Kundenmeinungen
EINE DER BESTEN PLATTEN ALLER ZEITEN!, 9. April 2004
Die Smiths wie man sie nur lieben kann: melodien so schön wie die liebe, wahnsinnige gitarrenriffs und virtuoseste basslinien. ein hit jagt den anderen (william it was really nothing, this charming man...). man kann nur die repeattaste drücken, noch lauter stellen und mitgröhlen, auch diejenigen, die das sonst nicht tun, werden nicht anders können.
Ein Hut voller Ehrlichkeit, 24. Juli 2003
Besser geht's nicht. Die frühen Aufnahmen der Smiths- es handelt sich grösstenteils um Radiosessions- zeigt ihr absolutes Talent; herrlich frisch und positiv minimalistisch. Über Morrisseys Qualitäten als Texter braucht man nicht diskutieren. In der Popmusik hat es meines Wissens nie solch scharfsinnig empfindsame Texte gegeben. Hier wurde auch das kleinste Detail des Lebens mit völliger Hingabe betextet. Morrissey singt Grosses und Unerhörtes mit einer unglaublichen Lockerheit. Gleich im Opener „William, it was really nothing" singt er " I don't dream about anyone, except myself"Hier gibt es noch keine noch so feine Ironie, wie auf den späteren Alben. Die Band war zur Zeit der Aufnahme arm und euphorisch. So etwas kann auch das grösste Talent nicht mehr wiederholen. Für den Einsteiger ist sicherlich „The queen is dead" zu empfehlen...Für mich ist und bleibt aber „Hatful of hollow" zusammen mit „Strangeways here we come" das wahre Vermächtnis der besten und wertvollsten Band seit den Beatles.
Die ganz frühen Smiths, 10. Juni 2003
Ende 1984 veröffentlicht, war "Hatful of hollow" in erster Linie als eine Alternative und Ergänzung zum im selben Februar veröffenlichten Debutalbum "The Smiths" konzipiert worden. Da viele Kritiker nicht zu Urecht bemängelt hatten, "The Smiths" sei ein wenig steril produziert und vermittle nicht die Dynamik und die Brillanz der umjubelten Live- Auftritte oder der Radiosessions vor dem Debut, wollte man hier die Smiths aus einer anderen Perspektive zeigen. 1983 hatten die Smiths ein paar Radiosessions für die John- Peel- bzw. David- Jensen- Show eingespielt und waren dadurch erstmals einem großen Publikum ein England außerhalb ihrer Heimatstadt Manchester bekannt geworden. Einige dieser Aufnahmen wurden hier versammelt und bilden den Großteil der "Hatful"- Tracks. Sie zeigen die Smiths als vitale Band, deren Gitarrist Johnny Marr (mit seinen nicht einmal 20 Jahren) imstande war, auch ohne seine im Studio vielfach aufgetürmten Gitarren- Overdubs einen Song anders und trotzdem spannend und glanzvoll zu spielen (Anspieltipp: "This charming man") und die reguläre Studioversion manchmal vielleicht sogar noch zu übertreffen (das akustische "Back to the old house"!). Zwar sind die Sessions meistens nicht gerade optimal produziert worden ( so ist z.B. das Schlagzeug zu weit in den Vordergrund gemischt), sodass ein Perfektions- verwöhnter Konsument aus der Jahrtausendwende manchmal ein wenig die Nase rümpfen wird. Rentieren tut sich "Hatful of hollow" allemal, zumal einer der frühesten, erstaunlich rockigen Songs nur hier den Weg auf ein Album gemacht hat: "Handsome devil". Da soll es der Freude auch keinen Abbruch tun, dass der Rest, den ich nicht erwähnt habe, mit Ausnahme von "How soon is now" zur Gänze und in derselben Form auf der ultimativen Singleskollektion "Louder than bombs" zu finden ist (die weithin bekannten "William,it was really nothing", "Hand in glove" u.a). "Hatful of hollow" kann ja nichts dafür, dass diese Songs schon drei Jahre später auf "Louder than bombs" noch einmal erschienen.
Das ultimative Plädoyer gegen Heuchelei, 9. November 2002
Die Gitarrenkl?nge fallen herab, wie Regen von h?ngenden Schultern. Nein, hier spricht nicht der Yuppie, der sich erstmals ein "Hoppla" eingestehen mu?te, hier spricht der klagende Morrissey, der sich nicht in die unvermeidbaren M?hlen der Massengesellschaft begeben will. In schonungslosen Worten beschreibt er einen gewaltlosen, inneren Widerstand, der nicht die geringste Aussicht auf Erfolg hat, aber der einen wenigstens nicht zum Komplizen macht. Der Untergang ist dabei gewi?, aber wenn man Thathers und Blairs U.K. oder Kohls und Schroeders Deutschland betrachtet - Viel hatte der Nonkonformist nie zu verlieren... F?r Ignoranten sind die Smiths nur eine Phase zwischen Jam und Oasis. Aber diese Ignoranten k?nnten sich auch Sommerhits-Collections reinziehen, und sie w?rden noch die diversen T?nze dazu lernen. F?r das Gegenteil aller Ballermann-Urlauber ist dieses Album unverzichtbar. Auf diesem Album, welches ich als allererstes mit auf eine einsame Insel nehmen w?rde, (ohne explizit nach Musik gefragt worden zu sein...), m?ge folgende Textzeile den Appetit anregen: "In my life, why do I give valuable time to people who don?t care if I live or die?".
Deutliche Steigerung gegenüber Debüt-Album, 5. November 2001
Das zweite Album der Smiths, welches wie das Debüt ("The Smiths") im Jahre 1984 erschienen ist, zeigt auf, welches Potential in der 4-köpfigen Band aus Manchester steckte. Zuzüglich zu Peel-Session-Versionen von alten Songs des ersten Albums ("This Charming Man", "Reel Around The Fountain", "Hand In Glove") gesellen sich hier geniale Tracks ("How Soon Is Now", "William It Was Really Nothing", "Please Let Me Get What I Want"), die u.a. als Single-Auskoppelungen für Furore sorgten. Schade, daß sich diese geniale Kombo 1987 auflöste, sonst würde man heute viel mehr solcher schönen Alben zur Verfügung haben (insgesamt 8 sind von Smiths erschienen). Solche Bands wie The Smiths findet man heutzutage leider immer seltener.
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