Kundenmeinungen
eher langweilig!, 22. September 2007
Eigentlich mag ich den Bowie der 80iger Jahre sehr gern und bin, im Gegensatz zu vielen anderen, ein Fan von "Never let me down" und "Let`s Dance". "Tonight" war aber leider kein großer Wurf. Vielleicht liegt es daran, dass Bowie kaum einen Song davon selbst geschrieben hat. Die meisten Titel sind zwar hörbar und gut verdaulich, aber auch verzichtbar. Dennoch: ein paar Highlights sind trotzdem dabei und für die lohnt es sich schon fast, die 5 Euro (mehr kostet die CD in den meisten Läden nicht mehr) hinzublättern: an erster Stelle natürlich "Blue Jean" - live ein absoluter Hammer (siehe Glass Spider Tour), aber auch in der Studioversion fetzig. Dann das wunderschöne "Lovin the Alien" und schließlich mein persönlicher Favorit "God only knows", ein Stück,das Bowie auf den Leib geschrieben ist - seine Stimme klingt hier fantastisch. Das war es dann aber auch schon fast. Erwähnenswert ist vielleicht noch "I keep forgettin" - eine schnelle, tanzbare Nummer, die gute Laune macht,aber Bowies Stimme nicht unbedingt benötigt. Der Titeltrack "Tonight" enttäuscht. Ist er in der bekannten Livefassung grandios, so klingt er hier wie eingeschlafene Füße. Schade, dass man die Livefassung nicht wenigstens als Bonustrack noch draufgepackt hat. Insgesamt: Kaufen ja, aber nur im Sonderangebot!
Bowie goes POP, 15. Januar 2007
Tonight ist aus meiner Sicht ein gut gelungenes Popalbum, in dem Bowie mit allen Stilelementen spielt, die die achtziger Jahre zu bieten hatten: eingängiger Synthiepop (Loving the Alien), New Jazz (Blue Jean, Don't look down) und gekonnte Coverversionen von Lieblingsstücken (God only knows von den Beach Boys und Neighbourhood threat von Iggy Pop - eine absolut kontrastreiche und interessante Auswahl!). Den häufigsten Vorwurf, dass dieses Album nämlich ein schlechter follow up zu Let's dance darstellt kann ich hier entkräften. Während der Vorgänger ein plattes Kommerzalbum ohne wahre Ecken und Kanten war, zeigt sich Bowie in Tonight von seiner experimentierfreudigen und bestimmt nicht schlechtesten Seite. Schließlich weiß jeder Fan, dass Bowie niemals ein Stilmacher war, sondern jeweils gekonnt die Stile seiner Zeit aufnahm und verarbeitete - Tonight ist somit ein Glanzlicht am trüben Pophimmel der achtziger Jahre.
Too light, 30. Dezember 2006
Tonight wird von vielen Fans als das schlechteste Werk Bowies bezeichnet - durchaus nachvollziehbar. Die meisten Songs sind uninspirierter 80er Pop. Bowie fühlte sich nach dem Millionenerfolg von Let's Dance seinen vielen neuen Fans verpflichtet und bewies dabei, dass er sich im Mainstream nicht entfalten kann. Bezeichnend auch, dass ein guter Teil von Tonight aus Coverversionen besteht. Hier hat ein Künstler den Bezug zu seiner Kunst verloren.Trotzdem, selbst auf dieser Platte ist Bowies Genie zu erkennen. Immerhin 2 brauchbare Songs gibt es zu verzeichnen: das flache, aber sehr eingängige Blue Jean und vor allem Loving the Alien. Dieses Lied allein rechtfertigt die Existenz des Albums. Ein Klassiker, den Bowie (in einer verbesserten Version) gerne live vorträgt. So sollte sich der geneigte Fan auch nicht grämen - Tonight mag als Album nicht viel wert sein, es hat uns aber eine weitere Großtat des Meisters beschert. Und das ist, was bleibt.
Der "Nachfolger" von "Let}s Dance", 12. Dezember 2006
Schön, es gibt sicherlich bessere DB-Alben. Als das Album 1984 veröffentlicht wurde, bezeichnete es die Presse sogar als "künstlerisches Armutszeugnis" und Bowie selbst gab reumütig zu "Tonight" viel zu "linear" produziert zu haben. In der Tat: "Tonight" klingt ziemlich glatt, es fehlen die Ecken und Kanten und es ist wirklich erstaunlich, daß dieses Album vom selben Künstler stammt, der z.B. "Low" produzierte.Trotzdem finde ich, daß "Tonight" alles andere als schlecht ist. "Loving the Alien" ist vielleicht einer der besten Songs Bowies, "Tonight" wird noch heute sehr oft im Radio gespielt (wenn auch in der Live-Version, die auf Tina Turners Album "Tina live in Europe" drauf ist) und Blue Jean war ebenfalls ein Riesenhit mit einem tollem Video (Bowie präsentiert sich darin in einer Doppelrolle als biederer Losertyp und paranoider Rockstar)"Neighbourhood Threat" ist eine glattgebügelte - aber gute - Version des gleichnamigen Iggy Pop Songs (vom Album "Lust for Life). "Tumble and Twirl" und "Don}look down" haben einen geschniegelten Reggae-Beat und sind bestenfalls Stückware. Über "Dancing with the Big Boys" und "Keep Forgettin}" hüllt man besser den mantel des Schweigens - völlig nichtssagend.Eine Sonderstellung hat für mich "God only Knows" - ein Song, der ursprünglich von den Beach Boys stammt und herzerweichend und doch glatt von Bowie interpretiert wird. Das Arrangement der Nummer ist aber sehr schön und Bowies Stimme gefällt mir darauf sehr gut.Alles in allem: Wohl kein künstlerisch wertvolles Album, aber dennoch eines, das Stimmung macht und mindestens zwei sehr gute Nummern aufweist
für versteher, 19. Februar 2006
Bowie war unter starkem Erfolgsdruck (wegen Lets Dance)dieses album zeigt dass er auch nur ein Mensch isteinige Songs sind einfach daher gegriffen aber es ist dennoch hörenswert
Höhepunkte:Track 1, 5, 6, 7 der Rest sind leider nur billige Füllerder Bowie Freund sollte bei diesem Preis zuschlagenich selbst bin Bowie Fan und höre es ganz gern
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