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Deutsche G (Universal): Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme)

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Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme)

Deutsche G (Universal)

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Großartiger Dirigent, durchwachsene Sängerleistungen, 30. März 2007

Pierre Boulez ist ein grandioser Dirigent, er macht das Werk herrlich transparent, bleibt aber dabei sehr dramatisch und forciert die Tempi. Packender kann man den Parsifal nicht dirigieren. Bei der Sängerauswahl
hatte er allerdings nicht nur Glück. Franz Crass als Gurnemanz wirkt recht farblos, bei Thomas Stewart überzeugt eher die Interpretation der Figur als die gesangliche Leistung. Rundum überzeugend James King als Parsifal. Gwyneth Jones müßte man agieren sehen, das würde vielleicht einige stimmliche Wackler wettmachen, so wirkt sie in der Rolle sehr angestrengt und überfordert. Sehr gut die kleineren Rollen, vor allem Donald McIntyre als Klingsor


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wundervoll harmonische Einspielung, 20. Februar 2007

Erstmals möchte ich mein Lob für diese rundum gelungene Parsifal-Einspielung kundtun. Vom ersten bis zum letzten Takt wird dem Hörer eine, erzeugt durch die von Pierre Boulez besondere Lesart der Partitur, intelligente und dem Werk würdige Interpretation geboten. Mit seinem weichen Klang schafft es das Bayreuther Festspielorchester, in tiefere Sphären der Musik von Richard Wagner vorzudringen und gibt den Sängern die Möglichkeit, neben einem Wagnerorchester zu "überleben" und bei den kritischen Stellen nicht zugedeckt zu werden. James King gibt einen stimmlich überzeugenden Parsifal, der vor allem durch seinen metallischen und dramatischen Tenor beeindrucken kann. Der Gurnemanz von Franz Crass weiß ebenfalls durch einen metallischen und kernigen Klang zu begeistern. Thomas Stewart als Amfortas und Donald McIntyre überzeugen allerdings eher durch ihre feinfühlige Interpretation, als durch ihre stimmliche Leistung. Die einzig negative Kritik bei dieser Einspielung gilt dem Chor, der eine intonationsmäßig sehr schlechte Leistung zeigt und den Anforderungen des Werkes stimmlich nur mäßig genügt. Vor allem die zu tiefe Intonation der Männer in der Gralsenthüllungsszene stört gewaltig. Gwyneth Jones als Kundry ist gewöhnungsbedürftig, doch sie meistert ihren Part gut.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Boulez gelungene Lesart, 27. Dezember 2006

Dieser Parsifal ist vielen sogenannten Wagnerianern ein rotes Tuch. Boulez wählt ungewohnt rasche Tempi, der Klang ist hell und klar, jede Form von Pathos durch Breite oder Verzögern wird vermieden. Dieses Leichtgewicht ist quasi das Gegenstück zu den angebeteten Knappertsbuschwiedergaben dieses gewaltigen Werkes. Gleichwohl erreicht Boulez Gültigkeit. Durch seine Klarheit und Stringenz und ernsthafte Musikalität wird die Struktur sehr transparent und verliert nicht, wie von vielen, die die schwere, dunkle und ganz zweifellos grossartige und gleichermassen gültige Kna`deutung als einzig zulässige und richtige preisen, an Wirkung.
Zu den Sängerbesetzungen der diversen Aufnahmen ist soviel geschrieben worden, dass es ganze Bücher füllen könnte und auch hier muss man letztlich sagen, dass mehrere sehr differente Sichtweisen bestehen können und immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks sind. James King, oft geschmäht in der Titelrolle, ist sehr glaubwürdig, auch wenn verständlich ist, dass viele Windgassen hier bevorzugen. Crass nobler hoher Bass klingt sehr schön, aber Molls oder Hotters Gurnemanz sind sicher schwergewichtiger, involvierter und überzeugender. Die Jones bringt einige dramatische Spitzen zu Gehör, die so nie zu hören waren und auch hier sind Hinweise auf die verführerische Mödl, die grandiose Ludwig,... gestattet. Die einzige vielleicht unzweifelhaft beste Gesangsleistung in einer Partie ist eine nur kurz aus dem Hinter-oder Untergrund zu vernehmende Stimme des Königs Titurel vor und nach der Gralsszene(selbst Salminen und Talvela bleiben hinter dieser Eindringlichkeit und Kraft zurück). Ridderbusch singt hier in einem schier endlosen Atem mit grosser Durchdringung und überwältigendem Ton die Worte "Oh, heilige Wonne, wie hell grüsst uns heute der Herr". Man möchte diesen letzten Worten des Titurel beipflichten mit Hinblick auf diese grossartige Aufnahme einer Bayreuther Vorstellung aus dem Jahr 1970. Nicht nur als Alternative zu den klassischen Knappertsbuschaufnahmen und den anderen guten Interpretationen(Kubelik, Karajan) zu empfehlen, denn man muss ohnehin mehrere Parsifals haben.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einfachheit als Konzept, 6. Februar 2006

Boulez' Konzept, den "Parsifal" nach Knappertsbusch radikal zu entschlacken, geht auf: seine flüssigen Tempi machen viele Harmonieverläufe klarer, nur das Vorspiel zum zweiten Akt ist etwas gehetzt und einige Orchestergruppen überholen die anderen auf der rechten Spur (Nicht umsonst steht hier in der Partitur "Heftig, doch nie übereilt").

Die Sänger sind ausgezeichnet, Franz Crass hat Noblesse und Schlichtheit und verzichtet im Sinne des Gesamtkonzepts auf großes Pathos. Gwyneth Jones auf Platten ist immer Geschmackssache: Die einen lieben ihre beispiellose Hingabe, die anderen stört ihr starkes vibrato. Jedenfalls hat man die berühmten Schreie zu Beginn des zweiten Aktes wohl nie markerschütternder gehört. Wer Jones (und Nilsson, Gruß an den Vorrezensenten) live gehört hat, weiß, dass ihre Stimme riesig war, Nilsson (die diese Partie nie gesungen hat) war wohl fokussierter, aber die Jones, wenn möglich, noch lauter, und was hier wichtig ist, enthemmter. Diese Art Stimmen sind nun mal schwer mit Mikrofonen einzufangen.

Stewart, King (mit etwas störendem Akzent), McIntyre bieten ausgezeichnetes Niveau, die technische Realisierung des live- Mitschnitts/ Zusammenschnitts ist hervorragend: Wer also eine Alternative zur großen Geste Karajans, Soltis, Levines sucht, findet hier einen sehr originellen Interpretationsansatz, der seine Tradition vielleicht in Clemens Krauss' Interpretation von 1953 hat - leider starb Krauss schon 1954, so daß er nur einen Nachkriegssommer in Bayreuth dirigierte.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  unbedingt notwendig!, 4. August 2004

Sehr hörenswerte Aufnahme, besonders wegen Pierre Boulez' Interpretation. Das Vorspiel zum dritten Akt habe ich beispielsweise noch nie so schlüssig gehört - auch bei Solti nicht(was hier nicht NUR eine Frage des Tempos ist). Das Ensemble ist durchweg überzeugend bis überragend(Franz Crass als souverän gestaltender Gurnemanz, James King als Parsifal und Thomas Stewart als Amfortas, Ridderbusch als Titurel).
Gwyneth Jones - eine überragende Bühnendarstellerin - wirkt hier stimmlich (vor ihrer Brünnhilde im Chéreau-Ring) durchaus überzeugend. Ihre darstellerischen Fähigkeiten kommen in den Videoaufzeichnungen des "Rings" unter Chéreau und des "Tannhäuser" unter Götz Friedrich zur Geltung.




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