Kundenmeinungen
Hervorragender Dirigent, erstklassige Sänger, 13. Januar 2007
Eine weitere Referenzaufnahme von Daniel Barenboim und seiner Crew - auch hier ist wieder festzustellen, wie gut Barenboim und die Staatskapelle Berlin harmonieren. Perfektes Dirigat, perfektes Klangbild.
Auch über die Sänger kann nur gutes berichtet werden: Peter Seiffert, der ja leider live in letzter Zeit unmotiviert öfters Auftritte zum Leid seiner Fans absagt, sind einen mustergültigen Lohengrin. Wer kann das heute noch so wie er?
Aber auch nach einem König Heinrich wie ihn Rene pape hier darstellt, muss man auf den Opernbühnen der Welt lange suchen. Ein würdiger nachfolger für den unvergessenen Kurt Moll. Klase ist auch die Bayreuther Rekors-Brünnhilde von Deborah Polaski obgleich natürlich Waltraud Meier eine noch bessere Besetzung gewesen wäre. Auch die übrigen Partien sind adäquat besetzt.
Bitte zugreifen und geniessen.
Grandiose Sänger, insgesamt 4.5 Sterne, 29. November 2005
... die man hier leider nicht vergeben kann.
Die wirklich einzigen Schwachstellen, die dieser Aufnahme die 5 Punkte aus meiner Sicht verwehren sind zum einen kleinere Mängel in Barenboims Dirigat bzw. der Klangkultur der Staatskapelle: Zwar wurde seine behutsame, durchhörbare Sichtweise schon des öfteren gewürdigt. Beim Forcieren in den dynamische Passagen kommt die Staatskapelle aber bisweilen etwas rustikal daher und man denkt eher an eine Blaskapelle - nur minimale Störeffekte, wie gesagt. Ansonsten gefallen die Streicher gerade in den charakteristischen hohen Lagen sehr. Zum anderen fällt bei den Sängern leider gerade die seit den frühen 90ern so sehr für ihre Wagner-Interpretationen (Brünnhilde!, Isolde!) gefeierte Deborah Polaski etwas ab. Ihre Ortrud wirkt teils zu forciert und rauh. Mir persönlich gefällt dagegen die Elsa (E. Magee) sehr gut. Einsame Höhepunkte und jeden Cent dieser Aufnahme wert sind dagegen Peter Seiffert als Titelheld und Pape / Struckmann als Heinrich / Telramund! Ich kann mir Wagner kaum besser gesungen vorstellen und würde diese Aufnahme absolut jedem ans Herz legen - die o.a. Kritikpunkte fallen nur sehr gering ins Gewicht!
Stimmgewalt, 29. November 2001
Eine weitere überflüssige Barenboim-Aufnahme? Nein! Peter Seiffert und Rene Pape überzeugen durch erstaunlich kraft- und oft glanzvollen Gesang, wofür man im Falle der Titelfigur besonders dankbar ist, auch wenn die Charakterisierung dabei etwas zu kurz kommt. Die anderen Gesangsleistungen fallen dagegen stark ab (Elsa, Ortrud, Telramund). Das Klangbild ist fabelhaft, die Überartikulation des "r" bei einzelnen Sängern daher völlig überflüssig. Orchester und Chor musizieren höchst aufmerksam, müssen aber leider den extremen Temposchwankungen des Dirigenten folgen. Die von Wagner selbst zur Uraufführung gestrichene (und von ihm nie wieder eingeführte) 2. Strophe der Gralserzählung kann auf der Bühne mit Recht weggelassen werden, da sie die Dramatik der Handlung unnötig aufhält. Hier singt sie Peter Seiffert sozusagen als Bonustrack...
Die Aufnahme für das 21. Jahrhundert, 1. Oktober 2001
Barenboim und die Teldec legen mit diesem Lohengrin eine weitere ihrer Referenzaufnahmen von Wagner-OPern, vor. Peter Seiffert ist ein überwältigend-wagnerischer Sänger, d.h. wortdeutlich,notengetreu singend,ohne allzu strahlendes Gepränge.Seine Partnerin Emily Magee empfiehlt sich hier ausserordentlich und wurde von Teldec ja auch für ihre Meistersinger-Einspielung als Eva verwendet.Eine gute Wahl! Hier ist ein neues Wagner-Traumpaar entstanden, dass die Zeit Meier/Jerusalem mehr als würdig fortsetzt.Der König, von Rene Pape gesungen,ist schlichtweg eine Sensation. Eine rundum gelungene Aufnahme.Tempi:eher schnell,aber eindringlich und durchhörbar in jedem Moment.Die Chöre sind,seltner Fall,zuverstehen und die Aufnahme bringt den 3,Akt ,ein Wunder!,ungekürzt.Dank an Barenboim,dessen Wagner-Pflege solche Blüten treibt.
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