt???"Ich habe es bischer sagenhafte zwei Mal geschafft das letzte Lied ganz durchzuhören,denn ich finde hier hat Morrissey dann doch ein wenig übertrieben.Ich muss zugeben das die unangenehmen Geräusche im Hintergrund mich bereits zu ernsthaften Überlegungen gebracht haben,Vegetarier zu werden allerdings habe ich diese schnell wieder verworfen und mich dazu entschlossen dieses Lied konsequent zu ignorieren.Deshalb gebe ich "Meat Is Murder" auch fünf Sterne,denn immerhin bietet es außer dem letzten katastrophalen Track noch 9 ausgezeichnete Songs über die man ja nun wirklich nicht klagen kann.Ich finde auf großartige Songs wie z.B "How Soon Is Now" oder "Well I Wonder" kann man nicht verzichten,deshalb,meine Empfehlung:Leute kauft die Smiths!!!!!
Klasse!, 6. November 2003
Im Moment schwanke ich stark, wenn es darum geht, welches Smiths-Album mir besser gefällt: ob The Queen is dead oder eben Meat is murder.Auf Meat is murder bilden die musikalischen und lyrischen songwriterqualitäten von johnny marr und morrissey einfach eine perfekte einheit. ob "what she said", "nowhere fast", "I want the one I can't have" oder das absolut himmlisch fragile "well, I wonder" ..die songs sind einfach zeitlos schön und die morrissey typische ironie und pathetik harmonisieren wunderbar mit marr's subtilen instrumentalen arrangements (geniale bass-line auf "babarrism begins at home").einziger schwachpunkt ist für mich der titelsong...find ich dann doch ein bisschen überzogen.also das album steht the Queen is dead, meiner meinung nach, in nichts nach. großartige (gitarren)band der 80er!Leider konnten sie dann mit strangeways, her we come nicht mehr an diesen maßstab anknüpfen.
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