Kundenmeinungen
Absolute Vollkommenheit, 18. Dezember 2007
Das Zusammenspiel zwischen dem Orchester und dem Klavier ist einzigartig. Das wunderbare Wechselspiel wird optimal abgemischt und wirkt so akustisch brillant. Vergleicht man diese Aufnahmen mit anderen Interpretationen der Pianisten Haskil, Serkin, Brendel, Anda und den jeweiligen Dirigenten, so werden Mozarts Klavierkonzerte nur durch dieses Trio Gulda/Abbado/Wiener Philharmoniker in einzigartiger musikalischer Vollkommenheit vorgestellt: Tempo, Akzente und das wunderbare Ausspielen der Melodien verlaufen in einer Harmonie, wie man es bei keiner anderen Aufnahme findet. Guldas Erfahrungen als "swingender Jazz-Pianist" verleihen der Interpretation vielleicht auch diesen Glanz von Leichtigkeit, den man beim Hören spürt...
Bei diesen Aufnahmen muss man kein Musikwissenschaftler sein, um die Schönheit der Musik Mozarts zu erkennen. Die Aufnahmen gehen direkt ins Herz - und bestätigen den Volksmund: "Ist der liebe Gott Zuhause, spielen die Engel Bach. Sind die Engel unter sich, spielen sie Mozart."
Gulda und Mozart - Genuß pur!, 22. März 2006
Diese vier Klavierkonzerte Mozarts in der Kombination Gulda/Abbado mit den Wiener Philharmonikern dürfen in keiner Klassik-Diskothek fehlen. Friedrich Gulda war über Jahrzehnte das "enfant terrible" der klassischen Musik. Heute sagte er sie mal wieder tot, morgen führte er sie auf, und wenn er dann mal wieder ins Studio ging, um seine Sicht zu verewigen, dann konnte man immer davon ausgehen, daß Außergewöhnliches zustande kam. So auch hier: Die vier Konzerte, in Wien Ende der 1970er Jahre eingespielt, sind so vollendet dargeboten, daß man bedauern muß, daß der Künstler sich nie zu einer Gesamtaufnahme der Mozartschen Konzerte durchgerungen hat. Mit Nikolaus Harnoncourt hat er einige Jahre später (für Teldec) noch die Konzerte Nr. 23 und 26 aufgenommen, aber dabei ist es dann (leider) geblieben. Diese sind von absolut gleicher Vollkommenheit. Gulda war ein in jeder Hinsicht extravaganter Typ, aber in den vorliegenden Aufnahmen nimmt er sich ganz zurück und dient auf eine unnachahmliche Weise den Intentionen des Komponisten. Herrlich!
Die Wiener Philharmoniker sind ein Spitzenklangkörper (muß man das überhaupt noch betonen?) und für Mozart immer eine erste Adresse. Claudio Abbado führt sie sicher und mit einer dem Pianisten gleichzusetzenden Akuratesse. Die Klangqualität ist von imponierender Durchsichtigkeit und Klarheit. Ein etwas ausführlicheres Begleitheft hätte der Ausgabe allerdings noch mehr Glanz verliehen.
Auf jeden Fall das Beste, 3. März 2005
Nur Arturo Benedetti Michelangeli nimmt es mit Gulda auf .Michelangeli ist absolut der Meister von Nr.25 . Die Tempi und den Takt hat er charakteristisch verstanden. Und er präsentiert uns einen frischen Styl, der mir sehr auffällt .Man soll bei dieser Aufnahme das Hauptaugenmerk auf Michelangeli richten. Aber Abbados Wiener Philharmoniker übertrifft allseitig die NDR-Sinfonieorchester .Diese Kombination ist meiner Meinung nach die perfekte. Gulda ist schon vor der Einspielung über die Melodie im Bilde.So kann er uns einen lebhaften Mozart anbieten.DGs Tonklang ist viel besser als EMIs Argericheinspielung. Diese CD hat nur einen Nachteil ,zu teuer zu sein .
Mein Klassiker, 28. November 2002
Es ist so schade, daß Gulda nicht alle Klavierkonzerte von Mozart einmal einspielte, er war und ist das Maß aller Dinge! Ich habe das d-moll Konzert (Nr. 20) in bestimmt 20 Aufnahmen, da es eines meiner Lieblings-Klavierkonzerte ist, aber nicht einmal die ausgesprochenen Mozart-Spezialisten wie Clara Haskil oder Robert Casadesus vermitteln eine so derartige Spannung in diesem Konzert wie Gulda in Zusammenspiel mit Claudio Abbado, der mit den Wiener Philharmonikern ja nun weiß Gott das beste Mozart-Orchester dirigierte. Und auch bei den anderen Konzerten jubelt man bei den ersten Tönen auf: "Ach, das kenn ich doch!" Diese Zusammenstellung ist zwar nicht einzigartig in ihrer Auswahl, aber absolut das Maß aller Dinge in der Interpretation und in der Harmonie zwischen Pianist und Orchester. Wohl kaum noch zu toppen - es gehört in jede, ich wiederhole: JEDE klassische Sammlung!
Mein Klassiker, 25. November 2002
Lieben Sie Mozart? Also, ich liebe Mozart. Ganz besonders die Klavierkonzerte C- Dur (KV 467) und B- Dur (KV 595). Diese 1785 und 1791 entstandenen Kompositionen sind für mich Musik zum genießen, egal ob's mir gerade gut oder nicht so gut geht, ob ich die Welt umarmen oder mich in mein Kämmerchen zurückziehen möchte. Die beiden Klavierkonzerte befinden sich auf meiner Lieblings- CD, der Doppel- CD der Deutschen Grammophon zusammen mit den ebenfalls außerordentlichen Konzerten KV 466 und 503.
Die Einspielung mit Friedrich Gulda am Flügel und den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Claudio Abbado ist für mich ein Glücksfall. Solist und Orchester harmonieren ideal, alles wirkt wie aus einem Guss. Selbst bei den chromatischen Klavier- Partien in der Durchführung des ersten Satzes Allegro maestoso des C- Dur Konzerts KV 467 ordnet sich das Soloinstrument bei aller Virtuosität wohltuend ins musikalische Gesamtbild ein. Weder versuchen Orchester noch Soloinstrument, sich selbst darzustellen zu Lasten der Ausgewogenheit. Mozart'sche Eleganz und Leichtigkeit wirken auch an Stellen mit hohem musikalischem Anspruch. Die Brillanz des Klavierspiels von Friedrich Gulda kann man dann in der Kadenz bewundern. Das Andante ist ohnehin etwas für Herz und Gemüt. Der dritte Satz Allegro vivace assai wird seiner Satzbezeichnung gerecht und ich fühle mich erfrischt und ermuntert und manchmal auch animiert, meinem eigenen Spielvermögen entsprechend das Klavier zu bedienen. Karl Heinz Oechsner
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