Kundenmeinungen
Seichtes Gesäusel ohne Groove, 25. Oktober 2005
Nun hat ja Barry White nach einer Durststrecke seit Mitte der 1980er Jahre mit "The Icon is love" 1994 ein absolutes Superalbum eingespielt. Grund genug, das letzte Studio-Album des Mr. Schlafzimmer auch anzuhören.Um es gleich zu sagen: Ein massives Staraufgebot von Lisa Stansfield über Puff Daddy bis Chaka Khan kann über die Ideenlosigkeit der Songarrangeure nicht hinwegtäuschen. Barry White's Songs waren nie sehr anspruchsvoll oder gar exzessiv, aber dieses Album übertrifft alles dagewesene. Man langweilt sich teilweise schon nach 30 Sekunden Spielzeit. Schade ist dabei, dass Barry der Groove völlig abhandengekommen zu sein scheint, denn seine Siebziger-Songs waren selten virtuoser oder kürzer als die des vorliegenden Albums, aber sie hatten den typischen Groove, der einen fesselte. Von der "Staying Power" habe ich jedenfalls nichts bemerkt - das klingt eher nach dem sprichwörtlichen "letzten Loch" aus dem Barry da pfeift. Daher halte ich es wie einer meiner Vor-Rezensenten: Ich lege die alten Scheiben wieder auf - und weine bittere Tränen.
Erstklassig für White-Fans, 28. Juli 2005
Das Album geht in die Magengrube (und auch etwas darunter)! Die Bässe kommen sehr "fett" und sprechen, wie eh und jeh von BW gewollt, die Libido an. Ich finde es ein sehr ansprechendes Album, dass kein BW-Fan auslassen sollte, zumal es sein letztes Studioalbum vor seinem bedauerlichen Tod ist. Vier Sterne gebe ich dem Album nur deswegen, weil ich die für seine Musik von früher so typischen Streicher-Klangteppiche vermisse! Das sollte möglicherweise ein Zugeständnis an das neue Zeitalter sein.
Balsam für die Seele, 23. November 2000
Wieder hat es der Maestro vollbracht: uns mit seiner einzigartig arrangierten und instrumentierten Musik und seinem ebenso einzigartig einnehmenden Tiefst-Bass in den Arm zu nehmen und in Bann zu schlagen. Nein, er hat sich nicht wirklich von seiner Liebe zur orchestralen, seeligen Musik ("Lady music") abgewandt, nicht seine gefühlvollen Arrangements zugunsten kommerzieller Trendzwänge eingetauscht gegen zeitgeistigere, flache Dancelinien. Obschon er neue Ideen mit der eigenen Tradition zu verbinden verstand: "Weniger ist mehr" könnte dabei sein Motto gelautet haben, eine perfekte Produktion eines Soulgenies. Nicht alle Songs, indes, überzeugen gleichwertig. Aber "Staying Power", "Don't Play Games" und "Which Way Is Up" sind typischste White-Songs, erhaben und atmosphärisch, wie ehedem. Es braucht der detaillierten akademischen Analyse nicht, diese Songs machen süchtig. That's it! Er hat sie: Staying Power. Hoffentlich noch sehr, sehr lange.
Nein Barry, so nicht !, 11. Juli 2000
Wenn man Mid-Tempo Songs mit so einer beeindruckenden Stimme zum besten gibt, dann kann das etwas großes werden. Wenn man allerdings Mid-Tempo Songs ohne Feuer und Leidenschaft, ohne Streicher, ohne Melodien der 70er, aber dafür mit einem furchtbarem Keyboard-Gewimmer im Hintegrund abliefert, dann ist das für einen "Godfather of Love" schlicht beschämend und sehr sehr traurig. Da können auch die zwei Gast-Sängerinnen nichts mehr retten. Barry,so nicht. Deine Zeit ist vorbei.Ich lege "Let the music play " auf, und weine.
Neues von der Legende, 4. Januar 2000
Diese CD ist ein Muß für Barry White Fans, ein Soll für sonstige Hörer. Hier wird wieder einmal Feines fürs Ohr geboten, natürlich im üblichen Rahmen.
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