Kundenmeinungen
Klasse, einfach klasse, 16. Juni 2007
Ich besitze das Hörbuch "Drei Männer im Schnee" bestimmt schon 5 Jahre und kann nur sagen: es ist klasse, einfach klasse.
Mittlerweile dürfte ich es ca. 15x angehört haben, und es ist immer wieder ein Hörgenuß.
Hans-Jürgen Schatz liest, erzählt, nein lebt in der Handlung und so werden die Personen zu unbeschreiblich lebendigen Gestalten.
Die Geschichte an sich ist schon sehr unterhaltsam, erhält durch die Lesart aber noch zusätzlich Drive.
Es beginnt mit einem Vorwort, und weil es so schön ist, kommt hinterher gleich noch ein zweites.
Dann startet die Geschichte mit den Preisträgern des Preisausschreibens der ,Putzblank-Werke', der Vorstellung der Personen, und schon geht die Post ab, ...äh, ach nein, der Zug nach Bruckbeuren......
An sich geht es in dem Roman natürlich um die Freundschaft der beiden Helden, Fritz und Eduard. Aber die Würze erhält er vor allem durch das Zusammenspiel folgender markanter Persönlichkeiten:
Fritz Hagedorn - der arbeitslose Doktor, der das Preisausschreiben gewonnen hat - "Die Putzblankwerke gehören dem Tobler - einem der reichsten Männer, die der Mond bescheint. - Wenn man den Onkel nur einmal zu fassen bekommen würde.",
Eduard Tobler - der Multimillionär, der seines Reichtums überdrüssig ist - "Schaut Euch einmal den bösen Onkel an: so was gibts wirklich!",
Johann Kesselhut - seines Zeichens Diener von Geheimrat Tobler und sozusagen ,Der Dritte im Bunde' - "Wenn ich nicht Alexander wäre, möchte ich Diogenes sein",
Hilde Tobler - die Tochter Eduards - "Das ist gewiß Ihr Freund Eduard, Herr Doktor. So hab ich ihn mir vorgestellt.",
Frau Kunkel - schusselige Hausdame des Toblerschen Domizils -
"Man kann postlagernd wohnen? Ja, geht denn das?",
Onkel Polter - der Portier des Grand Hotels, der ,vielleicht ein anderer
Mensch geworden wäre, wenn hinter seiner Theke kein Podest stünde' und
Direktor Kühne - der defensive Vorgesetzte von Onkel Polter.
"Einfach tierisch."
Haben Sie etwas für regnerische Tage, oder für einen gemütlichen Abend? - Greifen Sie zu: mit "Drei Männer im Schnee" liegen Sie richtig.
Ein höchst vergnügliches Erwachsenen-Buch vom Kinderautor, 27. September 2001
Drei Männer im Schnee, von Erich Kästner mitte der Dreißiger Jahre geschrieben, ist ein höchst amüsant-satirisch geschriebenes Märchen über drei grundverschiedene Männer, die aus verschiedenen Situationen heraus in einem Luxushotel die Ferien verbringen.
Es geht in dieser Geschichte weniger um ihre Glaubwürdigkeit, die der Autor trotz allem im Vorwort versichert. Es geht vielmehr um die Freundschaft dreier grundverschiedener Männer und darum, wie die gehobene Gesellschaft auf einen armen Schlucker reagiert, der eigentlich ein Millionär ist, sowie auf zwei reiche Leute, die in Wirklichkeit jedoch arbeitslos bzw. Buttler sind. Mit einem Augenzwinkern schildert der Autor den Beginn einer rührenden Freundschaft jenseits Konkurrenzgedanken, und deren kindliche Freude an ihrer Aufgabe, die Gesellschaft an der Nase herumzuführen. Gelesen von Hans-Jürgen Schatz kommen die Charaktere der Hauptpersonen glänzend herüber. Seine vergnügt-väterliche Stimme passt hervoragend zu einem Kästner-Meisterwerk wie diesem! Auf fünf CDs verteilt bringt es die Lesung dieses Romans auf eine Spieldauer von fast sechs Stunden. Stunden, in denen mir alles andere als langweilig wurde. Ein großes Lob von mir an den (leider verstorbenen) Autor und an den Erzähler!
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