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Marcus Miller: Sun Don

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Sun Don'T Lie

Marcus Miller

Dreyfus (Soulfood Music)

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  unglaublich!, 22. Februar 2005

Ich halte Marcus Miller im Moment für den König der Bassisten auf der Welt. Und zwar in jeder Hinsicht: Technik, Stil, Improvisation, Groove, Sound, Arrangements. Nicht umsonst hat er einige Alben von Miles Davis und David Sanborn produziert und auch mitgespielt und besitzt unzählige Studioerfahrungen. Ich weiß nicht, ob Jaco Pastorius sein Vorbild (das er schon lange erreicht hat...) war oder ist, auf dem Album zollt er ihm zumindest einigen Tribut: "Mr. Pastorius" heißt ein ruhiges Solo-Bassstück und "Teen Town" (von Pastorius für "Weather Report" geschrieben), hört sich sehr originalgetreu an. Für "normale" Ohren natürlich sehr basslastig, trotzdem erstickt man nicht in endlosen Improvisationen und Dissonanzen. Vielmehr kann man sich entspannt zurücklehnen, den Groove spüren und äußerst interessante Arrangements und virtuoses Spiel genießen. Danach kann man sich getrost dem Live-Album "live&more" widmen. Es lohnt sich!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  So wird`s gemacht !, 13. Januar 2005

Mit "The sun Don`t lie" ist Marcus Miller wohl sein bisher größter Wurf gelungen. Im Vergleich zu späteren Alben wie "Tales" und "m²" wo Miller langsam aber sicher in die Smooth-Jazz Ecke abdriftet, präsentiert sich "Sun" stilistisch sehr vielseitig. Der Spagat zwischen Fusion, Wohlfühljazz und treibendem Funk ist für Miller kein Problem und mit seinen geschmackvollen Solos lässt er einmal mehr die gesamte Tieftönerzunft alt aussehen:
Wie viele Bassisten haben uns bisher schon mit ihren solistischen Fähigkeiten verblüfft, gleichzeitig aber ihre eigentliche Hauptaufgabe, nämlich das Tiefenfundament für die ganze Band zu liefern, sträflich vernachlässigt? Diese Art von Profilierung hat Miller jedoch noch nie nötig gehabt. Obwohl man dieses Album getrost in die Solobass-Schublade stecken kann, ist die Homogenität, mit der sich Miller mit dem Bass in den Gesamtsound seiner hervorragend klingenden Band einfügt beispiellos. Auf der anderen Seite: Kein Wunder, denn schliesslich hat Miller so viele Jobs als Sidman beim Who-is-Who der Jazzszene auf dem Buckel wie kaum ein anderer.
Neben Millers vielgerühmten Slapbass Spiel, das stilprägend für eine ganze Generation von Bassisten war und ist, ist besonders sein balladeskes Spiel auf dem bundlosen Bass auf jeden Fall hörenswert. Beim Titeltrack "The Sun Don`t Lie" und der Ballade "Moons" lässt es Miller etwas ruhiger angehen, jedoch nicht ohne die beiden Songs mit brillianter Melodik und Harmonik auszustatten. Es lohnt sich auf jeden Fall, diesen Ausnahmebassisten auch mal aus dieser Perspektive zu betrachten. Neben Jaco Pastorius, dem das kurze Intermezzo "Mr. Pastorius" und das Jaco-cover "Teen Town" gewidmet sind, war für Miller wohl Miles Davis der wichtigste Einfluß und gleichzeitig der Mann, der ihm zum endültigen Durchbruch verhalf. Vor seinem Ableben spielte Miles noch das Trompetensolo von "Rampage" ein. Für "Funny" springt dann bereits der Miles Imitator Patches Stewart ein. Beim letzten Track des Albums "The King is gone", eine Homage an Altmeister Miles, zollt Miller auf der Bassklarinette seinem großen Mentor schliesslich Tribut. Die tiefe Trauer über Miles` Tod steht dem Song dermaßen ins Gesicht geschrieben, dass man hier getrost von wahrer Gefühlsoffenbarung sprechen kann.
FAZIT: Wenn man als Jazzfan der moderneren Sorte eine Scheibe eines Bassisten im Schrank haben sollte, dann diese hier. Und Bassisten merkt Euch: So wird`s gemacht!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Meiner Meinung nach das Beste von Marcus Miller, 14. Oktober 2001

Als Bassist hört man früher oder später von Marcus Miller. Aber auch für Nicht-Bassisten ist dieses Werk hörenswert.
MM hat wahrscheinlich auf mehr Platten mitgespielt als je ein anderer Bassist.
Er ist einer von den "weniger ist mehr" Bassisten die nicht permanent auf Ihren Bass einhämmern müssen, es jedoch heraus haben die richtigen Töne zur rechten Zeit zu spielen.
So ergibt sich eine schöne Jazz-Fusion-Funk Kombination die kein zu abgebrühtes Jazzer-Ohr erfordert, jedoch auch nicht gerade als anspruchslos abgestempelt werden könnte.
Ich besitze bereits einige Werke aus der MM Kollektion (u.a. Tales und M2).
Dieses Werk ist jedoch mein Liebling...

Wirklich zu empfehlen...


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Studiobassist geht neue Wege, 25. November 1999

Marcus Miller hat seit Ende der 70er hunderte von CD-Aufnahmen im Studio für andere Musiker gemacht - als Studiobassist. Unter Bassisten gilt er seit langem als Vorzeigebild für perfekte, saubere Technik, wobei er besonders als Slapper bekannt ist. In seinem Soloalbum The Sun Don't Lie zeigt er, dass er mehr drauf hat. Jedes der Stücke beinhaltet natürlich ein Basssolo, das man in jedes Lehrbuch schreiben könnte. Oft geslapt zeigt er was er kann, und dazu gehört auf jeden Fall Grooven. Doch die besten Techniker und Instrumentalisten klingen langweilig, wenn das Material über dem sie spielen nicht dazu passt. Miller ist allerdings auch als Arrangeur kein unbeschriebenes Blatt (siehe Tutu von Miles Davis), und er hat sich bei diesem Album wirklich ins Zeug gelegt, um ein homogenes Werk zu schaffen. Die Stücke klingen nicht wie Basssolo mit Begleitmusik, es kommt einem eher wie das natürlichste der Welt vor, dass den Grossteil der Zeit ein Bass die Hauptrolle spielt. Die groovebetonten Stücke dieser CD, die sich mit den ruhigeren abwechseln, sind eindeutig als die Gelungeneren zu betrachten, auch weil die Ausdrucksstärke eines (geslapten oder getappten) E-Basses bei Balladen begrenzt ist. Dafür gibt es wohl kaum ein Instrument, das mehr Grooven kann, und wie schon gesagt, das ist eine Stärke von Miller. Das Album beinhaltet gleich drei Stücke, die als Homagen zu werten sind: Mr. Pastorius, das dem legendären Bassisten Jaco Pastorius gewidmet ist, ebenso wie Teen Town, das ein Remake vom Pastorius-Original ist, das Miller eben man schnell slappt! Das dritte Stück, das einem anderen Musiker gewidmet ist, ist The King is Gone, das wegen dem traurigen Anlass von Miles Davis' Tod entstanden ist. Der Trompeter war der zweite grosse Einfluss für Miller, und hat sogar noch auf Rampage, einem Stück dieser CD, gespielt. Diese Platte ist für Bassisten ein Muss, aber auch Nicht-Bassisten werden daran Spass haben, wenn sie etwas mit Jazzfunk anzufangen wissen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)




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